Müllwagen in Utrecht. Foto Kevin.B , CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=79197623
Müllwagen in Utrecht. Foto Kevin.B , CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=79197623
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Die israelische UBQ Materials hat angekündigt, dass sie plant, ihre erste vollständige Produktionsanlage in den Niederlanden zu bauen.

Das patentierte Verfahren von UBQ wandelt Hausmüll, der auf Deponien entsorgt wird, in ein nachhaltiges, biobasiertes thermoplastisches Material um. Dieses neuartige Verbundmaterial kann herkömmliche Kunststoffe, Holz und Beton bei der Herstellung von Tausenden von Alltagsprodukten ersetzen.

Indem man den Abfall von den Deponien umleitet, verhindert man die Emission von Methan, Grundwasseraustritt und anderen Giftstoffen. Laut Quantis, einem führenden Anbieter von Umweltverträglichkeitsprüfungen, werden pro produzierte Tonne UBQ-Material 11,7 Tonnen CO2-Äquivalent vermieden, was es als „das klimafreundlichste thermoplastische Material auf dem Planeten“ qualifiziert.

Die niederländische Anlage ist Teil des UBQ-Plans, in ganz Europa zu expandieren, so dass der Export des Materials einen geringeren transportbedingten Kohlenstoff-Fußabdruck verursachen wird.

Zur offiziellen Feier der weltweiten Expansion beabsichtigt der niederländische Botschafter in Israel, Hans Docter, am 9. September die Anlage von UBQ im Kibbutz Tse’elim, Israel, zu besuchen.

Es wird erwartet, dass die niederländische Anlage jährlich 70’000 Tonnen Material in «UBQ-Qualität» für die Herstellung aller Arten von Baumaterialien (wie Rohre, Ziegel, Fußböden, Bedachungen und Platten), für die Logistik (Versandpaletten, Behälter, Kisten und Anzeigeeinheiten) und sogar für den 3D-Druck produzieren wird.

Bereits im Februar kündigte der deutsche Autohersteller Daimler ein Pilotprojekt mit UBQ an, um zu prüfen, ob es machbar ist, Autoteile aus dem Bio-Material herzustellen. Arcos Dorados, das grösste unabhängige McDonald’s-Franchiseunternehmen der Welt, kündigte im vergangenen November an, dass es UBQ-Material für die Einrichtung seiner Restaurants in ganz Lateinamerika verwenden wird.

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