Anti-Drogen-Einheit der PA-Polizei. Foto Screenhsot Youtube
Anti-Drogen-Einheit der PA-Polizei. Foto Screenhsot Youtube
Lesezeit: 6 Minuten

Der von der Hamas regierte Gazastreifen dient seit langem als Stützpunkt für verschiedene Terror-Gruppen, die für Tausende von Terroranschlägen gegen Israel verantwortlich sind. In den letzten Jahrzehnten waren diese Gruppen unter anderem auch damit beschäftigt, verschiedene Arten von Waffen aus Ägypten in den Gazastreifen zu schmuggeln.

von Bassam Tawil 

Die palästinensischen Terroristen schmuggeln offenbar auch verschiedene Arten von illegalen Drogen in den Gazastreifen. Alarmiert durch den zunehmenden Schmuggel illegaler Drogen hat die Hamas begonnen, eine Kampagne gegen die Drogenhändler zu führen.

Anfang dieses Jahres kündigte die Hamas an, dass ihre Sicherheitskräfte eine grosse Ladung Haschisch beschlagnahmt haben, die aus Ägypten in die Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen geschmuggelt wurde.

Später startete das von der Hamas kontrollierte Innenministerium eine Hotline für anonyme Informationen und Hinweise zu Drogenkriminalität.

Das scharfe Vorgehen erfolgte nach Vorwürfen, dass es den Hamas-Herrschern im Gazastreifen nicht ernst damit sei, das Problem des Drogenhandels zu lösen.

Laut verschiedenen Berichten erkaufen sich viele der von der Hamas gefangenen Drogenhändler oft den Weg aus dem Gefängnis, indem sie grosse Mengen an Kaution in bar an von der Hamas kontrollierte Gerichte zahlen. Einige der Drogendealer, die für ihre Zugehörigkeit zur Hamas bekannt sind, vermeiden eine Strafverfolgung: Neben den illegalen Drogen schmuggeln sie auch Waffen für palästinensische Terrorgruppen.

Die palästinensische Journalistin Mirvat Oaf stellte fest, dass die Schmuggeltunnel entlang der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten seit langem eine wichtige Rolle bei der Überflutung der von der Hamas regierten Küstenregion mit verschiedenen Arten von illegalen Drogen spielen.

Nach inoffiziellen Statistiken, sagte sie, wird die Zahl der Drogenabhängigen im Gazastreifen auf mehr als 100.000 geschätzt. „Das ist eine sehr hohe Zahl für den Gazastreifen, der zwei Millionen Einwohner hat“, fügte sie hinzu. „Vor drei Jahren wurde die Zahl der Drogenabhängigen im Gazastreifen auf 200.000 geschätzt. Diese Zahlen haben die Palästinenser schockiert.“

Anstatt ihre Verantwortung für die Versäumnisse bei der Bekämpfung des Drogenhandels anzuerkennen, haben die Hamas-Führer versucht, allen ausser sich selbst die Schuld zu geben.

Sie sind bestrebt, die Palästinenser davon zu überzeugen, dass Israel und die Gegner der Hamas in der palästinensischen Fatah-Fraktion unter der Leitung des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, für die Überflutung des Gazastreifens mit illegalen Drogen verantwortlich sind.

Diese Vorwürfe sind Teil einer alten Ritualmordlegende, die von Palästinensern im Zusammenhang mit der anhaltenden Aufhetzung gegen Israel häufig verwendet wird Der Vorwurf basiert auf der erfundenen Behauptung, dass Israel junge Palästinenser „bestechen“ will, indem man sie mit illegalen und tödlichen Drogen versorgt.

Schon im Jahr 2009 behauptete ein Hamas-Sprecher, dass Israel Viagra-Pillen (zur Behandlung von Erektionsstörungen oder Impotenz bei Männern) und illegale Drogen in den Gazastreifen schickte.

Die mit der Hamas verbundene Al-Majd-Website hat auch wiederholt den „zionistischen Geheimdienst und seine Agenten“ beschuldigt, die palästinensischen Gebiete mit illegalen Drogen überflutet zu haben.

Die Gegner der Hamas in der Palästinensischen Behörde waren auch an der Verbreitung dieser Verleumdung gegen Israel beteiligt. Im Jahr 2014 wurde Adnan Damiri, Sprecher der im Westjordanland stationierten palästinensischen Sicherheitskräfte mit den Worten zitiert, dass Israel „eine schockierende Menge von Drogen auf unser Land gespuckt und erbrochen hat“.

Der Versuch der Palästinenser, einen Zusammenhang zwischen Israel und illegalen Drogen im Westjordanland und im Gazastreifen herzustellen, ist nicht weniger gefährlich als ihre Terroranschläge auf Israel. Die Palästinensische Autonomiebehörde und die Hamas senden die folgende Botschaft an ihr Volk: Die Juden verschwören sich, um die Palästinenser zu zerstören, indem sie illegale Drogen an unsere Gemeinschaft liefern. Deshalb müssen wir diese Juden bekämpfen, um sie daran zu hindern, ihr Ziel zu erreichen.

Die Palästinenser haben nie einen Hauch von Beweisen geliefert, um diese falsche Anschuldigung gegen Israel zu bestätigen. Warum sollten sie zulassen, dass die Wahrheit einer guten Geschichte im Weg steht? Die palästinensischen Führer sind Experten, wenn es darum geht, Israel und den Juden anstelle der wirklichen Quellen die Schuld für das ganze Elend ihres Volkes zu geben.

