Mahan Air Boeing 747-400. Foto Konstantin von Wedelstaedt - GFDL 1.2, Wikimedia Commons.
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Der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen (UN) beschuldigte den Iran, zivile Flüge zu nutzen, um die Hisbollah mit Waffen zu beliefern.

In einem Brief an die 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrats beschwerte sich Botschafter Danny Danon unter Bezugnahme auf den israelischen Geheimdienst darüber, dass der Iran zivile Fluggesellschaften wie etwa „Mahan Air“ benutze, um die Hisbollah mit weiteren Kapazitäten zur Aufstockung ihres Raketenarsenals zu versorgen. Die Waffen und die zugehörigen Materialien werden „im Iran von den Quds-Brigaden in Koffer gepackt und direkt an Agenten der Hisbollah übergeben“.

Danon führte weiter aus: „Es ist offensichtlich, dass der Iran nach wie vor der hauptsächliche Lieferant von Waffen und entsprechendem Zubehör an die Hisbollah ist und damit zahlreiche Resolutionen des Sicherheitsrats eklatant verletzt.“

Er appellierte an den UN-Sicherheitsrat, diese Verstösse zu verurteilen. Insbesondere führte Danon die Resolution 2231 des Sicherheitsrats an, die dem Iran nach dem Atomdeal im letzten Jahr Einschränkungen auferlegt hatte sowie Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats, die die Grundlage für eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah war und 2006 den Zweiten Libanonkrieg beendete.

Schon früher hatte Danon Bedenken bezüglich der Hisbollah geäussert, wie etwa im Juli, als er dem UN-Sicherheitsrat berichtete, dass die Gruppierung rund 17-mal so viele Raketen besitze wie 2006 – sprich 120.000 im Vergleich zu 7.000 vor zehn Jahren. Damals sagte Danon, die Hisbollah habe „im Libanon mehr Raketen unter der Erde als die europäischen NATO-Verbündeten über der Erde“.

Die Hisbollah ist ausserdem eng verbunden mit dem syrischen Präsidenten Assad und kämpft Seite an Seite mit dessen Soldaten im andauernden Konflikt in Syrien. Gelegentlich hat Israel Luftangriffe auf Konvois durchgeführt, die versuchten, hochentwickelte Waffensysteme von Syrien in den Libanon zu schaffen.

Die Hisbollah hat weltweit Anschläge auf Israelis geplant und ausgeführt, u. a. den Bombenanschlag auf einen Reisebus in dem bulgarischen Ferienort Burgas, bei dem 2012 fünf israelische Touristen getötet wurden.

Dieser Artikel wurde auf Englisch ursprünglich vom Middle East Think Tank BICOM produziert.