Rina Shnerb. Foto zVg
Rina Shnerb. Foto zVg
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Die Niederlande zahlten das Gehalt zweier Terroristen, die in die Ermordung der 17-jährigen Israelin Rina Shnerb verwickelt waren. Rina Shnerb wurde vor einem Jahr während eines Familienausflugs in der Nähe der Ein Bubin Quelle durch eine Bombe getötet; ihr Bruder Dvir wurde beim Anschlag schwer verletzt.

von Giulio Meotti

Der niederländische Aussenminister Stef Blok und die Ministerin für Aussenhandel und Entwicklungszusammenarbeit Sigrid Kaag gaben dies in Den Haag zu. Zum ersten Mal hat eine europäische Regierung zugegeben, dass angeblich für wohltätige Zwecke bestimmte Gelder am Ende den Terrorismus gegen Israel angefacht haben.

Der mutmasslich für den Anschlag auf die Familie Shnerb verantwortliche Samer Arbid war Buchhalter bei der Union der landwirtschaftlichen Arbeitsausschüsse (UAWC). Im vergangenen Oktober wurde er in 21 Anklagepunkten als Kommandant der PFLP-Terrorzelle angeklagt, welche die Bombe gezündet hatte, die die junge Rina Shnerb tötete.

Abdul Razeq Farraj war Finanz- und Verwaltungsdirektor des UAWC und wurde wegen Beihilfe angeklagt, die er für die Ausführung des Anschlags geleistet hatte. Die beiden waren nicht nur Mitglieder der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), einer von der Europäischen Union als „terroristisch“ eingestuften Organisation, sondern standen auch auf der Gehaltsliste der UAWC;  diese hat in einem Zeitraum von sieben Jahren bereits 20 Millionen Dollar Spenden durch die Niederlande erhalten.

Die Gehälter der beiden Terroristen wurden also durch niederländische Spendengelder gedeckt.

Nach Angaben von NGO Monitor, eine Nichtregierungsorganisation, welche die Arbeit internationaler NGOs in Israel und den palästinensischen Gebiete kritisch analysiert, gehören auch Italien und Spanien zu den Ländern, die der UAWC Geld spenden. Um den Skandal zu beheben, hat Den Haag die Spenden an die UAWC ausgesetzt. Es ging allerdings nicht nur um Zahlungen. Im Jahr 2017 erhielten die beiden Terroristen von der niederländischen Vertretung in Ramallah einen Jahrespass, mit dem sie sich als Mitarbeiter einer Partnerorganisation der niederländischen Vertretung identifizieren konnten. Es ist nicht der erste ähnliche Fall.

Im Jahr 2018 stellte sich heraus, dass das Ma’an Center, welches ebenfalls niederländische Zuschüsse erhielt, einen Terroristen, Ahmad Abdallah Aladini, als Mitarbeiter eingestellt hatte, der kurz darauf in Gaza starb.

Folgendes sagte Eitan, der Vater von Rina Schnerb, als er an die Europäische Union appellierte, die Finanzierung von Terroristen einzustellen:

„Wie kann es sein, dass Menschen, die den Tod verherrlichen, in Menschenrechtsorganisationen aktiv sind? Wie kann es sein, dass sie seit Jahren Millionen von Euro an Hilfe von europäischen Nationen erhalten haben? Ich habe keinen Zweifel daran, dass die europäischen Länder weder den Terrorismus noch die Ermordung unschuldiger Menschen befürworten. Aber sie verstehen sicherlich, dass die Verbindungen zwischen palästinensischen zivilen Gruppen und terroristischen Organisationen eine Realität sind, die verurteilt werden muss. Ich bitte Sie dringend, nicht die Augen zu verschliessen. Lassen Sie sich nicht täuschen. Unterstützen Sie diese Organisationen nicht, bieten Sie ihnen keine Tribüne oder Finanzen an.“

Vor einem Jahr prangerte ein 80-seitiger Bericht des Israelischen Ministeriums für strategische Angelegenheiten mit dem Titel „Terroristen in Anzügen“ die Verbindungen an zwischen terroristischen Organisationen wie der Hamas oder der PFLP und Nichtregierungsorganisationen an. Diese Gruppen fördern die Kampagne zum Boykott, Desinvestition und Sanktionen gegen Israel (BDS), was im Grunde Terrorismus unter dem Deckmantel des Anstands gleichkommt.

Und es zeigte sich auch, dass einige dieser NGOs von europäischen Staaten finanziert werden. Der Bericht nannte Namen und Gesichter von dreissig Mitgliedern der Hamas und der PFLP, die hochrangige Positionen in NGOs bekleiden, oft nach Verbüssung von Gefängnisstrafen für terrorismusbezogene Verbrechen, darunter auch Attentaten und die aktive Verbindungen zu terroristischen Gruppen unterhalten.

Damals wurde der Bericht von einigen als eine israelische Erfindung abgetan. Mit dem niederländischen Schuldeingeständnis kann er nicht mehr ignoriert werden. Nun muss Europa offenlegen, wieviel Geld an die Mörder unschuldiger israelischer Mädchen wie Rina ging.

Giulio Meotti, Kulturredakteur bei Il Foglio, ist ein italienischer Journalist und Autor. Auf Englisch zuerst erschienen bei Arutz Sheva. Übersetzung Audiatur-Online.

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