Palästinensischer Premierminister: «Jesus war ein palästinensischer Guerillakämpfer»

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Für den palästinensischen Premierminister ist Jesus ein palästinensischer Guerillakämpfer. Foto Screenshot Youtube / Palestine TV
Für den palästinensischen Premierminister ist Jesus ein palästinensischer Guerillakämpfer. Foto Screenshot Youtube / Palestine TV
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Ein aktueller Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA, beschreibt eine bizarre Vorweihnachtszeremonie, bei der Jesus als „palästinensischer Guerillakämpfer“ bezeichnet wurde und den arabischen Christen das grösste Weihnachtsgeschenk überreicht wurde: die Intifada und ihre Märtyrer.

In Birzeit, nördlich von Ramallah, fand am Samstag eine Zeremonie zum Anzünden des Weihnachtsbaums statt. Anwesend waren Dr. Mohammad Shtayyeh, Premierminister der Palästinensischen Autonomiebehörde, der Gouverneur von Ramallah Dr. Laila Ghannam und der griechisch-orthodoxe Erzbischof Atallah Hanna.

Es sei darauf hingewiesen, dass Birzeit (Ölzisterne) historisch gesehen ein Dorf mit einer Mehrheit an christlicher Bevölkerung und einer Minderheit an muslimischer Bevölkerung ist. In den Statistiken von 1945 betrug die Einwohnerzahl 1.560; 570 Muslime und 990 Christen. Die derzeitige Bevölkerungszahl beträgt 4.529 mit etwa 2.200 christlichen Arabern. In Birzeit leben keine Juden.

Shtayyeh übermittelte den Menschen in Birzeit die Grüsse von Präsident Mahmoud Abbas: „Der Baum, den wir heute entzünden, ist unser Baum, denn Maryam Al-Batool (Maria die Jungfrau) ist die einzige Frau, die im Qur’an namentlich erwähnt wird, also ist sie unsere geliebte Frau.“

Er fügte hinzu: „Wir haben Glück, dass wir in diesem Land geboren wurden, der Wiege der Religion und dem Land der Propheten. Bethlehem ist die Stadt, in der Jesus geboren wurde, und die Stadt Jerusalem ist die Stadt, in der unser Prophet Mohammed, möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken, in den Himmel aufgestiegen ist. Jerusalem ist der dem Himmel am nächsten liegende Punkt und somit die Hauptstadt unseres palästinensischen Staates.“

Der palästinensische Ministerpräsident sagte weiter: „Weihnachten ist ein palästinensischer Nationalfeiertag und Jesus war ein palästinensischer Guerillakämpfer, der gegen Ungerechtigkeit stand und die in Birzeit lebenden Bürger aufforderte, ihre Stadt zu unterstützen. Christen sind das Salz des Landes und sie müssen an ihrem Land festhalten. Wir arbeiten gemeinsam für die Freiheit von der Besatzung und für dessen Beendigung.“

„Heute feiern wir in Birzeit und morgen in Jerusalem“

„Wir müssen unsere Rechte wahren, und die Zeit ist gekommen. Heute feiern wir in Birzeit und morgen in Jerusalem, der Hauptstadt des Staates Palästina nach seiner Befreiung von der Besatzung. Und auch in Gaza, nachdem wir mit der Wahlurne die nationale Einheit vollendet und an das palästinensische Volk zurückgegeben haben.“ so Shtayyeh.

Shtayeh, ein Muslim, wurde dann mit der Anzündung des Weihnachtsbaums geehrt.

 

Shtayeh, der seit April im Amt ist, fungiert als leitender Berater von Präsident Mahmoud Abbas bei den Verhandlungen mit Israel. Letzte Woche erhob Shtayyeh Einspruch gegen Pläne für ein US-Krankenhaus, das in der Nähe der Gaza-Grenze gebaut werden soll. Er behauptete, sie „verkörpern den US-Plan, der sich weigert, die politischen Forderungen und nationalen Rechte des palästinensischen Volkes anzuerkennen“.

Scheich Essam Rumana war auch bei der Berzeit Weihnachtszeremonie dabei. Er gratulierte den Ältesten der Stadt zu ihrem Weihnachtsfest und äusserte die Hoffnung, dass „wir das Ende der Besatzung in Al-Quds Al-Sharif (Jerusalem) feiern werden“.

Er fügte hinzu: „Wir feiern die Erleuchtung des Geburtsbaums Jesu, Friede sei mit ihm, der die Geburt unseres Propheten Mohammad gepredigt hat, Friede sei mit ihm, und wir feiern diese Gelegenheit und auch im Zusammenhang mit dem Jahrestag der ersten Intifada, bei der unserem Volk Tausende von Märtyrern und Verwundeten geschenkt wurden“.

2 KOMMENTARE

  1. In welchem Evangelium und wo steht denn, dass Jesus das Kommen von Mohammad gepredigt hat? Würde mich wirklich sehr interessieren. Weiß da Wer Bescheid?

  2. Ganz furchtbar, eine solche Verbrämung! Hoffentlich wagen die Christen dort und wir Christen hier in Deutschland gegen solches Getue sich zu äußern.

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