„Breaking the Silence“ des Sammelns geheimer militärischer Informationen beschuldigt

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Foto Screenshot Channel2
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Die Nichtregierungsorganisation „Breaking the Silence“ soll aktiv nach sensiblen militärischen Geheimnissen geforscht und diese angeblich weitergegeben haben. Dies berichten israelische Tageszeitungen und Medien auf Grund von Enthüllungen einer Undercover-Aktion.

Die von IDF-Veteranen geleitete Organisation „Breaking the Silence“ (BtS) kritisiert seit einiger Zeit besonders aggressiv die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF). Als wären diese Aktivitäten noch nicht genug, finanziert sich Breaking the Silence primär aus Fördergeldern von europäischen Regierungen und anderen ausländischen Stellen.

Die von der Aktivisten-Gruppe „Ad-Kan“ aufgenommenen Videos zeigen, wie Breaking the Silence, Soldaten nach ausschliesslich operativen Tätigkeiten der IDF befragt. Trotz des sorgfältig zusammengetragenen Dokumentarmaterials aus Ad-Kans Undercover-Ermittlung streitet BtS ab, geheime Informationen gesammelt zu haben.

Im Juni 2015 fand in den Räumlichkeiten der Reformierten Kirche Zürich ein Ausstellung mit „Breaking the Silence“ statt. Unterstützt wurde die Ausstellung von: Eidgenössisches Departement für Auswärtige Angelegenheiten EDA, Finanzdepartement der Stadt Zürich, Caritas Schweiz, Solidar, HEKS, Fachstelle OeME – Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Schweizer Freundeskreis von Givat Haviva, Frau Dr. Ellen Ringier, Kampagne Olivenöl, Omanut, Medico International Schweiz, Christlicher Friedensdienst (CFD), Jüdische Stimme für Demokratie und Gerechtigkeit in Israel/Palästina. BtS behauptet, dass es ihr ausschliesslich um die Behandlung palästinensischer Araber durch die IDF und allgemeine Menschenrechtsfragen gehe.

„Wir sammeln keine geheimen Informationen“, sagte Yuli Novak, geschäftsführende Direktorin von Breaking the Silence, gegenüber israelischen Medien.

Nach einem auf dem israelischen Channel 2 ausgestrahlten Bericht über die Dokumentation Ad-Kans – mitsamt ausführlichen Videomitschnitten – sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, BtS habe „eine rote Linie überschritten“.

In dem im Fernsehbeitrag ausgestrahlten Videomaterial werden unter anderem Mitglieder von Breaking the Silence gezeigt, die ehemalige Soldaten nach ihren Erfahrungen befragen; dabei scheint es in erster Linie um die operativen Einsätze der IDF und nur zweitrangig um Palästinenser und Menschenrechtsfragen zu gehen.

Weitere israelische Politiker kritisierten ebenfalls das Vorgehen von BtS.

Yair Lapid, Vorsitzender der Partei Jesch Atid, sagte: „Während Israel den Terror bekämpft, sammelt Breaking the Silence Informationen, die sie gegen den Staat verwendet.“ Er fügte hinzu: „Israel muss alles in seiner Macht stehende tun, um seine Soldaten zu schützen. Diese Organisation hat keine Existenzberechtigung in einem Staat, der jeden Tag aufs Neue für die Sicherheit seiner Bürger kämpft.“

Der Knesset-Vertreter der Zionistischen Union (ehemals Arbeiterpartei) Revital Swid sagte, dass „Breaking the Silence seine Legitimität verloren“ habe. Swid sagte, „es ist Zeit, jedweden Extremismus zu verurteilen, unabhängig von seiner politischen Couleur.“

Knesset-Sprecher Juli Edelstein rief dazu auf, „in einer Untersuchung zu klären, über welche sensiblen Information [die Organisation] verfügt.“

Die stellvertretende Aussenministerin Tzipi Hotovely beschuldigte die Organisation indessen, weltweit „den Namen Israels in den Schmutz zu ziehen“ und sagte, potenziell sei die „Sicherheit des Staates gefährdet“.

Verteidigungsminister Moshe Ya’alon sagte am Freitag, dass die IDF angewiesen worden sei eine Untersuchung gegen „Breaking the Silence“ und deren Machenschaften einzuleiten.

Quellen: Agenturen, Times of Israel, Jerusalem Post, IDF, Haaretz