Christen der griechisch-orthodoxen Kirche in Kafarnaum. Foto TPS
Christen der griechisch-orthodoxen Kirche in Kafarnaum. Foto TPS

Am Sonntag, den 23. September, beteten Tausende von Christen auf der ganzen Welt in Versammlungen, Kirchen, Organisationen und anderen Gemeinschaften für die Rückkehr von Leutnant Hadar Goldin und Feldwebel Oron Shaul, den beiden IDF-Soldaten, die von der Hamas am 1. August 2014 während einer humanitären Waffenruhe bei der Operation Protective Edge getötet und entführt worden waren.

 

von Mara Vigevani/TPS

Die internationale Initiative wurde von der Familie Goldin ins Leben gerufen, die im August eine Petition an zahlreiche christliche Kirchen und Organisationen verschiedener Denominationen überall auf der Welt gesandt hatte, in der sie darum bat, sich der Initiative vor dem Beginn der UN-Vollversammlung am 25. September anzuschliessen.

Das Gebet begann in Australien, auf den Philippinen, in Taiwan und Indien, setzte sich in Israel, Afrika, Europa fort und endete in den Vereinigten Staaten, Costa Rica und Brasilien.

In Israel wurden die Gebete in der Grabeskirche in Jerusalem gehalten, in einer Kirche im christlichen Dorf Fassuta in Galiläa und in der griechisch-orthodoxen Kirche in Kafarnaum, dem biblischen Dorf an der Küste des Sees Genezareth.

In der Christuskirche in Jerusalem in der Nähe des Jaffa-Tors in der Altstadt leitete Pastor David Pilgi an diesem Tag vor einer Sukkah (Laubhütte) vier Gebete auf Hebräisch und Englisch.

Laut Amit Barak, einem Berater für Beziehungen zwischen Israel und der christlichen Welt, entstand die Initiative aufgrund der Wichtigkeit der christlichen Welt und in Anerkennung ihres wachsenden Einflusses in zahlreichen Ländern der Erde. „Christen haben zweifellos Einfluss. Solidarität und menschliches Handeln sind wichtige Faktoren in der christlichen Theologie und der christlichen Welt“, sagt er. „Nachdem der ursprüngliche Appell ausgesandt war, haben wir einen zweiten formuliert. Seither erhalten wir jeden Tag Nachricht von Kirchen, anderen Organisationen und auch von einzelnen Christen, die sich angeschlossen haben.“ Inzwischen, so Barak, hätten sich Kirchen und Organisationen aus Indonesien, Indien, Bangladesch, den Philippinen, Israel, Kenia, Südafrika, Taiwan, Ghana, den Vereinigten Staaten, Grossbritannien, Deutschland, Costa Rica, Brasilien und anderen Ländern dem Gebet angeschlossen, zudem Privatleute und Familien aus Australien, Neuseeland, Frankreich, Guatemala, den Niederlanden und anderen Ländern.

Eine Kirche in Houston, Texas, widmete dem Andenken an Goldin und Oron am Sonntag zwei Bäume; eine christliche Organisation in Deutschland sprach das Gebet den ganzen Sonntag über und sang dazu Verse aus den Psalmen.

„Wir haben sogar Fotos und Videos von Gläubigen und Kirchen erhalten, die uns zuvor nicht informiert hatten“, so Barak.

Die Erste, der sich der Initiative angeschlossen hatte, war Pastorin Becky Keenan von der Gulf Meadows Church in Houston. Sie sagt: „Es gibt gewisse menschliche Konventionen, die allgemeingültig sind. Dass man nach einem bewaffneten Konflikt die Leichname der Gefallenen zurückgibt, ist ein solcher moralischer Akt. Die Familien haben es verdient, ihren Angehörigen ein ordnungsgemässes Begräbnis zu geben. Die Leichname zum Zweck politischer Manipulation zurückzuhalten, ist höchst unanständig. Wir unterstützen den Internationalen Tag des Gebets nach Kräften und rufen die Verantwortlichen dazu auf, Hadar Goldin und Oron Shaul rasch zurückzuführen.“

Pastor Kent Lerher von der Deerfield Presbyterian Church in New Jersey, sagt: „Wir waren glücklich, uns den Gebeten für Oron und Hadar anzuschliessen. Es wäre eine grosse Freude und Erleichterung, wenn die Bemühungen dieses Gebets für die Familien eine Lösung dieser herzzerreissenden Situation brächten.“

Michael Dirks, Vorsitzender der Christlichen Israelfreunde Norddeutschlands, sagt: „Wir müssen in voller Solidarität an der Seite Israels stehen. In Wort und Tat, und natürlich im Gebet. Darum haben wir alle Freunde Israels in Norddeutschland aufgerufen, am 23. September die Kräfte im Gebet zu bündeln.“

Carmielin Ashkar und Elias Zarina von der Vereinigung Brit Achim und der Jerusalem-Initiative fügen hinzu: „Als israelische Christen, die wir Christen ermuntern, zur Armee zu gehen und sich in die israelische Gesellschaft zu integrieren, war es uns sehr wichtig, uns der Initiative anzuschliessen, zusammen mit unseren christlichen Brüdern und Schwestern überall auf der Welt.“

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