Fouad Twal, der Lateinische Patriarch von Jerusalem (rechts), verleumdet durchgehend Israel, dessen Soldaten ihn retteten, als er im Dezember 2015 von Felsbrocken werfenden muslimischen Palästinensern auf dem Weg nach Bethlehem angegriffen wurde. Im Bild links: Muslimische Palästinenser in der Gegend von Bethlehem, unter ihnen Männer in Weihnachtsmann-Kostümen; sie warfen am 18. Dezember 2015 Steine auf israelische Soldaten, während sie "Allahu Akbar" brüllten. Foto Gatestone
Lesezeit: 4 Minuten

Niemand, der guten Willens ist – vor allem kein Katholik – möchte ein bedeutendes Mitglied des eigenen Glaubens bezichtigen, wissentlich Unwahrheiten zu verbreiten.

Von Dr. Lawrence A. Franklin

Die Wahrheit findet sich in Palästina nur selten in öffentlichen Erzählungen. Aber Vater Fouad Twal, der Lateinische Patriarch von Jerusalem, scheint aufgrund seiner stetigen offensichtlichen Kritik an Israel aus einer politischen Motivation heraus zu handeln. Zum wiederholten Male beschuldigte er Israel fälschlicherweise für die anhaltende Flut palästinensischer Gewalt gegenüber israelischen Zivilisten.

Twal gab öffentlich bekannt, dass Israels vermeintliche „Besetzung“ des „arabischen Palästinas“ der Grund für die mörderische Gewalt sei, die arabische Angreifer an israelischen Zivilisten ausüben – dabei „vergass“ er offensichtlich, dass Juden schon seit fast 4000 Jahren in dieser Region leben. Offensichtlich „vergass“ er ebenfalls, dass die Obrigkeiten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) solche „Taten des Widerstandes“ seit dem Herbst 2014 glorifizieren. Wie kann Twal die Tatsache ignorieren, dass palästinensische Medien diese Messerattacken als „ruhmreiche Heldentaten“ gepriesen haben? In palästinensischen Schulen werden die Angreifer tatsächlich als Helden gefeiert.

Unverblümte Lügen gehören auch zu den Propagandakampagnen der PA und der Hamas. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas behauptete z. B., dass ein palästinensischer Junge, der von einem Auto angefahren worden war, nachdem er auf ein israelisches Kind eingestochen hatte, von israelischen Truppen exekutiert worden sei, obwohl allgemein bekannt war, dass der Täter am Leben war und in einem israelischen Krankenhaus versorgt wurde.

Twal scheint eher ein Mann zu sein, der von seiner ideologischen Treue zu einer politischen Sache getrieben wird, als ein Hirte, der sich um das spirituelle Wohl seiner Schäfchen kümmert. Selbst wenn Twal sich lediglich um das physische Wohl seiner Gläubigen sorgen würde, sollte man annehmen, dass er sich auf das wahre Hauptanliegen der katholischen Gemeinden im Heiligen Land konzentrieren würde – auf die Sicherheit. Twal „vergisst“ auch den hauptsächlichen Grund für die zunehmende Abwanderung von Christen aus palästinensischen Gebieten: Die Hauptursache für diesen negativen Trend ist die islamische Intoleranz gegenüber religiösen Minderheiten und nicht die israelische Besetzung des arabischen Territoriums in Palästina.

Twal wird es sehr schwer haben, viele palästinensische Christen zu finden, die bereit sind, Israel oder den Taten von Mitarbeitern der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) die Schuld an der Emigration der Christen zu geben. Viele haben bereits durch ihre Füsse gewählt, indem sie sich in Israel niedergelassen haben, wo sie ihren Glauben ohne Einschränkungen praktizieren können. Tausende Katholiken arbeiten nun in Israel, wo sie vollständige Religionsfreiheit geniessen. Man muss sich lediglich ansehen, wie schwierig es ist, bei den Sonntagsmessen in den überfüllten katholischen Kirchen in Tel Aviv einen Platz zu bekommen.

