Israelischer Präsident traf sich mit Oberhäuptern christlicher Konfessionen in Israel

Lesezeit: 2 Minuten

Der israelische Präsident Reuven Rivlin traf sich am Mittwoch, vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) und den bevorstehenden vor Weihnachtsaktivitäten, mit den Leitern der christlichen Konfessionen in Israel und dem Koordinator der IDF für Regierungsaktivitäten in den Territorien (COGAT) zu einem Vorbereitungstreffen.

Anwesend waren der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem Theophilus III., der lateinische Patriarch von Jerusalem Pierbattista Pizzaballa, der Kustos der Heiligen Stätten Francisco Patton, der griechisch-katholische Patriarch von Jerusalem Joseph Matte, der stellvertretende armenische Patriarch von Jerusalem Sevan Gharibian und der Stabschef der Zivilverwaltung, Oberst Eyal Ze’evi.

Rivlin wünschte zunächst dem neuen lateinischen Patriarchen Pizzaballa viel Erfolg und dankte ihm für seinen „langjährigen Dienst beim Aufbau von Beziehungen zu den christlichen Konfessionen in Israel“.

Im Zusammenhang mit den Corona-Einschränkungen sagte Rivlin, dass „Religions- und Kultusfreiheit zentrale Werte im Staat Israel sind. Sie müssen zu jeder Zeit geschützt und verteidigt werden“, so Rivlin.

„Wir werden die christliche Weihnachtszeit feiern. Es ist sehr wichtig, dass sich die Christen des Heiligen Landes während der Feiertage an die Korona-Einschränkungen halten. Die Sicherheit der christlichen Gemeinschaften und der Heiligen Stätten in Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde, insbesondere in Bethlehem, ist für uns sehr wichtig“. sagte Rivlin gegenüber den israelischen Medien.

Der israelische Präsident sprach auch über die Initiative „Land der Klöster“ und sagte: „Mit dem Geist des Friedens und der Zusammenarbeit, der in unserer Region geschaffen wurde, ist es jetzt an der Zeit, gemeinsam daran zu arbeiten, sie zu vollenden“.

„Land der Klöster“ Kurzdoku

Rivlin leitete in den vergangenen Jahren die Initiative „Land der Klöster“, welche die Restaurierung christlicher religiöser Stätten entlang des Jordan und die Vorbereitung des Gebietes für Pilger, vor allem durch die Räumung des Gebietes von Landminen, umfasst.

„Dieses Projekt ist eine gute Gelegenheit, den Dialog zwischen Israelis und Palästinensern zu fördern. Ich wäre Ihnen dankbar für Ihre Hilfe, diese wichtige Initiative mit der christlichen Welt und den Ländern der Region voranzubringen“, sagte er.

Das israelische Zentralamt für Statistik (CBS) veröffentlichte im vergangenen Dezember einen Sonderbericht zu Weihnachten 2019, aus dem hervorging, dass rund 177.000 Christen Bürger Israels sind, was etwa 2% der Bevölkerung entspricht.

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