Jibril Rajoub während einer Pressekonferenz in Ramallah am 6. Juni 2018. Foto Flash90
Jibril Rajoub während einer Pressekonferenz in Ramallah am 6. Juni 2018. Foto Flash90
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„Auschwitz ist hier in jeder Stadt in Palästina“, sagte Fatah-Zentralausschusssekretär Jibril Rajoub Anfang dieses Monats gegenüber dem kuwaitischen Fernsehen. In einem Gespräch mit dem kuwaitischen Fernsehsender Sawt Al-Arab am 8. Juli verglich Rajoub das nationalsozialistische Vernichtungslager mit Israels angeblich „systematischer Politik, mit barbarischen und rassistischen Lebensbedingungen und Verhaltensweisen, um den Gefangenen körperlichen und geistigen Schaden zuzufügen“.

 

Jibril Rajoub bekleidet auch noch die folgenden Ämter: Vorsitzender des Obersten Rates der PLO für Sport und Jugend, Vorsitzender des Palästinensischen Fussballverbandes, Vorsitzender des Palästinensischen Olympischen Komitees und Vorsitzender des Palästinensischen Pfadfinderverbandes (PSA).

Dies war nicht das erste Mal, dass Rajoub zu diesem abstrusen Vergleich kam. Im Februar 2019, während eines Protestes gegen eine von den USA geführte Konferenz in Warschau, auf der über Frieden und Sicherheit im Nahen Osten diskutiert wurde, erklärte er, dass es „in jeder Stadt in Palästina, von Rafah bis Jenin, ein israelisches Auschwitz gibt, in dem Palästinenser massakriert werden“.

Der internationale Fussballverband FIFA hat ein Ermittlungsverfahren gegen Jibril Rajoub, den Vorsitzenden des palästinensischen Fussballverbandes, eingeleitet, dies als Reaktion auf eine detaillierte Beschwerde der israelischen NGO Palestinian Media Watch (PMW).

In der ursprünglich im Mai 2017 eingereichten Beschwerde legte PMW der FIFA Beweise dafür vor, dass Rajoub gegen die Satzung der FIFA verstossen hat, weil er den Terrorismus propagiert und verherrlicht, zu Hass und Gewalt aufstachelt, Rassismus fördert und die Nutzung des Fussballspiels zum Bau einer Brücke für den Frieden verhindert hat.

Die israelische Medienaufsichtsorganisation Palestinian Media Watch hat auch ähnliche Aussagen des Fatah-Sprechers Osama al-Qawasmi dokumentiert der erklärte, dass „kein Regime in der Geschichte – nicht Hitler, nicht die Nazis, nicht der Faschismus – das umgesetzt hat, was Israel gegen die Palästinenser umsetzt“.

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