Foto Eitan Elhadez-Barak/TPS.
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Das israelische Coronavirus-Kabinett wird heute zusammenkommen, um über einen Vorschlag zur Verschärfung des derzeitigen landesweiten Lockdown zu beraten, darunter auch über massive Beschränkungen der Wirtschaft.

Laut Angaben von Mitarbeitern des Gesundheitsministeriums würden die in Erwägung gezogenen neuen Beschränkungen die Möglichkeiten der Unternehmen, während der Sperrzeit sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor tätig zu sein, strikt einschränken und die Zahl der Beschäftigten, die während der Sperrzeit das Haus verlassen und zur Arbeit fahren können, drastisch reduzieren. Die neuen Massnahmen, so die Hoffnung der Gesundheitsbehörden, werden die Ausbreitung des Coronavirus drastisch verlangsamen.

Laut israelischen Medienberichten, warnten einige Minister der Regierung, dass die Öffentlichkeit das Vertrauen in die Regierung und den Lockdown „verloren“ habe, so dass es schwierig sei, noch strengere Massnahmen zu verhängen.

Anlass für diesen Plan ist ein Bericht eines Forscherteams der Hebräischen Universität in Jerusalem, der einen deutlichen Anstieg der Zahl der Coronavirus-Todesfälle in Israel vermuten lässt, selbst wenn der bestehende Lockdown in Kraft ist. Bei dem derzeitigen Lockdown, so der Bericht, werden bis November zweitausend zusätzliche Todesfälle erwartet. Sollte ein strengerer Lockdown beschlossen werden, könnte die Zahl der neuen Todesfälle bis November auf 1.000 reduziert werden, so die Studie.

Der Lockdown, der am vergangenen Freitagnachmittag begann, ist vorläufig auf drei Wochen angesetzt, obwohl führende Gesundheitspolitiker vorgeschlagen haben, ihn zu verlängern, bis die Zahl der pro Tag diagnostizierten Neuinfektionen deutlich zurückgeht.

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