Radikaler Scheich vom Tempelberg verbannt

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Der palästinensische Scheich Issam Amira wurde am Wochenende von der Polizei in Jerusalem zu einer Vernehmung vorgeladen, nachdem er in einer „Predigt“ den Terroristen gepriesen hatte, der am 16. Oktober in einem Pariser Vorort den Geschichtslehrer Samuel Paty enthauptet hatte.

Die fragliche „Predigt“, die am 29. Oktober in der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem gehalten wurde, ist vom Middle East Media Research Institute (MEMRI) aufgezeichnet und übersetzt worden. Sie wurde der Jerusalemer Bezirkspolizei von der israelischen NGO Im Tirtzu zur Kenntnis gebracht, die dazu am Freitag eine offizielle Anzeige erstattete.

In ihrer Anzeige stellte Im Tirtzu fest, dass Amiras Anwesenheit auf dem Tempelberg einen Verstoss gegen ein sechsmonatiges Verbot darstellte, das ihm im September von der Polizei auferlegt worden war. Ein Verbot das aufgrund der Vorgeschichte des Scheichs erlassen wurde, der in seinen Predigten zur Gewalt aufstachelte, darunter Anerkennung des islamischen Staates, Ermutigung zu Ehrenmorden und Drängen auf einen Dschihad gegen die Juden.

Laut dem israelischen Journalisten und Sachverständigen für arabische Angelegenheiten Yoni Ben-Menachem, setzte die Jerusalemer Bezirkspolizei das Verbot wieder in Kraft, nachdem sie Amira am Ende seines Verhörs freigelassen hatte.

„Wir begrüssen die Reaktion der Polizei und erwarten, dass dieser Scheich für seine radikalen und illegalen Aktionen strafrechtlich verfolgt und zur Rechenschaft gezogen wird“, schrieb Im Tirtzu in einer Erklärung.

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