Symbolbild. Foto dignidadrebelde, https://www.flickr.com/photos/dignidadrebelde/5719898403 Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)
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Um die Köpfe und Herzen der Jugend in Amerika und überall auf der Welt tobt ein Krieg. Der Weg ihn zu gewinnen, führt über Aufklärung.

 

von Dr. Joseph Frager

Der nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, hat darauf hingewiesen, dass die „Boycott, Divestment and Sanctions“-Bewegung“ (BDS) nichts anderes ist als die Fortsetzung jener UN-Resolution, die Zionismus mit Rassismus gleichsetzte.

Eine von Boltons grössten historischen Leistungen war die Annullierung jener furchtbaren und durch und durch antisemitischen Verleumdungsresolution, die 16 Jahre lang Bestand gehabt hatte, bis Bolton die Bühne betrat. Wir warten noch auf den Tag, an dem die BDS-Bewegung endgültig beerdigt wird.

Ich weiss, dass Bolton und US-Präsident Donald Trump alles ihnen Mögliche tun, damit es dazu kommt. Leider gibt es Universitäten wie das Swarthmore College, die nicht aufhören, die BDS-Bewegung hochzupäppeln. Im März stimmten dessen Studentenvertreter für deren Unterstützung. In Dartmouth wäre beinahe ein BDS-Unterstützer zum Dekan gewählt worden.

Die New York Times hat alles noch schlimmer gemacht, indem sie eine Karikatur veröffentlichte, in der der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu als ein Hund dargestellt wurde, der einen Davidstern am Halsband trägt und Trump führt, der als blinder Mann mit Kippah gezeichnet ist. In einer folgenden Stellungnahme – offenbar von Bret Stephens verfasst – übte die Times Selbstkritik und schrieb: „Die Times hat auf der Meinungsseite der internationalen Ausgabe einen bestürzenden politischen Cartoon veröffentlicht“.

Weiter hiess es: „Das Erscheinen einer solch offensichtlich hasserfüllten Karikatur in einem Mainstreamblatt ist Zeichen einer echten Gefahr – nicht nur der des Antisemitismus, sondern der der Achtlosigkeit gegenüber dessen Anschleichen, gegenüber der heimtückischen Art, wie dieses alte, fortdauernde Vorurteil sich einmal mehr ins öffentliche Blickfeld und die Alltagsdebatte vorarbeitet.“

„Der Antisemitismus hat erneut sein hässliches Haupt erhoben.“

Bravo, Bret Stephens. Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Selbstverständlich hat die Times eine lange Geschichte der Anti-Israel-Haltung, darum ist die Veröffentlichung dieser scheusslichen antiisraelischen und antisemitischen Karikatur für das Pro-Israel-Lager keine Überraschung. Der Antisemitismus hat erneut sein hässliches Haupt erhoben. Es ist an verantwortungsbewussten Menschen, ihn einzudämmen, ehe es zu spät ist.

Der beste Weg, dies zu tun, ist über Aufklärung. Leider wurden Amerikas Schulbücher und Lehrpläne während der Obama-Jahre mit antiisraelischen, antisemitischen anti-judäo-christlichen sowie durch und durch antiamerikanischen Einstellungen und Ideen vergiftet.

Ich muss Laurie Cardoza Moore Anerkennung dafür zollen, dass sie, was dieses Thema angeht, mehr tut als jedermann sonst. Sie sagt, die Schulbücher wiesen einen „verzerrten, einseitigen und voreingenommenen Inhalt auf, der als eine Form der akademischen Untersuchung maskiert“ sei. Laurie wurde von Eltern kontaktiert, die sie auf ein irreführendes Zitat hinwiesen, in dem der palästinensische Terrorismus mit dem Handeln der israelischen Regierung gleichgesetzt wird. Eine Beschwerde wurde eingereicht, doch sie wurde ignoriert.

Es gibt viele weitere derartige Beispiele und zutiefst gefährliche. Das Lehrmaterial von K12 (ein kommerzielles Unternehmen, das Onlineschulunterricht anbietet) für Geschichte und Sozialwissenschaft scheint von einer Vorfeldorganisation der Muslimbruderschaft erstellt worden zu sein. Der US-Präsident täte gut daran, die Muslimbruderschaft als Terrororganisation einzustufen. Dies würde einem grossen Teil der Propaganda, die diese Organisation nicht nur in Schulbüchern, sondern auch überall an den Universitäten einbringt, den Garaus machen.

Ein Krieg tobt um die Köpfe und Herzen unserer Jugend in Amerika und überall auf der Welt. Um Antisemitismus und anti-israelische Vorurteile zu bekämpfen, ist der erste Anlaufpunkt die richtige Erziehung unserer Jugend. Ein Kurs „Antisemitismus für Anfänger“ ist eine Notwendigkeit, wenn wir verhindern wollen, dass sich die Geschichte auf tragische Weise wiederholt.

Dr. Joseph Frager ist Vizepräsident des National Council of Young Israel. Auf Englisch zuerst erschienen bei Jewish News Syndicate. Übersetzung Audiatur-Online.

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