Abu Bakr al-Baghdadi ist tot – Die USA können stolz sein, Europa sollte sich schämen

Lesezeit: 2 MinutenAm Ende des Tages waren es wie immer die Amerikaner – jene Amerikaner, die wir Europäer gerne als unzivilisierte Tölpel darstellen, die Slowenien nicht von der Slowakei unterscheiden, Burger essen und nicht Schnecken, aber ein wenig über Zivilisation und Selbstverteidigung und Gut und Böse zu wissen scheinen – diese Amerikaner schafften es, in diesen Tunnel in Idlib einzudringen und den Kalifen des Todes zu seinen 72 Jungfrauen zu schicken. Hätten wir auf die Europäer gewartet, wäre Abu Bakr Al Baghdadi noch lange hier, würde weiterhin echte Frauen schänden und Massaker an unschuldigen Menschen anordnen.

von Giulio Meotti

Die Operation „Kayla Mueller“, die zur Eliminierung von Al Baghdadi führte, trägt den Namen des amerikanischen Mädchens, das vom Kalifen des IS persönlich entführt, vergewaltigt, gefoltert und getötet wurde. Kayla erfuhr diese Tortur, weil sie sich weigerte ihren christlichen Glauben aufzugeben. Daniel Rye Ottosen, ein dänischer Mitgefangener, sagte, dass die Männer vom IS „von der Stärke beeindruckt waren, die ihnen (Kayla) entgegenbrachte“. Schade, dass an diesem Tag des Sieges des Westens gegen die Mächte des Bösen, die Geschichte dieses Mädchens so wenig erwähnt wurde.

Kayla Jean Mueller wurde im August 2013 in Aleppo entführt, als sie ein Ärzte-ohne-Grenzen-Krankenhaus verliess. Sie starb in Gefangenschaft der Terrororganisation Islamischer Staat im Februar 2015. Foto Screenshot Youtube

Danke, USA!

Die US-Amerikaner können stolz sein, die Europäer sollten sich schämen. Das Geschwätz der europäischen Kolumnisten über Trumps Bekanntmachung zum Tod von „Abu Bakr al-Baghdadi“ ist völlig bedeutungslos. An dem Tag, an dem Schweden oder Deutschland oder Belgien oder Spanien Terroristenführer eliminieren und sie in den Tunneln des Nahen Ostens ausspülen, werden wir das Rederecht erhalten. Wir Europäer sind nur in der Lage, Terroristen massenhaft zu züchten und sie dann zu „de-radikalisieren“. Amerika ist Mars, Europa ist Venus. Wir sind das warme Bett der Feinde der Zivilisation.

Wir müssen den Kurden danken, dass auch sie dazu beigetragen haben, uns den Kalifen zu geben. „Seit fünf Monaten gibt es eine gemeinsame Zusammenarbeit vor Ort und eine sorgfältige Überwachung bis hin zur Operation zur Tötung von Abu Bakr al Baghdadi“, schrieb Mazloum Abdi, Generalkommandant der kurdischen Kämpfer, der so genannten syrischen Verteidigungskräfte. Kurden, die bereits 11.000 Mann im Krieg gegen den IS verloren haben. Sie waren entscheidend bei der Lokalisierung Bagdadis und die Amerikaner eliminierten ihn.

Und die Europäer? Oh ja, es gibt auch Europäer in dieser Geschichte. Die europäischen Freiwilligen, die mit al Baghdadi gekämpft haben.

Giulio Meotti, Kulturredakteur bei Il Foglio, ist ein italienischer Journalist und Autor.  Auf Englisch zuerst erschienen bei Arutz Sheva. Übersetzung Audiatur-Online.

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2 KOMMENTARE

  1. Der Kommentar von Giulio Meotti bringt es exakt auf den Punkt: Die Europäer bereiten in ihrer Mehrheit den Feinden der Zivilisation ein warmes Bett und reden sich kollektiv ein, das wäre ein Zeichen für ihre – im Vergleich zu den USA – höher stehende Moral.

  2. „Terroristenführer eliminieren und sie … ausspülen“. Das im englischen Original verwendete „flushing“ kann man zwar auch mit ausspülen übersetzen, gemeint ist hier aber offenbar die weitere Bedeutung „aufstöbern“.

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