Links im Hintergrund die Synagoge von Halle; im Vordergrund der Eingang zum jüdischen Friedhof. Foto Allexkoch, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42881121
Links im Hintergrund die Synagoge von Halle; im Vordergrund der Eingang zum jüdischen Friedhof. Foto Allexkoch, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42881121
Lesezeit: 2 Minuten

Die israelische Staatsführung zeigte sich schockiert und verurteilte auf das Schärfste den antisemitischen Angriff auf eine Synagoge in Halle während des Jom-Kippur-Feiertages, dem heiligsten Tag im jüdischen Kalender.

Premierminister Benjamin Netanyahu sagte, dass der Angriff „ein weiterer Beleg dafür ist, dass der Antisemitismus in Europa zunimmt“. „Im Namen des israelischen Volkes möchte ich den Familien der Opfer mein Beileid aussprechen und den Verletzten eine schnelle Genesung wünschen“, fügte er hinzu. Er forderte die deutschen Behörden auf, „entschlossen gegen den Antisemitismus vorzugehen“.

Präsident Reuven Rivlin erklärte, Israel sei „fassungslos und betrübt von den schrecklichen antisemitischen Taten in Deutschland“. „Wir werden weiterhin für Aufklärung und Gedenken im Kampf gegen den Antisemitismus eintreten, der in Europa und der ganzen Welt immer wieder seinen Kopf erhebt. Dies auf der Grundlage eines klaren Bewusstseins, dass es sich nicht nur um ein Problem der Juden handelt, sondern uns alle zu zerstören droht“, sagte er.

Aussenminister Yisrael Katz sagte, er sei „zutiefst schockiert über den Terroranschlag vor einer Synagoge in Deutschland, der mich an dunkle Zeiten in der jüdischen Geschichte erinnert“. Er forderte die deutsche Bundesregierung ebenfalls auf, „den Kampf gegen den Antisemitismus zu intensivieren und die Täter vor Gericht zu bringen“.

Der Vorsitzende der Jewish Agency, Isaac Herzog, sagte, dass „die ganze Welt sieht und hört was passiert und verstehen muss, dass es im Kampf gegen Judenhass und Antisemitismus keine Kompromisse geben darf“.

Der israelische Minister für Einwanderung und Integration Yoav Galant forderte „alle europäischen Juden auf, die zionistische Vision mit den Worten des Propheten Hesekiel (36,24) zu erfüllen -„Ich werde dich aus den Ländern versammeln, in denen du verstreut bist, und ich werde dir das Land Israel geben“.

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8 KOMMENTARE

  1. Danke Herr Lustenberger für Ihre Antwort. Zu den beiden anderen (sky und Nussknacker56) kann ich nur sagen, ich bin froh, nicht so engstirnig und indoktriniert zu sein! Einen derart agressiven Auftritt verbietet mir mein Anstand. Wünsche dennoch auch Ihnen einen schönen Tag.

    • Mein besonderer Dank gebührt nussknacker56 für seine klaren und unmissverständlichen Worte und natürlich auch sky, für sein Statement gegen den sich wieder im Aufwind befindlichen hässlichen braunen Sumpf. Hansruedi Schnider meint, einen derart aggressiven Auftritt verbiet mir mein Anstand…Im Gegenteil, diese beiden Kommentarschreiber, nussknacker56 und sky besitzen eine ganze Menge Zivilcourage und Aufrichtigkeit und benennen die Dinge wie sie sind. Menschen mit solchen positiven Eigenschaften sind heute leider dünn gesät.

  2. Nein, schnider hansruedi, einem rechtsradikalen Dampfplauderer und geistigen Sympathisant des Mörders von Halle muss gar nichts erklärt werden. Das wäre auch vollkommen sinnlos.

    Wer glaubt, mit Floskeln wie „Es gibt keinerlei Gründe solche Taten zu beschönigen.“ im Nachfolgenden genau diese Beschönigung vornehmen zu können, verdient keine Antwort sondern eine Ankündigung der Staatsanwaltschaft, dass er ein Ermittlungsverfahren zu erwarten hat.

    Und sei es nur, damit Ihre Geisteshaltung aktenkundig wird.

  3. Danke für ihren Kommentar Herr Lustenberg.
    Ja, die braune Fratze zeigt sich noch in einem „unschuldigen“ Mäntelchen.
    Wehren wir den Anfängen und zeigen mit den Finger auf alle die sich als Antisemiten zu erkennen geben, damit es nach nicht wieder heißt „wir haben doch von nichts gewusst“.

  4. Es gibt keinerlei Gründe solche Taten zu beschönigen. Erlaube mir dennoch zwei Bemerkungen:
    1. Antisemitismus ist ein Problem für die Juden und nicht für die ganze Gesellschaft.
    2. Zum Nachdenken: Mir sind keine Anschläge auf buddhistische Klöster bekannt…woran das wohl liegen mag?

    • Herr Schnider schreibt: Antisemitismus ist ein Problem für die Juden und nicht für die ganze Gesellschaft. Dieser infamen Behauptung möchte ich energisch widersprechen. Selbstverständlich ist Antisemitismus ein gesellschaftliches Problem, das sich in sämtlichen Bevölkerungsschichten widerspiegelt. Herr Schnider möchte gerne suggerieren, dass die Juden eigentlich selber schuld sind, dass der Antisemitismus überhaupt existiert. Weiter schreibt Herr Schnider, zum Nachdenken: Mir sind keine Anschläge auf buddhistische Klöster bekannt…woran das wohl liegen mag? Eine Antwort auf diesen absolut unzulänglichen und widerlichen Gedankengang des Kommentators erübrigt sich. Herr Schnider begibt sich mit seinen unqualifizierten Aussagen zweifellos in das Dunstfeld von Antisemitismus!

      • Herr Lustenberger, dann erklären Sie mir bitte warum es sich um ein gesellschaftliches Problem handeln soll.

        ..und Ihre abschätzige Haltung zu meiner Frage „zum Nachdenken“ spricht Bände und zeugt von einer doch eher unangemessener Arroganz. Wer sich dem Nachdenken verweigert zeigt im besten Fall wie indoktriniert er ist.

        • Herr Schnider, wenn es Sie so sehr interessiert, warum es sich beim Antisemitismus um ein gesellschaftliches Problem handeln soll, ist es Ihnen freigestellt, sich selber darüber zu informieren. Zu dieser Thematik gibt es genügend aufschlussreiche und hervorragende Literatur. Zu Ihrem letzten Satz, wer sich dem Nachdenken verweigert, usw…möchte ich folgendes sagen: Ich habe keine Lust und finde es eine reine Zeitverschwendung mit Leuten zu kommunizieren, die einfach ihren unterschwelligen Antisemitismus kundtun wollen. Punkt!

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