Trotz archäologischer Beweise, jüdische Geschichte Jerusalems wird immer wieder geleugnet

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Das Siegel, welches nahe der Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem gefunden wurde und (auf Hebräisch) den Namen Adenyahus trägt, eines Sohnes von König David, der im biblischen Buch der Könige erwähnt wird. Foto Eliyahu Yanai/City of David Foundation.
Das Siegel, welches nahe der Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem gefunden wurde und (auf Hebräisch) den Namen Adenyahus trägt, eines Sohnes von König David, der im biblischen Buch der Könige erwähnt wird. Foto Eliyahu Yanai/City of David Foundation.
Lesezeit: 4 Minuten

Die City of David Foundation hat den arabischen Bemühungen, die 3.000 Jahre währende Verbindung des Judentums mit Jerusalem auszulöschen, einen erheblichen Schlag versetzt. Am 9. September gab der führende Archäologe der Stiftung, Eli Shukron, die Entdeckung eines 2.600 Jahre alten königlichen Siegels bekannt, das nahe der Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem gefunden wurde und (auf Hebräisch) den Namen Adenyahus trägt, eines Sohnes von König David, der im biblischen Buch der Könige erwähnt wird.

Dr. Lawrence A. Franklin

Wie auch frühere archäologische Entdeckungen in Israel wird jedoch auch diese der langfristigen internationalen Kampagne zur Delegitimierung des jüdischen Staates durch Umschreiben und Verzerren seiner Geschichte – sogar durch Umbenennen von jüdischen Stätten wie des Rahelgrabes in „Bilal-Moschee“ (der Ort war nie eine Moschee) und des Grabes der Patriarchen in die Abraham-Moschee – kaum Abbruch tun.

Diese internationale Kampagne zur Delegitimierung gab es darüber hinaus bereits vor der Gründung des modernen jüdischen Staates.

Die alten Römer versuchten, dem Gebiet, um es römischer zu machen, die jüdische Identität zu nehmen, indem sie Judäa umbenannten in „Syria Palaestina“.

Später nutzte Abd al-Malik ibn Marwan, der fünfte Kalif der Umayyaden-Dynastie in Syrien – der im späten 7. Jahrhundert herrschte – die Taktik der Delegitimierung sowohl des Judentums als auch des Christentums, indem er den Felsendom auf dem Tempelberg in Jerusalem errichtete, über jener biblischen Stelle, wo Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte – und auch der Stelle, an der zwei Mal jüdische Tempel zerstört wurden. Die berühmte Klagemauer, eine Stützkonstruktion des Tempelbergs, ist der letzte Überrest ihrer Existenz.

In der neueren Zeit versuchte sich der verstorbene PLO-Vorsitzende Jassir Arafat an dieser Taktik revisionistischer Geschichtsschreibung, als er – während der von den USA vermittelten palästinensisch-israelischen Friedensgespräche in Camp David im Jahr 2000 – behauptete, der erste und der zweite jüdische Tempel seien nicht in Jerusalem errichtet worden, sondern weit entfernt in Nablus.

Diese Episode folgte einem erstaunlichen Bericht des palästinensischen Informationsministeriums drei Jahre zuvor, demzufolge keine archäologischen Ausgrabungen in Jerusalem jemals jüdische Artefakte zutage gefördert hätten.

In einer intensiven Recherche der Palestinian Media Watch heisst es jedoch:

Das Umschreiben der Geschichte des Landes Israel, um Israel das Existenzrecht abzusprechen, ist zentrales Element der Politik der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Lange, bevor sie die Terrorkampagne (die „Intifada“, 2000–2005) ins Rollen brachte, führte die PA einen Krieg um die Geschichte – sie wollte die jüdische Geschichte auslöschen und sie durch eine erfundene palästinensische Geschichte ersetzen. Dieses Umschreiben verfolgt zwei zentrale Ziele:

    1. Die 3.000-jährige Geschichte der jüdischen Nation im Land Israel auszulöschen und
    2. eine antike Geschichte von Palästinensern, Muslimen und Arabern in diesem Land zu erfinden.