Falsche Anschuldigungen werden auch von palästinensischen Klerikern geäussert, die für ihre aggressive Aufhetzung gegen Israel und Juden bekannt sind. So sagte der palästinensische Kleriker Imad Hamatu 2017 in einer Freitagsgebetspredigt im offiziellen Fernsehsender der Palästinensischen Autonomiebehörde: „Juden verbreiten Korruption, Prostitution und Drogen in der arabischen Welt“.

In seiner Ansprache behauptete Hamatu, dass die Juden, die er „die Töter der Propheten und Unschuldigen“ nannte, Unruhe in der arabischen Welt auslösten und Korruption, Prostitution und Sex verbreiteten. Er behauptete weiter, dass der US-Geheimdienst über eine „Einheit zur Kontrolle der Stimmungslage der Welt“ verfüge, die Tramadol und andere Pillen durch Israel nach Gaza, Jordanien und in die Levante leitet. „Sie kontrollieren, was du und deine Kinder denken“, fügte er hinzu.

Ein Jahr später verkündete Osama al-Tibi, ein weiterer palästinensischer Kleriker, der einen bekannten Hadith zitierte – die Worte und Taten des Propheten Mohammed -, dass der Konflikt zwischen den Juden und Muslimen bis zum Jüngsten Gerichtstag andauern werde, an dem sich die Juden hinter den Felsen und Bäumen verstecken würden, die die Muslime aufrufen würden, die Juden zu töten.

„Die Juden zeigen ihre Reisszähne, wann immer sie die Gelegenheit dazu haben. Sie verbreiteten die Verderbnis im Land, und sie säen Unruhe unter den Dienern Allahs. Sie verhalten sich in Allahs Land tyrannisch, sie schmieden Verschwörungen, und sie intrigieren. Sie verfolgen nur ihre eigenen Interessen…..

„Eine weitere ihrer abscheulichen Eigenschaften ist, dass sie gegen Vereinbarungen und Abmachungen verstossen. Der Koran sagt: “ Wie kommt es, dass jedes Mal, wenn sie einen Bund schliessen, eine Gruppe unter ihnen ihn verwirft? Allah verfluchte sie, weil sie gegen ihren Bund verstossen haben, und machte sie zu Affen, Schweinen und Anbetern falscher Götter.“

Vor kurzem hat das Problem der illegalen Drogen im Gazastreifen eine neue Wendung genommen, als sich herausstellte, dass die palästinensischen Terroristen und Drogendealer unschuldige Frauen ausbeuten.

Die Aufdeckung wurde während eines Seminars von Menschenrechts- und Frauenorganisationen im Gazastreifen gemacht. Sprecher des Seminars sagten, dass mehrere palästinensische Frauen, die zur medizinischen Behandlung nach Ägypten reisten, von den ägyptischen Behörden wegen des Besitzes illegaler Drogen verhaftet wurden. „Die Frauen wurden getäuscht und von Drogenhändlern im Gazastreifen benutzt“, betonten die Referenten.

Eine Frau sagte, dass ihre Mutter von einem Drogendealer getäuscht wurde, nachdem er sie überredet hatte, Shampoo und Cremes für seine Verwandten in Ägypten mitzunehmen. Sie sagte, dass ihre Mutter nun unter harten Bedingungen in einem ägyptischen Gefängnis wegen des Besitzes illegaler Drogen festgehalten werde.

Hassan al-Swairki, ein Beamter der in Gaza ansässigen „Anti-Drogen-Agentur“, teilte mit, dass mindestens 14 palästinensische Frauen Opfer von Drogenhändlern geworden seien und in ägyptischen Gefängnissen festgehalten worden seien, weil sie illegale Drogen nach Ägypten geschmuggelt hätten.

Im Einklang mit der Ritualmordlegende der Palästinenser ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie einen Weg finden werden, um Israel und den Juden die Schuld für die schamlose Ausbeutung unschuldiger Frauen zu geben, die eine medizinische Behandlung in Ägypten suchen. Diese Frauen hofften auf eine medizinische Behandlung (in einem arabischen Land), die ihnen von ihren Hamas-Herrschern im Gazastreifen verweigert wird und landeten dafür im Gefängnis, weil sie von Kriminellen und Terroristen getäuscht wurden, die im Geschäft mit Waffen und illegalen Drogen tätig sind.

Unter den derzeitigen Umständen ist es unwahrscheinlich, dass die palästinensischen Führer im Westjordanland und im Gazastreifen irgendeine Verantwortung für den weit verbreiteten Konsum und den Schmuggel illegaler Drogen in ihre Gebiete übernehmen werden.

Sie werden auch kaum die Kriminellen und Terroristen anprangern, die Drogen in die Shampoo- und Cremeflaschen kranker Frauen platziert haben, bevor sie zur medizinischen Behandlung in Ägypten reisten. Stattdessen werden die palästinensischen Führer ihr Volk weiterhin gegen Israel und die Juden aufstacheln und Ritualmordlegenden jeglicher Art überall und jederzeit verbreiten. Auf diese Weise können die Palästinenser weiterhin Juden jagen – ob sie nun hinter Bäumen und Felsen oder in Sichtweite sind.

Bassam Tawil ist Muslim und lebt als Wissenschaftler und Journalist im Nahen Osten. Auf Englisch zuerst erschienen bei Gatestone Institute. Übersetzung Audiatur-Online.

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