Foto Screenshot Youtube
Lesezeit: 2 Minuten

Mohammed Assaf, der palästinensische Sieger von Arab Idol, bekundete bei einem Skype-Phone-in mit seinen Fans seine Verachtung gegenüber Israel. Auf den Kommentar eines Israelis, der meinte Assaf solle doch Israel besuchen, da er israelisches Blut in sich habe, antwortete er: „Ich spuke auf Israel!“

Der mittlerweile 25-jährige Assaf war nach seinem Sieg bei der TV-Show zum Jugendbotschafter des UN-Hilfswerks UNRWA ernannt worden, um „Frieden, Sicherheit und universelle Werte“ zu fördern.

Stattdessen jedoch machte Assaf mit Botschaften in den sozialen Medien auf sich aufmerksam, in denen er Gewalt gegen Israelis anpries. Eines seiner Musikvideos, welches im vergangenen Oktober veröffentlicht würde, unterstützt offen Gewalt gegen israelische Zivilisten und impliziert zudem, die israelische Stadt Nazareth sei ebenfalls „besetzt.“

Eine Mitteilung der Palestine Press Agency liess verlauten, Assaf sei mit seinem Musikvideo in die „Al Quds-Intifada“ involviert, und stellte damit einen direkte Verbindung zwischen dem Sänger und der seit Monaten anhaltenden Terrorwelle her, die dutzende israelischen Zivilisten das Leben kostete und Hunderte verletzte.

Gemäss eines Beitrags des US-Fernsehsenders Fox News zu palästinensischer Aufhetzung gegen Israel, beinhalten Assafs Lieder regelmässig die Glorifizierung von Gewalt. So fordert er etwa „Sieg oder Märtyrertum“ oder singt davon, dass sein Land vom „Fluss bis zum Meer reiche“, eine klare Absage an Israels Existenzrecht.

Seine Videos beinhalten zudem Poster und Graffitis, die den verstorbenen Hamas-Führer Scheich Yassin zeigen. Ausgerechnet die Hamas jedoch hatte Assaf vor seinem Arab Idol-Erfolg jahrelang belästigt und dutzende Male verhaftet, um ihn von seiner Karriere als Sänger abzuhalten.

Trotz dieser Vorfälle und Kritik an Assafs Gewaltaufrufen verlängerte UNRWA im Dezember Assafs Vertrag als Jugendbotschafter, obwohl die Organisation noch im vergangen August erklärte, sie nehme Berichte über Aufhetzung und mangelnde Neutralität ernst. Sollten sich solche Vorwürfe bestätigen, ergreife die Organisation laut Sprecher Chris Gunness „disziplinarische Massnahmen bis hin zur Entlassung.“

UNRWA wurde in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen, sie ignoriere palästinensische Aufhetzung gegen Israel und erlaube der Hamas, in ihren Schulen in Gaza einen sowohl antisemitischen und antizionistischen Lehrplan zu diktieren. Das vollständige von der internationalen Gemeinschaft finanzierte Hilfswerk machte Schlagnzeilen während dem Gaza-Konflikt von Sommer 2014, als sich herausstellte, dass die Hamas und andere Terrororganisationen wiederholt UNRWA-Schulen als Waffenlager und Raketenabschussbasis nutzte.

Wie sich herausstellt, zeigt sich die UN-Organisation auch im Falle von Mohammed Assaf einmal mehr uneinsichtig. Gemäss einem Statement auf der Website des Hilfswerks sei Assaf als „Kind der UNRWA“ der ideale Goodwill-Botschafter. Dank seiner Musik bringe er die „Botschaft der UNRWA und junger palästinensischen Flüchtlingen zu neuem Publikum.“ Angesichts Assafs Gewaltverherrlichung stellt sich die Frage, welche Botschaft die UNRWA damit meint.