Ein Palästinenser zeigt einen Drachen, der mit einem Brandsatz beladen ist, bevor er am 29. Juni 2018 östlich von Rafah im südlichen Gazastreifen in Richtung Israel gestartet wird. Foto Abed Rahim Khatib/Flash90
Ein Palästinenser zeigt einen Drachen, der mit einem Brandsatz beladen ist, bevor er am 29. Juni 2018 östlich von Rafah im südlichen Gazastreifen in Richtung Israel gestartet wird. Foto Abed Rahim Khatib/Flash90

Die Terrorgruppe Hamas will die Angriffe mit Brandsätzen trotz der zunehmenden Kritik der im Gaza-Streifen lebenden Bevölkerung wieder aufnehmen. In den kommenden Tagen wird eine ägyptische Sicherheitsdelegation in Gaza erwartet, um eine Verschlechterung der Sicherheitslage an der Grenze zu Israel am kommenden Wochenende zu verhindern.

 

Am Dienstag forderte die von Hamas angeführte „Oberste Nationale Behörde für den Marsch der Rückkehr“, die hinter den wöchentlichen Grenzprotesten steht, die palästinensische Öffentlichkeit auf, sich am Freitag massiv an den Demonstrationen nahe der Grenze zu Israel zu beteiligen.

In den letzten zwei Wochen ist nach einer einmonatigen Flaute, die Zahl der Proteste in der Nähe des Grenzzauns wieder angestiegen. Am vergangenen Freitag ist laut einem Bericht der Times of Israel, auch die Anzahl der gewalttätigen Zwischenfälle bei diesen Demonstrationen gestiegen.

Auch habe es Versuche von Palästinensern gegeben, den Zaun an mehreren Stellen zu durchbrechen. Am Sonntag wurde eine mit Sprengstoffen beladene Drohne, die an Ballons befestigt war, in Richtung Israel gestartet. Kurz darauf erfolgte ein Raketenangriff.

Palästinensische Quellen in Gaza berichten, die Hamas plane die Brandanschläge mit Ballons wieder zu intensivieren, ebenso wie die Angriffstaktiken, die in den Wochen vor der Finanzspritze durch Katar durchgeführt wurden.

Anfang dieser Woche soll Israel Katar gebeten haben, seine monatliche Auszahlung von 15 Millionen Dollar an den Gazastreifen zu verschieben, nachdem eine Rakete aus der Küstenregion auf eine südisraelische Stadt abgefeuert wurde.

Die jüngsten Versuche der Hamas die Situation entlang der Grenze zu eskalieren, stehen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Versagen von Vermittlern, vor allem Ägyptens, eine Versöhnungsvereinbarung zwischen der islamistischen Terrorgruppe Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde zu erzielen.

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