Maya Khadra. Foto Screenshot Youtube / Memri
Maya Khadra. Foto Screenshot Youtube / Memri
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Die in Paris lebende libanesische Journalistin Maya Khadra sagte in einem Interview am 12. Mai 2019 im Al-Hurra TV (USA), dass einige französische Politiker sich mit islamistischer Rhetorik um die Gunst der muslimischen Mehrheit in Pariser Vororten bemühen und dabei auch salafistische Moscheen besuchen.

 

Laut dem Middle East Media Research Institute (MEMRI), einer Organisation zur Beobachtung islamischer Medien, sagte Khadra, dass es nicht registrierte Organisationen gibt, die „im Dunkeln“ operieren und dabei die Ideologien von ISIS und der Muslimbruderschaft verbreiten. Katar spiele eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der Aktivitäten der Muslimbruderschaft in Frankreich und Europa. Sie erklärte weiter, dass die Muslimbruderschaft moderne und fortschrittliche Rhetorik anwende und die französische Regierung die Augen verschliesse. Khadra fügte hinzu, dass die Islamisten die Grenzen oder die Souveränität der Länder nicht anerkennen und sich wo auch immer sie sind, das Gebiet als ihren eigenen „Staat“ betrachten, in dem die Shari’a-Gesetzgebung etabliert werden sollte.

Maya Khadra:

„Einige Vertreter, die in Pariser Vororten mit muslimischer Mehrheit gewählt wurden – in allen Vororten von Paris gibt es jetzt eine muslimische Mehrheit…. ändern ihre Rhetorik und wenden sogar islamistische Rhetorik an. Sie besuchen Salafi-Moscheen.“

„Die Bedrohung und die Gefahr kommt von Institutionen, die im Dunkeln agieren. Sie sind nicht registriert und arbeiten in abgeschotteten Umgebungen. Manchmal mieten sie einen Saal und treffen sich dort, und sie verbreiten die ISIS-Ideologie in Frankreich. Wir haben das bei allen Mudschahedin gesehen, die Frankreich verlassen haben, um den Dschihad in Syrien und im Irak zu betreiben.“

„Katar zum Beispiel hat eine wichtige Rolle bei der Finanzierung vieler extremistischer Gruppen und bei der Finanzierung vieler Bewegungen der Muslimbruderschaft in Frankreich und Europa gespielt. Sie benutzen immer die gleiche Täuschung. Sie wenden eine sehr progressive und moderne Rhetorik an um ihre Ideen zu verbreiten, die sich an Minderheiten richten und ihnen das Gefühl geben, dass sie in den westlichen Ländern ungerecht behandelt werden und dass die Muslimbruderschaft ihnen eine bessere, fortschrittlichere Welt bietet. Die Methoden der Muslimbruderschaft sind sehr zeitgemäss. Diese gesamte Kampagne wird finanziert, aber der französische Staat verschliesst die Augen.“

„Jetzt bedauern sie das, denn sie haben zugelassen, dass Frankreich von einer grossen Welle des Extremismus erfasst wurde. Der Prozentsatz der Frauen, die Hijab tragen…. Ich spreche vom Niqab, nicht vom einfachen Hijab… 40% der Frauen in den Vororten von Paris tragen den Niqab.“

„Sie erkennen die Grenzen und die Souveränität der Länder nicht an. Es gibt das, was man die islamische Umma (die religiöse Gemeinschaft der Muslime) nennt. Sie wollen sie „islamisieren“. Je mehr sie in dem Land wachsen, in dem sie leben…. Sie beginnen mit der Erweiterung ihrer Nachbarschaft, ihres Viertels. Dann erreichen sie die Hauptstadt, und dann expandieren sie in andere Bereiche…. Je mehr sie sich ausdehnen, desto mehr gewinnen sie. Aus ihrer Sicht ist dies ihr eigenes Land. Es gab einmal einen Dokumentarfilm (gefilmt) in den Vororten von Paris, und sie fragten einen der Muslime dort: „Der französische Staat hilft euch, weil ihr nicht arbeitet, also warum seid ihr gegen ihn?“ Er antwortete: „Was sie mir zahlen, ist die Dschizya (Kopfsteuer.“ Sie haben eine reaktionäre Logik, die die Souveränität oder die Grenzen des Staates nicht respektiert. Sie denken, dass sie sich in ihrem eigenen Land befinden – wo auch immer sie leben mögen – und dass die Shari’a zum Gesetz werden sollte. Das ist die eigentliche Gefahr.“

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