„Artists 4 Israel“ mit Kreativität aus den USA nach Israel

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"Artists 4 Israel" im Shaare Zedek Hospital. Foto Hillel Maeir/TPS
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Vor Kurzem reisten „Artists 4 Israel“ mit einer Fülle von Talent und Kreativität aus den USA nach Israel, um diese mit verschiedenen Teilen der Bevölkerung im ganzen Land zu teilen. 

Von Jonathan Benedek/TPS

„Wir haben ein Team aus sehr verschiedenen Künstlern zusammengestellt, um zu sehen, wie jeder von ihnen arbeiten kann“, erklärte Craig Dershowitz, Geschäftsführer von Artists 4 Israel, der Nachrichtenagentur Tazpit (TPS). „Es war wunderbar zu sehen, wie sie zusammenarbeiten.“

„Ihre Talente und ihr Können haben sich einfach unglaublich gesteigert, genauso wie ihre Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln und aufeinander aufzubauen und dadurch Menschen zu beeinflussen“, fügte Dershowitz hinzu.

Die Gruppe besuchte im Shaare-Zedek-Krankenhaus jüdische und arabische Kinder. Die Kinder erhielten Spielzeugpuppen und dazu kreative Stoffe, mit denen sie die Spielzeuge dekorieren konnten.

„Hier im Shaare-Zedek-Krankenhaus zu sein, lässt mich bescheiden werden“, sagte Dershowitz. „Ich dachte, wir kommen hierher, um etwas Gutes zu tun – und jetzt bin ich einfach davon überwältigt, wie viel sie hier für diese Kinder leisten, und auch von dem Verhältnis zwischen den arabischen und jüdischen Jugendlichen. Ich hatte erwartet, zusammen mit diesen Künstlern herzukommen und eine Art Lichtblick zu sein, doch dieser Ort war schon vorher strahlend hell und schön.“

Seit 2009 unterhält „Artists 4 Israel“ israelische Kinder. Die Gruppe wurde während der Operation „Gegossenes Blei“ gegründet, die Israel als Reaktion auf die Raketenangriffe der Hamas aus dem Gazastreifen auf nahe liegende israelische Gemeinden wie Sderot startete.

„Wir haben 2009 während des Krieges als Team aus New Yorker Graffiti- und Strassenkünstlern begonnen und die Luftschutzbunker in Sderot bemalt“, erklärte Dershowitz weiter. „Wir wussten, dass wir als Künstler den Krieg nicht beenden konnten, aber wir konnten die Landschaft verändern und die Bunker, die eine furchtbare Notwendigkeit sind, für die Kinder etwas weniger beängstigend machen.“

Die erste Reise der Gruppe nach Israel war auch eine Art Bildungsreise, da die Teilnehmer nicht nur mehr über das Land erfuhren, sondern auch über ihre eigenen Fähigkeiten, anderen zu helfen.

„Von unserer ersten Reise nahmen wir nicht nur mit, dass wir in der Lage sind, die Gemeinschaft umzugestalten und dass wir sehr freundlich und liebevoll aufgenommen wurden. Die nicht-jüdischen Künstler aus New York entdeckten auch ihre Liebe zu Israel und konnten nach ihrer Rückkehr von ihren Erlebnissen erzählen und so zu Künstler-Fürsprechern des Landes werden“, berichtete Dershowitz.

„Wir konnten zudem die breite Aufmerksamkeit der Medien auf uns ziehen, weil es für Künstler, und insbesondere für Graffitikünstler, ungewöhnlich ist, nach Israel zu kommen und sich offen für das Gemeinwohl einzusetzen“, meinte Dershowitz. „Wir konnten der Welt zeigen, dass Israel ein wunderschöner und starker Ort ist und wir konnten aus einem Team aus sehr einflussreichen, einzigartigen Urban-Art-Künstlern Fürsprecher Israels machen.“

Dershowitz betonte weiterhin die Bedeutung der einzigartigen Fähigkeit der Gruppe, Botschaften an Menschen zu vermitteln, die nur wenig über Israel wissen.

„Am wichtigsten ist, dass diese Künstler ein Publikum haben, das nicht unbedingt eine Meinung über den Nahen Osten hat“, sagte er. „In der jüdischen Kultur neigen wir dazu, zu denken, dass die ganze Welt Israel entweder liebt oder hasst, doch in Wahrheit wissen die meisten Menschen nichts über das Land.“

„Wir ermöglichen denen, die noch nichts über Israel wissen, durch die Augen ihrer Lieblingskünstler einen Einblick in das Land, sodass eine direkte emotionale Bindung entsteht“, fügte Dershowitz hinzu.

Die Delegation wurde von der israelischen Interessenorganisation Stand With Us empfangen und betreut. Geschäftsführer Michael Dickson erklärte, wie die Reise den Künstlern die Gelegenheit bot, der Öffentlichkeit viele der positiven Facetten und Eigenschaften Israels zu zeigen.

„Diese Delegation hat nicht nur eine Rundreise durch Israel gemacht, sondern auch während der Freiwilligenarbeit mit den verschiedenen Gemeinschaften und Kulturen, aus denen sich die israelische Gesellschaft zusammensetzt, aus erster Hand erfahren, was Israel und die Israelis eigentlich ausmacht“, sagte Michael Dickson. „Durch kreative Treffen mit benachteiligten Kindern und Flüchtlingen, israelischen Soldaten und den jungen Patienten im Shaare-Zedek-Krankenhaus lernten sie die grundlegenden Werte der israelischen Kultur kennen.“

„Ich begrüsse die kreative und aktive Arbeit von „Artists 4 Israel“ und möchte weitere Künstler dazu ermutigen, der Gruppe beizutreten und das echte Israel kennenzulernen, indem sie echte Israelis treffen“, fügte Dickson hinzu.