Im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran sitzen zahlreiche Christen in Haft. Foto Ehsan Iran - روزی روزگاری اوین - عکسها از وبلاگ خرداد 88 from Flickr, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11716864
Im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran sitzen zahlreiche Christen in Haft. Foto Ehsan Iran - روزی روزگاری اوین - عکسها از وبلاگ خرداد 88 from Flickr, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11716864
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Iranische Christen bitten um Solidarität und Gebet für neun Männer aus der Stadt Rasht, die der dortigen „Church of Iran“ angehören. Die Männer wurden aufgrund ihres christlichen Glaubens und ihrer christlichen Aktivitäten zu jeweils fünf Jahren Haft verurteilt, wie die Organisation Middle East Concern berichtet.

Abdolreza Haghnejad ist Pastor und wurde am 10. Februar während einer Razzia der iranischen Revolutionsgarde verhaftet. Der Zugriff erfolgte während eines Gottesdienstes in einer Hausgemeinde in Rascht, bei der Pastor Matthias Haghnejad predigte. Die Beamten beschlagnahmten Bibeln und Handys, schreibt das internationale überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors.

Untersuchung wegen Förderung des Zionismus

Khalil Dehkanpour, Hossein Kadivar, Kamal Naamanianer, Mohammad Vafada, Shahrooz Eslamdous, Babak Hosseinzadeh, Mehdi Khatibi und Behnam Akhlaghi gehören derselben Kirche an; sie wurden zwischen dem 31. Januar und dem 23. Februar verhaftet. Im März wurden sieben der Angeklagten gegen Kaution von 150 Millionen Toman (12.500 US-Dollar) freigelassen, lediglich Abdolreza und Shahrooz blieben inhaftiert. Am 24. Juli wurde Pastor Abdolreza und den acht anderen in einer Voruntersuchung vorgeworfen, die nationale Sicherheit zu gefährden und den Zionismus zu fördern. Richter Mohammed Moghiseh wies den Anwalt, der fünf der Angeklagten vertrat, ab.

Die Angeklagten lehnten es ab, sich durch einen vom Gericht ernannten Pflichtverteidiger vertreten zu lassen. Daraufhin verlegte der Richter fünf der Männer in das Teheraner Evin-Gefängnis. Am 28. Juli erschienen die anderen vier – Mohammad, Kamal, Hossein (Elisha) und Khalil – vor Gericht und wurden mit den gleichen Vorwürfen konfrontiert. Richter Moghiseh bezeichnete die Bibel als Fälschung und beschuldigte die Angeklagten, den Zionismus zu fördern.

An der abschliessenden Anhörung am 23. September konnte der Anwalt der Beklagten teilnehmen. In dem am 13. Oktober verkündeten Urteil wurden jeweils fünf Jahre Gefängnis wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit verhängt. Die Verurteilten haben gegen die Urteile Berufung eingelegt.

1 KOMMENTAR

  1. Was ich immer wieder bemerkenswert finde, wie wenig solche Nachrichten in der christlichen Welt zum Thema werden. Man könnte fast meinen, es sei denen peinlich oder schnuppe. Trotz meiner grundlegenden Distanz zu Religionen stört es mich gewaltig, wenn gläubige Menschen von religiösen Fanatikern drangsaliert werden. Nicht nur hier nimmt der Islam eine äußerst üble Spitzenposition ein.

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