Hakenkreuze und antisemitische Graffiti auf Gebäuden in Amsterdam am 22. Februar 2019. Foto European Jewish Press
Hakenkreuze und antisemitische Graffiti auf Gebäuden in Amsterdam am 22. Februar 2019. Foto European Jewish Press
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„Die durch das Coronavirus angeheizten antisemitischen Vorfälle werden eskalieren und noch gewalttätiger und handgreiflicher werden“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der WZO Yaakov Hagoel.

Nach einer Reihe antisemitischer Vorfälle in ganz Europa während der letzten Tage rief der stellvertretende Vorsitzende der Zionistischen Weltorganisation (WZO), Yaakov Hagoel, zu unverzüglichem Handeln auf.

„Antisemitische Vorfälle sind für die Juden auf der ganzen Welt alltäglich geworden. Leider läuft für die Regierungen weltweit das Zeitfenster für die Erstellung eines Plans zur Ausrottung des Antisemitismus ab“, sagte Hagoel.

Zu den antisemitischen Vorfällen gehörten Schriftzüge wie „Juden Raus“ an den Wänden eines Friedhofs in Soveria Mannelli in Süditalien sowie Hakenkreuze und antisemitische Parolen, die im Treppenhaus, auf dem Bürgersteig und vor dem Haus von Sherlock Baines (65), einem in Düsseldorf lebenden Juden, dessen Eltern KZ-Häftlinge waren, gemalt wurden.


In Berlin sprach eine Frau mit ihren Kindern beim Einkaufen Hebräisch, als sich ein Ausländer an sie wandte und sagte: „Diese Juden sind überall, verschwinde von hier, Zidovsky-Abschaum“ (im Polnischen kann „Zidovsky“ mit „Jude“ übersetzt werden; im Russischen hat es einen antisemitischen Beigeschmack).

„Umstehende haben die antisemitische Beleidigung bemerkt, ohne darauf zu antworten“, sagte das WZO in einer Erklärung.

In Weimar wurden Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald, die im Rahmen einer Open-Air-Ausstellung gezeigt wurden, mutwillig beschädigt.

Hagoel warnte davor, dass solche Vorfälle mit dem Fortdauern der Coronavirus-Krise nur zunehmen werden.

„Antisemitische Vorfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden eskalieren und noch gewalttätiger und handgreiflicher werden“, äusserte sich Hagoel.

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