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Ein neuer Bericht deckt auf wie sich die Führungspersönlichkeiten von „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“ (BDS) hinter einer Maske von liberalen Werten und Menschenrechten verstecken – während sie gleichzeitig Inhalte in Bezug auf Israel verbreiten, die offensichtlich antisemitisch sind.

Heute Nachmittag hat im Europäischen Parlament in Brüssel, der israelische Minister für strategische Angelegenheiten Gilad Erdan, den Bericht „Behind the Mask – Der antisemitische Charakter von BDS entlarvt“ vorgestellt. Der Anlass wurde von der European Jewish Association (EJA), angeführt von Rabbiner Menachem Margolin, organisiert. An der Vorstellung des Berichtes nahmen auch die beiden Sonderbeauftragten für den Kampf gegen Antisemitismus der USA, Elan Carr und der EU, Katharina von Schnurbein und Abgeordnete des Europäischen Parlaments und führende jüdische Organisationen, teil. Morgen soll der Bericht auch dem deutschen Bundesinnenminister Horst Seehofer und dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Dr. Felix Klein in Berlin überreicht werden.

Zahlreiche Beispiele des Berichts über den Antisemitismus in der Führungsriege der BDS-Kampagne wurden heute im Europäischen Parlament vorgestellt, darunter der Aufruf an Juden „in die Gaskammern zurückzukehren!“, der Vorwurf sie würden Wasservorräte vergiften, Anschuldigungen einer weltweit agierenden „jüdischen Lobby“, Gleichstellung von Nazi-Deutschland und Israel und der Aufruf den jüdischen Staat zu vernichten. Dabei wurde gezeigt wie Juden und Israelis mit vulgär- antisemitischen Stigmata dargestellt werden, darunter als Schweine, Kraken, mit überdimensionierten Nasen, mit Besessenheit zu Reichtum oder dem Wunsch die Welt zu kontrollieren.

Alan Dershowitz, emeritierter Professor für Rechtswissenschaften an der Harvard Law School, sagt dazu:

„Wie in diesem Bericht gezeigt, haben viele Führer palästinensischer Organisationen, die unter dem Deckmantel der Förderung der Menschenrechte und zur Stärkung der Idee einer „aktiven palästinensischen Zivilgesellschaft“ gegründet wurden, die antisemitische Rhetorik und dessen Motive verbreitet und bekräftigt. Die unerbittliche Delegitimierung und Dämonisierung des jüdischen Staates tragen direkt oder indirekt zur Stigmatisierung der Juden als Individuen bei.“

Der Bericht erwähnt das Phänomen des gegenwärtigen Antisemitismus und von BDS und stellt fest, dass es einen besorgniserregenden Anstieg beim Antisemitismus von Seite der extremen Linken gibt, bei dem Personen, die behaupten sie würden anti-rassistische und anti-imperialistische Ansichten vertreten, tatsächlich antisemitische Narrative oder Stigmen verbreiten, wenn sie ihr Unbehagen über die Politik oder die Massnahmen der israelischen Regierung zum Ausdruck bringen (Artikel 17 des UN-Berichts).

Der Bericht zeigt wie die BDS-Kampagne in den letzten 15 Jahren Antisemitismus im Westen verbreitet und die Dämonisierung und Delegitimierung des Staates Israel vorangetrieben hat. Ferner zeigt der Bericht, dass die BDS-Kampagne die antisemitische Rhetorik gegen Juden weltweit verschärft hat.

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„Heute haben wir über jeden Zweifel hinaus nachgewiesen, dass BDS eine antisemitische, von Terrorunterstützern geführte Kampagne ist, die ein Ziel hat: die Beseitigung des Jüdischen Staates. Ich fordere westliche Staaten dazu auf, sich nicht an den antisemitischen Lügen von der BDS-Kampagne zu beteiligen, ihren Rassismus nicht zu legitimieren und sicherlich nicht zu finanzieren.“ so Minister Gilad Erdan.

Die vom in Ramallah ansässigen BDS-Nationalkomitee angeführte Bewegung „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“, die sich hinter der Maske der Förderung der palästinensischen Menschen- und Bürgerrechte versteckt, führt eine fortlaufende Delegitimierungskampagne gegen Israel durch, einschliesslich antisemitischer Rhetorik und Bilderdarstellungen, heisst es im Bericht weiter.

„Behind the Mask“ dokumentiert in über 80 Beispielen, wie weltweit führende BDS-Aktivisten oder Organisationen Inhalte verbreitet haben, die nach der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) – Arbeitsdefinition Antisemitismus als antisemitisch einzustufen sind. Die Beispiele in diesem Bericht sind in drei Hauptkapitel unterteilt: Ausdruck des klassischen Antisemitismus; Holocaust-Inversion; und die Negierung des Selbstbestimmungsrechts des jüdischen Volkes.

Bereits im Februar 2019 veröffentlichte das Ministerium für strategische Angelegenheiten den Bericht „Terroristen in Anzügen“, der mehr als 100 Verbindungen zwischen den als terroristisch eingestuften Organisationen, Hamas und Palästinensische Befreiungsfront (PFLP) und bekannten BDS-Organisationen, aufzeigte.

Bericht zum Download:
Eine deutsche Zusammenfassung des Berichtes in in PDF-Format.
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