Das Grabmal der Patriarchen in Hebron, 9. Juli 2017. Foto Miriam Alster/Flash90
Das Grabmal der Patriarchen in Hebron, 9. Juli 2017. Foto Miriam Alster/Flash90
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Der israelische Verteidigungsminister beauftragte Generalmajor Kamil Abu Rokon, Koordinator der Regierungsaktivitäten in den Territorien (COGAT), alle für die Enteignung von Land erforderlichen Massnahmen durchzuführen, um die volle Zugänglichkeit der Stätte in Hebron zu gewährleisten.

Verteidigungsminister Naftali Bennett gab die endgültige Genehmigung für den Bau eines Aufzugs, der das Grabmal der Patriarchen für Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen zugänglich machen wird. Bennett erlaubte auch dem Leiter des Planungsbüros in Judäa und Samarien, die für den Standort erforderlichen Anlagen der Gemeinde Hebron zu enteignen. „Ich möchte die Angelegenheit unverzüglich vorantreiben“, schrieb der Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Territorien.

Am 20. April berichtete  Arutz Sheva, dass Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit die Enteignung von Gebieten am Grab der Patriarchen in Hebron genehmigt habe, um es für Menschen mit Behinderungen, Juden sowie Araber gleichermassen zugänglich zu machen.

Derzeit haben Besucher der religiösen Stätte Dutzende von Stufen zu erklimmen. Rollstuhlfahrer müssen entweder auf den Besuch verzichten oder getragen werden. Der zu installierende Aufzug wird sowohl den jüdischen als auch muslimischen und christlichen Besuchern der heiligen Stätte zugute kommen.

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat den israelischen Plan, die Höhle der Patriarchen in Hebron mit einem Zugang für Rollstuhlfahrer auszustatten, als „Verjudung“ bezeichnet und dagegen protestiert. 

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