Sozialisten in Spanien wollen Koalition mit den linken Israel-Hassern von Podemos

3
319
Der Chef von Podemos moderierte eine Fernsehsendung mit dem Titel:
Der Chef von Podemos moderierte eine Fernsehsendung mit dem Titel: "Israel will Palästina tot sehen." Foto Screenshot Youtube
Lesezeit: 3 Minuten

Die führende Organisation in Spanien im Kampf gegen den Antisemitismus, ACOM – Action and Communication on the Middle East, äussert ihre tiefe Besorgnis über die in Spanien erzielte Vereinbarung zwischen der Sozialistischen Partei PSOE und Unidos Podemos. In einer solchen Koalitionsregierung wäre der Vizepräsident Pablo Iglesias, Vorsitzender der chavistischen und pro-iranischen Partei Podemos.

Es sei völlig unverantwortlich und inakzeptabel für die PSOE und ganz besonders für ihren Generalsekretär und amtierenden Premierminister Pedro Sánchez, eine eindeutig antisemitische Partei in die Regierung des Landes zu integrieren. Podemos habe von Anfang an eine Kampagne des Hasses und der Diskriminierung gegen die Juden gefördert und unterhalte aktive und offensichtliche Verbindungen zu einem Dschihad-Regime mit Völkermordambitionen wie dem Iran, schreibt ACOM in einer Mitteilung.

Der Hass von Podemos auf die Juden und auf Israel stehe im Einklang mit dessen Nähe zum islamistischen Regime des Iran, von dem die Gründung der Partei finanziert wurde und das heute Pablo Iglesias und anderen Mitgliedern von Podemos grosszügig für ihre Mitwirkung an Fernsehprogrammen der Islamischen Republik auf Spanisch, wie dem Hispan-TV, bezahlt.

Bereits Annette Prosinger schrieb in der Welt am Sonntag vom 25. Januar 2016 in ihrem Artikel „Hat der Iran die spanische Linke finanziert?“:

Es war auf einer Tagung der kommunistischen Jugend Spaniens, als Iglesias auf die Frage einging, wieso er als Linker ausgerechnet für den Iran eine Fernsehsendung produziere. Iglesias antwortete mit einem Beispiel und erstaunlich offen. Als die Deutschen einst Lenin einen verplombten Zug zur Verfügung stellten, damit er nach Moskau fahren und die Revolution in Gang bringen konnte, hätten sie nur eins im Sinn gehabt: Russland zu destabilisieren. Und nicht anders sei das mit seiner politischen Debattensendung, die er an einen iranischen Staatssender verkauft: „Den Iranern geht es darum, dass sich in Lateinamerika und Spanien ein linker Diskurs verbreitet, der ihren Feinden schadet.“ Das gelte es für die eigene Sache auszunutzen.

*** 

Laut der Zeitung „ABC“ soll Iglesias in den Jahren 2013 bis 2015 bei dem iranischen Sender 93.000 Euro netto verdient haben. Die Internetzeitung „El Confidencial“ dagegen schrieb, dass Iglesias und seine Mitarbeiter für jede Sendung 15.000 Euro bekämen, das sei sehr viel mehr, als vergleichbare Sendungen bei HispanTV erhielten – zumal Kosten wie technisches Equipment, Visagistin und selbst das Handy des Moderators vom Sender übernommen würden.

***

Die Honoraranweisungen seien aufgebläht worden, um so heimlich die Gründung und den Aufstieg der Podemos-Partei zu finanzieren. Insgesamt soll Podemos von der iranischen Regierung bis zu fünf Millionen Euro bekommen haben, berichtet „El Confidencial“ und beruft sich dabei auf Informationen aus Polizeikreisen. Parteifinanzierung durch eine ausländische Regierung ist in Spanien illegal, die Polizei und möglicherweise gar der Geheimdienst prüften nun den Fall.

„Israel will Palästina tot sehen.“

Im April 2018 „moderierte“ Pablo Iglesias eine Diskussion über „Zionistische Macht in den USA“. Aussagen seiner Gäste wie: „Man kann sich fragen, ob die Pro-Israel-Lobby die amerikanische Politik leitet“; „Von Goldman Sachs bis zu den grossen Finanzinstituten an der Wall Street sind praktisch alle in den Händen von Juden“, nahm er wohlwollend zur Kenntnis.

