Rabbiner rufen zum Ende der gewaltsamen Proteste in Israel auf. Foto zVg
Rabbiner rufen zum Ende der gewaltsamen Proteste in Israel auf. Foto zVg
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Die Oberrabbiner Israels trafen sich am Donnerstag mit den religiösen Verantwortlichen der israelisch-äthiopischen Gemeinschaft um gemeinsam zur Beendigung der gewalttätigen Proteste, die das Land in den letzten Tagen erlebt hat, aufzurufen.

 

Die Rabbiner betonten, dass der Kampf gegen die Vorurteile gegen die Gemeinschaft fortgesetzt werden muss und appellierten an die Polizei, der Gemeinschaft zu ermöglichen, auf friedliche Weise zu protestieren.

Die Oberrabbiner sagten, sie würden mit der Polizei sprechen, während die israelisch-äthiopischen Führer sagten, sie würden sicherstellen, dass Recht und Ordnung während der Demonstrationen aufrechterhalten werden.

Unruhestifter im ganzen Land haben in den letzten Tagen gegen den Tod von Solomon Tekah protestiert, einem 18-jährigen Israeli äthiopischer Abstammung, der von einem Polizisten während eines Streits am Sonntagabend erschossen wurde. Die äthiopische Gemeinschaft behauptet, dass er rechtswidrig erschossen wurde.

Die Krawalle umfassten das Abfackeln von Autos, das Blockieren von Hauptstraßen, mehrere Zwischenfälle, die fast mit einem Lynchen endeten, und den Massenangriff von Unruhestiftern auf Polizeistationen und Polizeikräften in mehreren Städten.

Tekahs Familie bat am Mittwochabend, die Proteste in seinem Namen zu stoppen, zumindest bis nach der Schiwah, den sieben Tagen der Trauer.

Oberrabbiner David Lau erklärte laut der Nachrichtenagentur TPS, dass der Schmerz der äthiopischen Gemeinschaft zwar verständlich sei, Gewalt gegen Zivilisten und die Sicherheitskräfte jedoch inakzeptabel seien.

„Wir sind Brüder und der richtige Weg Probleme zu lösen, ist durch den Dialog und gegenseitigen Respekt“, sagte er.

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