Das Ziel dieser Geschichtsrevision als politische Strategie wurde zum ersten Mal bei einer Konferenz palästinensischer Historiker 1998 öffentlich geäussert, als das Umschreiben der Geschichte mit dem politischen Ziel, Israel das Existenzrecht abzusprechen, verbunden wurde:

„Dr. Yussuf Alzamili [Vorsitzender der historischen Abteilung, Khan Yunis Educational College] rief alle Universitäten und Hochschulen dazu auf, die Geschichte Palästinas zu schreiben und zu schützen und den [ausländischen] Implantaten und Feinden nicht zu ermöglichen, diese zu verzerren oder die Existenz von Juden in diesem Land zu legitimieren… [Der Geschichtsdozent Abu Amar] stellte klar, dass es keine Verbindung zwischen den historischen Generationen der Juden und der neuen Generation gebe.“ [Al-Ayyam, 4. Dezember 1998]

Der Auslöschung der jüdischen Geschichte im Land Israel folgt die Erfindung von antiker und moderner Geschichte seitens der PA, mit der deren politische Ideologie und ihr Anspruch auf das Land Israel gestützt werden. Der Holocaust sowie weitere Aspekte jüdischer Geschichte werden abwechselnd geleugnet, heruntergespielt oder verzerrt. Eine weitere Verzerrung ist, vor den Palästinensern zu verbergen, dass Jesus ein Jude war, der in Judäa, Israel, lebte. Führer der PA haben wiederholt Jesus als Palästinenser dargestellt, der den Islam predigte, und so nicht nur jüdische Geschichte, sondern auch die Geschichte und Legitimität des Christentums bestritten.

Die kumulative Wirkung dieser gemeinsamen Anstrengung war sowohl kontrafaktisch als auch unselig. Bereits im Jahr 2006 verabschiedete die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) eine Resolution, worin der Tempelberg – die heiligste Stätte des Judentums – nur mit ihrem arabisch-islamischen Namen, al-Haram al-Sharif, erwähnt wurde.

Nichtsdestotrotz bestätigen eine umfangreiche Dokumentation aus der Antike und zahllose archäologische Funde weiterhin sowohl die Verbindung des Judentums mit Jerusalem als auch die jahrtausendealte Präsenz des jüdischen Volkes im Land Israel.

An vorderster Stelle unter den Funden, die Beleg für die antiken Schriften über die Juden und Jerusalem sind – neben der Bibel, wovon vieles durch die neue Ausgrabung in der Davidsstadt grossartig bewiesen wird – stehen die Geschichtsbücher von Josephus Flavius (37–100 AD), Die Geschichte des Peloponnesischen Krieges von Thukydides und die berühmten Schriftrollen vom Toten Meer. Darüber hinaus gibt es aussergewöhnliche Ausgrabungen des israelischen Archäologen Dr. Eilat Mazor, der im Jahr 2012 eine Mauer aus der Zeit Salomons und weitere ähnliche Stätten ausgrub. Davor und danach gab es viele weitere Entdeckungen, wie zum Beispiel eine breite Strasse voller Überreste von Geschäften und Tunneln, wie im Neuen Testament erwähnt, nahe der Klagemauer.

Was palästinensische Propaganda angeht, scheint jedoch nichts davon von Belang zu sein. Just in der Woche Anfang September, als die City of David Foundation das antike hebräische Siegel, das nahe der Klagemauer gefunden wurde, vorstellte, sagte Dr. Ghassan Weshah, Leiter der Abteilung für Geschichte und Archäologie an der Islamischen Universität Gaza, dem Nachrichtendienst Felesteen in Gaza:

„Eine der grössten Lügen der Zionisten bezüglich der al-Aqsa-Moschee ist, sie sei auf den Ruinen des Tempels, der am 21. August 586 v. Chr. zerstört wurde, erbaut worden. Dies ist eine falsche Aussage. Es gibt unter der al-Aqsa-Moschee kein anderes Gebäude.“

Würden Behauptungen wie die Weshahs nicht von Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft ernst genommen, würden sie von den riesigen Mengen an unwiderlegbaren gegenteiligen wissenschaftliche Beweisen als die Propagandawerkzeuge, die sie sind, verworfen. Es ist daher die Pflicht aller redlichen Wissenschaftler, wachsam zu sein und die Fakten entschlossen richtigzustellen.

Dr. Lawrence A. Franklin war Länderreferent für den Iran im Büro des US-Verteidigungsministers, im aktiven Dienst der amerikanischen Armee und als Colonel in der Air Force Reserve tätig. Auf Englisch zuerst erschienen bei Gatestone Institute. Übersetzung Audiatur-Online.

1 KOMMENTAR

  1. Das die Palästinenser Lügen verbreiten ist klar. Nicht das ist das Problem. Das Problem ist, dass der Westen diese Lügen glaubt und sie übernimmt – trotz besseren Wissens. Warum? Ich nehme an: Öl, Märkte, Angst vor Terror und Antisemitismus.
    lg
    caruso

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