Eineinhalb Monate später widmete der Chef von Podemos eine weitere Fernsehsendung dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Er wählte den Titel: „Israel will Palästina tot sehen.“ in dem Aussagen fielen wie: „Israel ist eine Gefahr für Europa“; „Palästinenser stehen vor einer der gewalttätigsten Entitäten der Welt“. Pablo Iglesias seinerseits verurteilte das „globale rechte Projekt Israel“.

Viele spanische Stadtverwaltungen, in denen die linksextreme Podemos an der Regierung beteiligt ist, haben sich zur „Zonen ohne israelische Apartheid“ erklärt.

Laut dem spanischen Parlamentsabgeordnete Juan Carlos Girauta, steht Podemos hinter der Vielzahl von BDS-Anträgen, die in den letzten Jahren durch spanische Gemeinden gegangen sind, um dann von den Gerichten abgelehnt zu werden, nachdem sie mit rechtlichen Schritten der in Madrid ansässigen ACOM konfrontiert wurden.

„Diese unverantwortliche Fehlentwicklung gefährdet die spanischen Juden, weshalb wir die internationale Gemeinschaft auffordern, Sánchez vor den schwerwiegenden Folgen seiner Entscheidung und der Prüfung seiner Handlungen und derjenigen seiner Partner zu warnen.“ sagte Ángel Más von ACOM auf Anfrage.

3 KOMMENTARE

  1. Da hast du es den Linken aber mal so richtig undifferenziert gegeben!!
    Die meisten Antisemiten begreifen sich weder sich links noch rechts, sie sind ganz normale Arschlöcher aus der „Mitte des Volkes“.
    Ein Linker

    • AddiB, danke für die differenzierte Kritik. 😉

      Man kann natürlich so tun, als ob alle, die antisemitisch sind, automatisch zu „Rechten“ werden. Aber welches Problem soll mit diesem Wegschauen gelöst sein? Es mag unangenehm sein, sich eingestehen zu müssen, dass die Antisemiten von links zahlenmäßig denen von rechts weit überlegen sind. Vom Einfluss in Medien ganz zu schweigen. Wenn ich an einer Situation jemals etwas ändern will, muss ich diese zuerst einmal ohne Scheuklappen zur Kenntnis nehmen. Auch wenn es weh tut.

      Mir ist durchaus bewusst, dass es Linke gibt, die sich für solche Positionen nicht hergeben (jungle world u.ä.). Doch wenn die absolute Mehrheit gegen eine verschwindende Minderheit steht, sollte der Vereinswechsel von Letzteren nicht nur aus politischen Gründen sondern schon aus Effizienzgründen vorgenommen werden.

  2. Pablo Iglesias ist ein weiteres Beispiel dafür, dass linke und rechte Antisemiten sich weitgehend ergänzen.

    In Sachen Populismus ist beispielhaft zu sehen, dass sich die eine wie die andere Seite im Hass auf den jüdischen Staat sehr ähnlich sind: „Israel ist unser Unglück“ (Die Rechte, neonazistische Kleinpartei aus Deutschland) und „Israel will Palästina tot sehen“ (Podemos, große spanische Linkspartei). Beide versuchen, an bestehende Ressentiments anzuknüpfen oder diese zu wecken um die Zahl ihrer Anhängerschaft und ihrer Wähler zu vergrößern.

    Die absolute Skrupellosigkeit, mit der „Linke“ international bereit sind, dabei mitzumachen, erstaunt mich trotzdem immer wieder. Ich ertappe mich dabei, wie ich den Wunsch verspüre: „Da muss doch noch ein Fünkchen von politischem Anstand sein.“

    Aber da ist noch nicht mal mehr der Hauch eines Glimmens zu verspüren. Und wenn ich sehe, wie diese „Linke“ sich Diktatoren, Mullahs und jeder islamistischen Mörderbande an den Hals wirft und diese als „Befreier“ bejubelt, bleibt die Erkenntnis zurück, sich mit der ehemaligen Hoffnung auf eine linke emanzipative Bewegung fundamental geirrt zu haben.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.