Von links: Maya Zuckerman, COO Israeli Flying Aid; die zwei Piloten des vom Tschad gesandten Transportflugzeugs; IFA-CEO Gal Lusky; und Itai Melchior von der Aussenhandelsverwaltung des israelischen Ministeriums für Wirtschaft und Industrie. Foto mit freundlicher Genehmigung der IFA.
Von links: Maya Zuckerman, COO Israeli Flying Aid; die zwei Piloten des vom Tschad gesandten Transportflugzeugs; IFA-CEO Gal Lusky; und Itai Melchior von der Aussenhandelsverwaltung des israelischen Ministeriums für Wirtschaft und Industrie. Foto mit freundlicher Genehmigung der IFA.
Lesezeit: 2 Minuten

Im vergangenen Oktober lieferte Israeli Flying Aid (IFA) im Tschad mehrere Schiffscontainer voller gespendeter medizinischer Ausrüstung und Lebensmittel an Flüchtlinge und Waisenkinder, wobei IFA-Gründerin und CEO Gal Lusky versprach mit weiterer Hilfe zurückzukehren.

von Abigail Klein Leichman, ISRAEL21c

Letzte Woche startete trotz der Pandemie ein Transportflugzeug vom Typ Hercules von einer israelischen Militärbasis im Süden Israels, die bis auf den letzten Platz mit Hilfsgütern gefüllt war, die von der IFA und dem American Jewish Committee (AJC) gespendet wurden – 2.000 Sechs-Personen-Zelte, persönliche Schutzausrüstung (PSA) für medizinische Teams, Rucksack-Sprühgeräte zur Ausrottung malariaübertragender Moskitos und vieles mehr.

„Die Operation wurde heute Abend nach 24 nervenaufreibenden Stunden abgeschlossen“, sagte Lusky am 17. September gegenüber der Nachrichtenagentur ISRAEL21c. „Die Operation war erstaunlich. Der Pilot war emotional sehr bewegt, als die Crew schliesslich um 1 Uhr morgens landete. Bei all den Unruhen auf der Welt schenken die Menschen den Geschehnissen im Tschad keine Aufmerksamkeit,“ sagt Lusky.

Das afrikanische Land hat viele Flüchtlinge aus den Nachbarländern aufgenommen, die radikalen islamischen Dschihadisten wie Boko Haram zum Opfer gefallen sind. Eines der grössten Flüchtlingslager mit 30.000 Menschen liegt in der Nähe des Tschadsees.

„Niemand berichtet über die Überschwemmungen am Tschadsee“, so Lusky. „Die Menschen leiden dort schrecklich unter der Malaria. In diesem einen Flüchtlingslager gibt es 12.000 Erkrankte.“

Der tschadische Präsident Idriss Déby kam vor einigen Wochen in das Büro des israelischen Premierministers und schilderte dem Nationalen Sicherheitsrat die Lage seines Landes.

„Ich erhielt einen Anruf im Anschluss an dieses Treffen“, sagt Lusky. „Unsere frühere Mission im Tschad im vergangenen Oktober wurde besprochen, und wir wurden um Hilfe gebeten. Ich sagte: ‚Schicken Sie das Flugzeug, und ich werde es bestücken‘. Der Nationale Sicherheitsrat traf alle technischen Vorkehrungen für den Flug.“

Notvorräte für den Tschad werden am 16. September 2020 im Süden Israels in ein Flugzeug geladen. Foto mit freundlicher Genehmigung von Israeli Flying Aid

Diesmal ist Lusky nicht mitgeflogen, aber vielleicht wird sie bei der nächsten Reise irgendwann im nächsten Jahr mit dabei sein.

„Wir werden wieder mit medizinischem Personal vor Ort sein, um Menschen in der Beatmung und in Geburtshilfe-/Gynäkologie-Operationen auszubilden“, sagt sie und erklärt, dass Mädchen im Alter von 10 Jahren oft vergewaltigt oder zur Heirat gezwungen werden.

„Wir haben bereits 40 Tonnen Lebensmittel mit hohem Nährwert und einen Container mit medizinischer Ausrüstung verschifft, und wir werden diese an Waisenhäuser und Orte mit Unterernährung verteilen. Und wir werden das dortige Krankenhaus bei der Behandlung von Malariafällen unterstützen.“

Lusky schliesst: „Es war eine grosse Ehre, eine zweite Mission durchführen zu dürfen; die ausserordentliche Zusammenarbeit mit der Knesset und dem tschadischen Kabinettsvorsitzenden war etwas Besonderes.“

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.