Symbolbild. Foto zVg
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Ein vom israelischen Ministerium für strategische Angelegenheiten herausgegebener Bericht listet mehr als 100 Verbindungen zwischen den Terrororganisationen Hamas, der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), NGOs und der antiisraelischen BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestition und Sanktionen) auf. Einige der NGOs erhalten Mittel und finanzielle Unterstützung von europäischen Staaten.

 

Über 30 der im Bericht aufgeführten Mitglieder von Hamas und PFLP bekleiden leitende Positionen in NGOs, die sich für den Boykott Israels einsetzen. Die überwiegende Mehrheit ist wegen terroristischer Verbrechen, einschließlich Mord, inhaftiert und unterhält aktive Beziehungen zu den terroristischen Gruppen.

Der Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, sagte laut der Jerusalem Post, dass die Untersuchung „die wahre Natur und die Ziele der BDS-Bewegung und ihre Verbindung zu Terrorismus und Antisemitismus offenbart“.

„Wenn Leute über die Ziele der BDS-Bewegung sprechen, machen sie sich nicht die Mühe, offizielle Erklärungen ihrer Führungspersonen zu lesen“, beklagte Erdan. „Wenn Sie es tun, wird klar, dass die Ziele ihrer Führer die gleichen sind, wie die der Anführer palästinensischer Terrororganisationen. Sie möchten, dass Israel von der Landkarte verschwindet.“

„Das Ausführen von Boykotten ist ein anderes Mittel, um dieses Ziel zu erreichen“, fügte Erdan hinzu.

Ein Beispiel dafür ist Leila Khaled, eine berüchtigte Angehörige der PFLP, die 1969 und 1973 zwei Zivilflugzeuge entführt hat, die erst 2011 Terroranschläge in Jerusalem geplant und noch im vergangenen Jahr zum „bewaffneten Kampf“ gegen Israel aufgerufen hat. Sie sammelt weiterhin aktiv Spenden für BDS-Organisationen in Europa und Südafrika.

Ein weiteres Beispiel ist Rani Sourani, Direktor des Palästinensischen Zentrums für Menschenrechte und Mitarbeiter der PFLP. Seine Organisation veröffentlicht wöchentliche Berichte, in denen zum Boykott Israels aufgerufen wird. 2014-2017 erhielt die Organisation 1,5 Millionen Dollar finanzielle Unterstützung aus Europa. Sourani und der Direktor der Rechtsabteilung des Palästinensischen Zentrums für Menschenrechte Iyad al-Alamo leisteten der Hamas noch 2017 Rechtshilfe und Beratung.

Salah Hammouri, ein verurteilter PFLP-Terrorist, der 2005 versuchte den ehemaligen Oberrabbiner Ovadia Yosef zu ermorden und im Rahmen des Deals zur Befreiung von Gilad Schalit aus der Hamas-Gefangenschaft entlassen wurde, ist Mitarbeiter bei Adameer, einer Organisation die BDS unterstützt.

Salah Hamouri mit PFLP Flagge. Foto zVg

Oder Mustapha Awad, ein in der Hisbollah ausgebildetes PFLP-Mitglied. Er ist aktiv in der in den USA ansässigen NGO Samidoun, die sich mit der PFLP abstimmt, um die Freilassung palästinensischer Terroristen aus dem Gefängnis voranzutreiben. Die NGO unterstützt die antiisraelische Boykott-Bewegung BDS und die anhaltenden Unruhen an der Grenze zu Gaza. Mustapha Awad wurde verhaftet, weil er Terrorismusfinanzierung und Verbindungen zur Hisbollah ermöglicht hat.

Es gibt Personen, die „tagsüber leitende Positionen in NGOs besetzen, welche BDS unterstützen und nachts Mitglieder von terroristischen Organisationen sind“, erklärte Minister Erdan in der israelischen Online Zeitung Arutz Sheva.

Das BDS-Nationalkomitee (BNC), die in Ramallah ansässige Führung der globalen BDS-Boykottbewegung, besteht aus palästinensischen nationalen und islamischen Kräften, zu denen auch die Hamas, die PFLP und eine weitere international designierte Terrororganisation, der Palästinensische Islamische Dschihad, gehören.

BDS-Nationalkomitee (BNC). Foto zVg

Erdan sagte, dass „es Mitglieder der Hisbollah gibt, die durch die Europäischen Parlamente schlendern und sich als Aktivisten der Zivilgesellschaft präsentieren, während sie sich für die Freilassung von Terroristen einsetzen“.

Erdan erklärte nach der Veröffentlichung des Berichts, dass „terroristische Gruppen Boykotte als Ergänzung zu Terroranschlägen betrachten. Nach der Aufdeckung von über 100 Verbindungen zwischen terroristischen Gruppierungen und führenden BDS-Organisationen fordere ich alle Regierungen und Finanzinstitute auf, die Aktivitäten dieser BDS-Gruppen zu untersuchen und unverzüglich alle Mittel und Unterstützungen, die sie ihnen gewähren, einzustellen.“

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