Hamas-Terroristen im südlichen Gazastreifen am 31. Januar 2017. Foto Abed Rahim Khatib/Flash90
Hamas-Terroristen im südlichen Gazastreifen am 31. Januar 2017. Foto Abed Rahim Khatib/Flash90

Laut dem neusten Bericht des Meir Amit Intelligence and Terrorism Center (ITIC), ist das Volumen der Raketen- und Mörserangriffe aus Gaza im Jahr 2018 auf 1‘119 im Vergleich zu 31 im Jahr 2017 und 15 im Jahr 2016 massiv angestiegen.

 

Zwischen Januar 2018 und April 2018, seien nur sieben Raketen abgefeuert worden. Im Mai 2018 gab es einen Anstieg auf 150 Raketen, gefolgt von 394 Raketen zwischen Juni und August. Im September und Oktober sanken die Angriffe wieder auf 40 Raketen, heisst es im Bericht.

Es folgte die grösste Eskalation von 460 Raketen, am 12. und 13. November, als zwischen Israel und der Hamas beinahe ein Krieg ausbrach. Ab Mitte November bis Ende Jahr 2018 wurden nur drei Raketen aus Gaza abgefeuert. Der aus Gaza stammende Terrorismus wurde hauptsächlich von der Hamas gesteuert und kontrolliert.

Raketen und Mörsergranatenangriffe auf Israel. Bild ITIC

Auch in Judäa und Samaria gab es 2018 viele gewalttätige Terrorangriffe in seinen verschiedensten Formen. Vor allem durch Messerattacken, Fahrzeug- und Schusswaffenattacken. Nach dem Höhepunkt im Jahr 2015 nahm der Umfang jedoch etwas ab. In den letzten Monaten des Jahres 2018 nahm die Zahl der Anschläge laut dem ITIC-Bericht allerdings wieder massiv zu. Im Jahre 2018 wurden insgesamt 12 israelische Zivilisten und Soldaten getötet, im Gegensatz zu 18 im Jahre 2017.

Was könnte 2019 passieren?

Nach Einschätzung des ITIC wird die Hamas und andere terroristische Organisationen im Jahr 2019 weitere Anstrengungen unternehmen, um terroristische Netzwerke in Judäa und Samaria aufzubauen.

Im Gazastreifen werde die Gewalt an den Grenzen anhalten. Die Hamas betrachte die sogenannten „Rückkehrmärsche“ als ihr wirksamstes Druckmittel gegen Israel.

Die Hamas könnte versuchen Druck auf Israel auszuüben, der mit dem Herannahen der Wahlen in Israel zunehmen könnte, schreibt ITIC. Dies könnte wiederum zu weiteren Eskalationsrunden führen, bei denen die Bevölkerung im westlichen Negev und möglicherweise weiter entfernte Ballungszentren, dem Raketen- und Mörserbeschuss aus Gaza ausgesetzt sein würden.

Die Politik der „kontrollierten Gewalt“ der Hamas, ziele nicht auf eine breite militärische Konfrontation mit Israel ab, heisst es im Bericht. Aber die von der Hamas und den anderen Terrororganisationen initiierte Gewalt und die sich verschlechternde wirtschaftliche Situation im Gazastreifen, schaffen eine fragile, explosive Lage mit dem Potenzial, sich zu einer breiten militärischen Konfrontation zu entwickeln, auch wenn keine Seite eine will, warnte das ITIC.

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