Die traurige Wahrheit ist, dass Christen in den palästinensischen Territorien gezwungen werden, wie dhimmis zu leben – Bürger zweiter Klasse, die grösstenteils überleben, indem sie Schutzgeld für ihre tägliche Sicherheit bezahlen. Diese gerade so tolerierten Bürger existieren lediglich nach Lust und Laune der herrschenden muslimischen Mehrheit. Die Diskriminierung von Nicht-Muslimen durch muslimische Araber beinhaltet vorurteilhaftes ökonomisches und soziales Verhalten, und dies macht es christlichen Arabern schwer oder unmöglich, ein profitables Geschäft zu führen oder als Familie voll in die Gesellschaft integriert zu sein. Warum hat sich Twal als Präsident der Katholischen Ordinarien im Heiligen Land nicht dazu verpflichtet gefühlt, diesen Rekord an Intoleranz durch politische islamistische Extremisten öffentlich anzuprangern? Wenn Twal dies versäumt, wirkt es, als ob er seine Rolle als Beschützer der Rechte katholischer Christen im Heiligen Land aufs Spiel setzt. Folglich wird die israelische Regierung seine legitimen Bedenken, wie bezüglich der Verunstaltung von Kircheneigentum durch antichristlich eingestellte jüdische Jugendliche, wahrscheinlich nicht ernst nehmen.

Es ist für Katholiken auch angemessen, Twal als anhaltende Vertretung des Glaubens im Heiligen Land bei den Behörden des Vatikans in Frage zu stellen. Twal selbst ist in diese Umstände involviert, was den Katholiken möglicherweise dabei helfen kann, zu erkennen, wem Twal in erster Linie dient: Gott oder den Menschen. Twal zeigte keine Spur von Dankbarkeit, nachdem er letztes Weihnachten auf dem Weg nach Bethlehem von Mitarbeitern der IDF gerettet wurde, als ein johlender Mob muslimischer Palästinenser Steine auf sein Auto warf. Er erkennt auch nicht an, dass der einzige Grund, warum Pilger bei Besuchen der heiligen Stätten und beim Ausüben ihre Religion dort in Sicherheit sind, jener ist, dass der israelische Staat und nicht die Palästinensische Autonomiebehörde sie beschützt. Man muss sich nur ansehen, wie christliche heilige Stätten überall im Nahen Osten zerstört werden, um zu erkennen, dass es ohne den Schutz, den Israel den christlichen heiligen Stätten Jerusalems und Bethlehems bietet, irgendwann keine christlichen heiligen Orte mehr geben würde. Punkt.

Es gibt viele Beispiele dafür, warum christliche Oberhäupter dem israelischen Sicherheitspersonal gegenüber zu öffentlichem Dank verpflichtet sind. Beispielsweise übten die Mitarbeiter der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) während der Besetzung der Geburtskirche im Jahr 2002 durch mehr als 200 bewaffnete palästinensische Terroristen in der mittlerweile von Muslimen beherrschten Stadt Bethlehem beeindruckende Zurückhaltung aus, um keine Schäden an der für Christen heiligen Stätte zu riskieren. Nach der 39 Tage dauernden Besetzung dieser heiligen Stätte gab die israelische Regierung den Wünschen des Vatikans statt und gewährte den Besatzern eine sichere Ausreise aus Bethlehem. Nachdem die terroristischen Besatzer die Umgebung verlassen hatten und ihre Geiseln befreit waren, wurden versteckte Sprengladungen in der Kirche gefunden. Des Weiteren waren Altäre, religiöse Objekte und Einrichtung durch Urin, Zigarettenstummel und menschliche Exkremente besudelt.

Erst im vorigen Monat gab es eine Serie von Vorfällen mit palästinensischen Terroristen am Damaskus-Tor in Jerusalem. Nach einem solchen Vorfall töteten israelische Grenzwächter am 14. Februar zwei Terroristen aus Nablus, die Jerusalem infiltriert hatten. Das Ziel der Terroristen war wahrscheinlich eine Gruppe wohlhabender christlicher Pilger aus Amerika, die sich in der Lobby des Notre Dame Pilgrim Complex aufhielten und die „Happy Hour“ genossen, während sie von der nicht weit entfernten Gefahr nichts bemerkten. Diese christlichen Pilger dürften der dünnen Verteidigungslinie von Israelis, die sie beschützte, wohl dankbar sein.

Wie dankbar sind Sie, Vater Twal?

In englisch zuerst erschienen bei Gatestone InstituteDr. Lawrence A. Franklin war Länderreferent (Iran) für das US-amerikanische Verteidigungsministerium und Oberst der Air Force Reserve, für die er als Militärattaché an der US-Botschaft in Israel war.

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