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Seit vielen Jahren schon vergiftet die Hamas die Herzen und Köpfe palästinensischer Kinder. Jetzt probiert die islamistische Bewegung eine neue Taktik der Gehirnwäsche aus: Exorzismus.

Von Khaled Abu Toameh

Viele Palästinenser sind schockiert von dieser Praxis, die darauf zielt, „Dämonen“ auszutreiben, die sich in die Seelen der Kinder eingeschlichen haben könnten.

Ein Video, das palästinensischen sozialen Medien zugespielt wurde, zeigt diese neueste Art des von der Hamas verübten Kindesmissbrauchs. Die Grausamkeit, die darin zum Ausdruck kommt, hat unter Palästinensern zu einem Aufschrei der Empörung geführt.

Das Video zeigt hysterische Kinder in Begleitung von Predigern, die den Exorzismus durchführen – sie gehören dem von der Hamas kontrollierten Ministerium der Wakf (islamische Stiftung) im Gazastreifen an. Der erniedrigende und invasive Ritus wird in der Al-Nil-Schule in Gaza-Stadt durchgeführt.

Die Prediger gehören zu einer Gruppe, die sich „Das Schiff des missionarischen Heils“ nennt. Sie gehen in Schulen des Gazastreifens und stellen durch Exorzismusriten sicher, dass die Kinder bussfertig und dem Islam treu sind.

Gemanagt wird die Gruppe von der Generalverwaltung für Predigten und Führung, die demWakf-Ministerium untersteht. Beim Anschauen des Videos kommen einem Horrorthriller in den Sinn, was ein Licht darauf wirft, welch eine Art von religiöser Indoktrination die Hamas im Gazastreifen an Schulkindern durchführt.

Einen der Hamasprediger kann man in dem Video hören, wie er sagt: „Wir sind nicht gekommen, um eine Szene aus einem Theaterstück aufzuführen, sondern um den Teufel aus den Herzen und Köpfen auszutreiben und das Wohlgefallen Allahs in die Herzen zu pflanzen.“

In dem Video sind ängstliche Teenager zu sehen, die auf dem Schulhof knien, während andere laut brüllen. Die Hamasprediger halten unterdessen Mikrofone in den Händen und rufen den islamischen Schlachtruf „Allahu Akbar!“ [„Allah ist gross“].

Dass die Hamas Schulkinder missbraucht, ist keineswegs etwas Neues und kommt für jemanden, der seit längerer Zeit die islamistische Bewegung in Gaza verfolgt, überhaupt nicht überraschend. Dies sind die Kinder, die später als „Krieger“ im Dschihad gegen Israel und die „Ungläubigen“ rekrutiert werden.

Seitdem die Hamas 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen übernommen hat, benutzt sie Kinder als menschliche Schutzschilde und „Soldaten“ im Kampf gegen Israel. Kinder in Uniformen, die mit Sturmgewehren und Messern paradieren, sind ein wichtiger Bestandteil aller Hamas-Militäraufmärsche.

Videoaufnahmen zeigen, wie palästinensischen Kindern beigebracht wird, diejenigen zu hassen, die als Feinde des Islam dargestellt werden. So werden neue Generationen von Palästinensern dazu erzogen, Selbstmordbomber und Dschihadisten zu verherrlichen.

Hanan Ashrawi vom PLO-Exekutivkomitee äusserte Abscheu über das Video und sagte, die Predigten der Geistlichen seien voll von Einschüchterung und Horror. Dieses Verhalten, so Ashrawi, zeige die „reaktionäre Natur“ des Hamas-Regimes im Gazastreifen, die einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft und der Werte der Palästinenser habe. Ashrawi verurteilte die Praxis zudem als offene Verletzung von Kinderrechtskonventionen.

Selbst die marxistische Terroristengruppe Populäre Front für die Befreiung Palästinas (PFLP) wandte sich gegen das Video. Die Gruppe äusserte Empörung über die „unmenschlichen Praktiken“ gegenüber Kindern und forderte eine sofortige Untersuchung dieser Form seelischer Folter und Erniedrigung. Ausserdem sprach sie sich dagegen aus, Kinder Gehirnwäschen zu unterziehen und sie mit religiösem Fanatismus zu indoktrinieren.

Das in der Schule in Gaza-Stadt aufgenommene Video zeigt nicht nur, wie palästinensische Führer ihre eigenen Kinder einer Gehirnwäsche unterziehen und missbrauchen.

Es zeigt ausserdem, in welche Richtung die palästinensischen Gesellschaft marschiert: hin zu einer, die die Taktiken und die Ideologie des radikalen Islam und von Gruppen wie dem IS und Al-Qaeda übernimmt. Es ist nun der Friedensprozess im Nahen Osten, der einen Exorzismus benötigt.

Zuerst erschienen bei Gatestone Institute. Khaled Abu Toameh ist ein preisgekrönter arabisch-israelischer Journalist und TV-Produzent. Er erhielt 2014 den Daniel Pearl Award vom renommierten Los Angeles Press Club verliehen. Übersetzung: Stefan Frank