Europäische Neonazis bei SS-Gedenkmarsch in Budapest

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Foto Grischa Stanjek/democ. e. V.
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Einige tausend Personen beteiligten sich in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 2020 an einem „Gedenkmarsch“ in Ungarn – darunter organisierte Neonazis aus Deutschland und Europa.

Bereits am Vortag demonstrierten hunderte Neonazis in Budapest. Ebenso waren Rechtsextreme aus Deutschland vertreten. Laut democ, dem Zentrum Demokratischer Widerspruch e. V. glorifizierte der Dortmunder Neonazi Matthias Deyda (Die Rechte) in einem antisemitischen Redebeitrag Adolf Hitler. „Der Feind heisst nicht Meier oder Müller. Unser Feind heisst Rothschild oder Goldman und Sachs,“ so Deyda in seiner Rede. Auch zitierte er Hitler mit dem Satz: „Es genügt nicht die blosse Ablegung des Bekenntnisses: Ich glaube; sondern der Schwur: Ich kämpfe!“

Der so genante „Ausbruch“-Marsch bezieht sich auf die Schlacht um Budapest im Winter 1944/45. Hunderte Teilnehmer trugen nationalsozialistische Uniformen, Abzeichen und Waffen. Zwischenstationen, an denen Stempel verteilt wurden, waren mit Hakenkreuzen, SS-Runen und Hitler-Portraits staffiert.

Video democ. e. V.

„Die Veranstaltung ist für die rechtsradikale Szene in Europa ein wichtiges Event. Denn hier können sie sich ungestört präsentieren“, so Linus Pook vom Zentrum Demokratischer Widerspruch gegenüber RTL.

Ähnlich wie in Deutschland ist auch in Ungarn das Zeigen dieser Symbole in der Regel strafbar. Laut Veranstaltern dienen diese lediglich der “Illustrierung der damaligen Zeit” und seien hier als historische Darstellung nicht strafbar.

Unter den Teilnehmern waren gemäss Recherchen von democ mehrere Gruppen organisierter deutscher Neonazis aus dem Umfeld der rechtsextremen Partei “Der III. Weg”, der Jugendorganisation der NPD (JN) sowie der “Europäischen Aktion”. Bereits in den Jahren zuvor beteiligten sich organisierte Neonazi-Gruppen aus Europa.

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