PA-Minister Hussein Al-A’araj. Foto Ministerium für Kommunalverwaltung/Facebook
PA-Minister Hussein Al-A’araj. Foto Ministerium für Kommunalverwaltung/Facebook
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Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) dämonisiert Israel auf vielerlei Weise und beschuldigt Israel oft für die Probleme innerhalb der palästinensischen Gesellschaft und selbst für die Probleme der gesamten arabischen Welt. Anlässlich einer kürzlich abgehaltenen Konferenz gaben nun ein PA-Minister und zwei palästinensische Universitätsleiter Israel die Schuld am palästinensischen Drogenproblem.

 

Israel verbreite bewusst Drogen unter palästinensischen Jugendlichen, um der jungen Generation zu schaden und „Frustration, Krankheiten sowie wirtschaftliche und soziale Schäden zu erzeugen“.

Der Minister der PA für lokale Selbstverwaltung Hussein Al-A’araj erklärte, dass Israel bewusst Drogen in die palästinensische Gesellschaft hereinlasse, um ihr zu schaden:

„Wir als Regierung, die Zivilgesellschaft und die Kommunen müssen auf diese Plage (die Drogen) achten, die unsere Gesellschaft durch die israelische Besatzung infiltriert hat und die danach strebt, eine Situation der Frustration, der Krankheit sowie der wirtschaftlichen und sozialen Folgen zu schaffen, die unsere Entschlossenheit und die Verwirklichung unseres nationalen Projekts beeinträchtigt.“

Sowohl der Präsident als auch der Dekan der Al-Quds University wiederholten die Verleumdung der PA und betonten, dass Israel „die Plage der Drogen“ in der palästinensischen Gesellschaft verbreitet und dass Israel Drogen benutzt, um „einen Krieg“ gegen junge Palästinenser zu führen. Der Dekan der Hochschul- und Wissenschaftsforschung behauptete sogar, dass Israel „spezielle Geheimdienste“ habe, die „die Drogen verteilen und ihren Transfer erleichtern“.

Laut der Medienbeobachtungsgruppe Palestinian Media Watch beschuldigte auf der gleichen Konferenz der Kommandant der Anti-Drogen-Einheit der PA-Polizei Abdallah Aliwi Israel, die Augen vor dem Umgang mit Drogen im Westjordanland verschlossen zu haben:

„Ich denke, dass man mit den Fingern auf die Schuldigen zeigen sollte. Deshalb verweise ich auf die Besatzung in diesem Zusammenhang. Die Drogenhändler in allen palästinensischen Gebieten tun unter der Nase der israelischen Armee was sie wollen, aber es gibt keine abschreckenden Aktivitäten gegen sie und keine Überwachung, und sie lassen sie auf diesen Ländern tun, was sie wollen.“

Der Autor eines Kommentars in der offiziellen PA-Tageszeitung erklärte, dass Drogen „die Waffe Nummer eins des Feindes“ seien und dass Israel „alle Anstrengungen unternimmt, um die Cannabiszüchter zu schützen“ und „ihnen die Bedingungen und Möglichkeiten zu bieten, ihre beliebten und giftigen Kräuterkugeln anzubauen“. Der Schriftsteller Muwaffaq Matar gab auch eine Erklärung ab, warum Drogen inzwischen zu einer „Waffe“ für Israel geworden sind:

„Das liegt daran, dass die Besatzer und Kolonialisten nicht in der Lage sind, die Palästinenser mit den Kugeln ihrer Gewehre, ihrer Granaten und dergleichen zu töten, aber die kriminellen Bauern des Todes können diesen grossen Dienst durch „die Drogenkugeln“ leisten.“

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