Französisches Gericht: Mörder von jüdischer Frau nicht schuldig, da er zu bekifft war

Lesezeit: 2 Minuten

Das Pariser Berufungsgericht hat am Donnerstag entschieden, dass der Moslem Kobili Traore, der seine jüdische Nachbarin Sarah Halimi vor zweieinhalb Jahren ermordet hat, nicht vor Gericht gestellt wird, weil er durch den Konsum von Cannabis unzurechnungsfähig sei.

Das Urteil besagt, dass der 29-jährige Traore in eine Entzugseinrichtung für Drogenkonsum geschickt wird und ihm der Kontakt zu Halimis Verwandten untersagt ist.

Traore warf Halimi aus dem Fenster ihrer Pariser Wohnung und rief dabei „Allahu Akhbar“. Im vergangenen Jahr bestätigte ein Richter, dass der Vorfall ein antisemitisch motiviertes Hassverbrechen darstellte.

Der Mord an Halimi hat die Debatte über den Antisemitismus in den Arbeitervierteln Frankreichs neu entfacht, wo Juden in den letzten Jahren bei mehreren tödlichen Dschihad-Angriffen ins Visier genommen wurden.

Laut Le Parisien wurde die Entscheidung nach einem Gutachten getroffen, welches darauf hinweist, dass der Mörder erklärte, Halimi wegen eines „Dämons, von dem er besessen war“ angegriffen zu haben und sich seiner Handlungen aufgrund des erhöhten Cannabiskonsums nicht bewusst war.

Drei Experten, die bei der Verhandlung aussagten, gaben an, dass Traores vermehrter Cannabiskonsum – angeblich 15 „Joints“ pro Tag – die Wahnvorstellungen, die er zu dieser Zeit erlebte, verstärkte.

Der französische jüdische Parlamentarier Meyer Habib kritisierte die Entscheidung und sagte, dass Drogenkonsum nicht von der strafrechtlichen Verantwortung ausgenommen werden sollte.

„Als Abgeordneter kritisiere ich nicht die Gerichtsentscheidung, aber als jemand der vom ersten Tag an in den Fall involviert war – bin ich einfach schockiert. Mit der Erklärung, dass der Mörder keine strafrechtliche Verantwortung wegen des Konsums von Cannabis trägt, sendet diese Entscheidung eine klare Botschaft an alle Kriminellen: Wenn einer trinkt und eine Straftat begeht, handelt es sich um erschwerende Umstände, und wenn ein anderer übermäßige Mengen an Drogen konsumiert, ist dies ein mildernder Umstand und er ist nicht für seine Handlungen verantwortlich. „

„Heute bin ich beschämt und traurig“, sagte Habib. „Ich habe das Gefühl, dass Frankreich bankrott ist. Ich rufe zu einer massiven Mobilisierung aller Kräfte im Land auf – nicht nur der jüdischen Gemeinde – um Zorn und Enttäuschung auszudrücken – und Sarah Halimi die letzte Ehre zu erweisen.“

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4 KOMMENTARE

  1. Mein Beileid den Verwandten und Freunden v Sarah Halimi!

    Es gibt mittlerweile nicht mehr die Notwendigkeit,
    einen Mord so zu planen, dass man entkommen kann
    – man nimmt einfach Drogen nach ausgeführtem Mord!

    Optimalerweise noch behaupten, das Opfer hätte einen angegriffen
    – dann fällt Mord sowieso weg!

    Warum die europäischen Gerichte für Muslime kurze Haftzeiten und dementsprechend
    milde Strafen bevorzugen?
    – damit die Leute so schnell wie möglich abgeschoben werden können!

    Die Richter werden noch aufwachen, wenn sie künftig erleben,
    dass die inhaftierten Gewaltverbrecher überhaupt nicht mehr abgeschoben werden!

  2. Ich stand jahrzehntelang politisch eher links. Ohne mich im wesentlichen zu verändern, finde ich mich seit etlichen Jahren immer mehr zwischen Mitte und Rechts. Verändert hat sich ein Großteil der politischen Linken, leider nicht zum Besseren, das ist der Grund, warum ich mich dort immer weniger finde. Bin froh, nicht in D oder F leben zu müssen. In A ist die Lage (noch?) nicht soooooooo schlimm. Wie lange noch?
    lg
    caruso

  3. Es ist erschreckend, wie Linksorientierte im Staat Verbrechen legalisieren mit den obstrusesten Vorwänden.
    Unter Drogen darf gemordet werden, bei „Friedensdemonstrationen“ darf geplündert und gezündelt werden, im Suff darf man Abstechen oder Leute fortfahren.
    Es lebe die Links-Anarchie und verquäste „Gutachter“ und verrückte Gerichte.

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