Internationale Parlamentarier in Hebron: Entscheidung der UNESCO ist „schockierend“

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Parlamentarier aus Europa, Afrika und Südamerika, die am Mittwoch Hebron besuchten. Foto ZvG MM
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Eine Gruppe von 19 Parlamentariern aus der ganzen Welt, die zu Besuch in Israel ist, kritisierte die Entscheidung der UNESCO, laut der es keine Verbindung zwischen Israel und Jerusalem gibt.

von Anav Silverman/TPS 

„Es ist sehr schön, hier in Israel zu sein. Dies ist nicht mein erster Besuch, aber ich war noch nie in Hebron. Ich bin schockiert, dass eine Institution wie die UNESCO Tatsachen leugnet. Sie benehmen sich wie Kinder, die die Geschichte verdrehen“, sagte Kenneth Meshoe, ein Mitglied des Parlaments und Vorsitzender der Afrikanischen Christlich-Demokratischen Partei in Südafrika.

Meshoe ist einer von 19 Abgeordneten aus Europa, Afrika und Südamerika, die am Mittwoch Hebron besuchten. Die Gruppe, die anlässlich des 50. Jahrestages der Wiedervereinigung Jerusalems im Jahr 1967 in Israel ist, wird sich auch mit Ministern der israelischen Regierung, führenden Politikern und Repräsentanten des Finanzsektors treffen.

Neben Meshoe sind auch andere wichtige Parlamentarier in Israel, zum Beispiel der Vorsitzende der Delegation zum Verhältnis der EU mit Israel Bas Belder, der italienische Senator Lucio Malan, der Anfang dieses Jahres ein Gesetz zum Verbot der Holocaust-Leugnung erliess und Parlamentsmitglied Kees van der Staaij, der in den Niederlanden ein Gesetz vorstellte, dass die Finanzierung von BDS-Organisationen verhindern soll.

Der Besuch wurde von der Israel Allies Foundation organisiert, einer Dachorganisation, die die Aktivitäten von 35 pro-israelischen Gremien in den Parlamenten Europas, Lateinamerikas, Afrikas, Asiens, Australiens und in den USA koordiniert. Er endet am Donnerstag bei den Feierlichkeiten zum Laubhüttenfest in in Jerusalem. Etwa 5.000 christliche Unterstützer Israels werden bei der Zeremonie erwartet.

Josh Reinstein, Executive Vice President der Israel Allies Foundation, sagte in einer Erklärung, das Ziel der Delegation sei es, die Geschichte Jerusalems sowie andere Streitpunkte im israelisch-palästinensischen Konflikt besser zu verstehen. Auf dem Reiseplan der Abgeordneten stehen ausserdem eine Tour zum Grenzübergang Qalandiya in Nordjerusalem, der Aussichtspunkt am Grab des Propheten Samuel und der Berg Skopus. In Hebron besuchte die Gruppe die Höhle der Patriarchen, das Hebron-Museum, die Ausgrabungsstätte Tel Rumeida und einen Aussichtspunkt mit Blick über die Altstadt.

„Viele der Parlamentarier, die heute in Hebron sind, sind gläubige Männer und Frauen. Es war spannend für sie, das Grab der Patriarchen zu sehen. Angesichts des UNESCO-Entscheids hat dieser Besuch eine ganz besondere Bedeutung“, sagte Reinstein gegenüber der Nachrichtenagentur TPS.