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Eine der wesentlichen Verpflichtungen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) unter dem Oslo-Abkommen, ist die Einstellung der weit verbreiteten anti-israelischen Hetze, von der die offiziellen palästinensischen Institutionen und die palästinensische Zivilgesellschaft durchsetzt sind.

Die Unterlassung seitens der PA, Aufrufe zur Gewalt gegen Israelis zu verurteilen, die durch ihre eigenen häufigen Beiträge zu der giftigen Rhetorik noch vergrössert wird, hat zu einem gefährlichen Anschwellen der anti-israelischen öffentlichen Stimmung geführt. Diese entlädt sich periodisch in tödlichen Wellen von Terror gegen die israelische Zivilbevölkerung. Diese Hetze vergiftet die Grundlage des friedlichen Zusammenlebens, vor allem dann wenn sie von palästinensischen Führern verbreitet wird. Wenn PA-Funktionäre, unter ihnen auch Präsident Mahmud Abbas, regelmässig Mörder feiern und die Legitimität Israels leugnen, kann es nicht überraschen, dass palästinensische soziale Medien und die populäre Kultur sich ihnen anschliessen.

Mehrere Umfragen zur palästinensischen öffentlichen Meinung ergaben eine weit verbreitete, durchgängige Unterstützung von Terroranschlägen gegen israelische Zivilisten sowie negative Einstellungen gegenüber Juden. Dan Polisar, der Leiter des Shalem College, erklärte in einem kürzlichen Artikel für Mosaic, dass diese Umfragen zeigen, wie sehr „palästinensische Gewalttäter Ansichten reflektieren, die in ihrer Gesellschaft weit verbreitet sind und sie auf der Grundlage dieser Ansichten handeln“.

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung einiger der ungeheuerlichsten Beispiele palästinensischer Hetze, die diesen Extremismus geschürt haben, der sich in einer Reihe von Attacken mit Messern, Schusswaffen und durch Rammen mit Autos entladen hat, die in den vergangenen zwei Monaten mehr als zwanzig jüdische Todesopfer gefordert haben.

  1. Der Vertreter der PA bei der UNO hat Israel beschuldigt, Organe von Palästinensern zu entwenden.

In einem Brief an den Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-Moon schrieb Riyad Mansour, der palästinensische Gesandte bei den Vereinten Nationen, dass von Israel erschossene Palästinenser „mit fehlenden Organen zurückgebracht wurden, was frühere Berichte zum Organraub der Besatzungsmacht bestätigt“. Danny Danon, Israels Botschafter bei den UNO, bezeichnete Mansours Anschuldigung als Ritualmordlegende.

  1. Die PA verurteilte Israel wegen des Erschiessens zweier Terroristen, die in Jerusalem Messerattacken durchgeführt haben.

Am 4. Oktober appellierte die PA an die internationale Gemeinschaft, zu intervenieren, nachdem zwei palästinensische Männer, Fadi Aloon und Muhannad Halabi, von Sicherheitskräften in Jerusalem getötet wurden. Dabei ist bemerkenswert, dass die PA es unterliess, zu erwähnen, dass Aloon erschossen wurde, nachdem er einen israelischen Teenager in der Nähe der Jerusalemer Altstadt niedergestochen hatte und dass Halabi erschossen wurde, nachdem er Rabbi Nehemiah Lavi und Aharon Banita ermordet und Banitas Frau und ihr 2-jähriges Baby verwundet hatte. Die PA hat die Anschläge nicht verurteilt.

  1. Ein palästinensisches Dorf, eine Anwaltskammer und mehrere Regierungsbeamte ehrten einen Terroristen, der zwei Israelis getötet und eine Mutter und ihr Kind verletzt hat.
Denkmal für den Terroristen. Foto Screenshot PMW
Denkmal für den Terroristen. Foto Screenshot PMW

Die Gemeinde Surda-Abu Qash im nördlichen Westjordanland beschloss am 13. Oktober, weniger als 10 Tage, nachdem er zwei israelische Männer getötet und eine Mutter und ihr Kind verletzt hatte, eine Strasse nach Muhannad Halabi umzubenennen. Der Bürgermeister der Gemeinde, in der ein Denkmal für den Terroristen errichtet wurde, nannte ihn „den Stolz und ein Ehrenzeichen für das ganze Dorf“.

Halabi wurde auch von der PA-Anwaltskammer gepriesen, die ihm posthum ein juristisches Diplom verlieh, sowie von Sultan Abu Al-Einein, Berater von Abbas, der in einem Facebook-Beitrag schrieb: „Wir haben dich geliebt, Muhannad. Wir haben dich geliebt, weil du für alle Palästinenser Leben gesät hast.“

Auf einer Kundgebung zu Ehren des Terroristen erklärte  der Fatah-Funktionär Jamal Muhaisen, dass palästinensische Männer ein Recht haben, „israelische Frauen weinen zu lassen“. Fatah, die dominierende politische Partei in der PA, wird von Abbas geführt.

  1. Ein palästinensischer Kleriker in Gaza rief Männer im Westjordanland dazu auf, sich in mit Messern bewaffneten Gruppen zusammenzuschliessen und Juden zu zerstückeln.

Während einer Predigt am 9. Oktober in einer Moschee in der Stadt Rafah in Gaza rief Scheich Muhammad Salah „Abu Rajab“: „Mein Bruder im Westjordanland: Erstich die Mythen des Talmud in ihren Köpfen! Mein Bruder im Westjordanland: Erstich die Mythen über den Tempel in ihren Herzen!“ Ein Video der Predigt mit einer Übersetzung des Middle East Media Research Institute ist unten angefügt.

Oh Volk der Al-Abrar Moschee und Volk von Rafah – von dieser, eurer Moschee habt ihr die Ehre, diese Botschaften an die Männer des Westjordanlands zu übermitteln: Bildet mit Messern bewaffnete Gruppen. Wir wollen nicht nur einen einzigen Angreifer mit einem Messer. Oh junge Männer des Westjordanlands: Greift zu dritt und zu viert an. Einige sollten das Opfer festhalten, während andere es mit Äxten und Fleischermessern angreifen… Fürchtet euch nicht davor, was man über euch sagen wird. Oh Männer des Westjordanlands, greift das nächste Mal zu dritt, viert oder zu fünft an. Greift sie in Gruppen an. Zerstückelt sie.

  1. Tausende Palästinenser nahmen an einer Hass-Kundgebung in Rafah teil.

Während einer Kundgebung am 16. Oktober schwenkte eine grosse Menschenmenge Fleischermesser, Beile und andere Waffen und rief zu weiteren Terroranschlägen gegen Juden auf. Auch einige Kinder schwangen Messer. Ein Video der Kundgebung ist unten angefügt.

  1. Ein palästinensischer Funktionär bezeichnete einen Angriff mit Schusswaffen in Beersheba, bei der zwei Personen getötet und 11 verletzt wurden, als „Heldentat“.

Jibril Rajoub, Leiter des palästinensischen Fussballverbandes und möglicher Nachfolger von Abbas, machte die Bemerkungen am 19. Oktober während eines Interviews mit offiziellen palästinensischen Medien. Zwei Tage zuvor hatte er die jüngsten palästinensischen Messerattacken verherrlicht und erklärt: „Ich bin stolz auf sie und gratuliere allen, die sie durchgeführt haben“. 2013 hatte Rajoub gesagt, dass, wenn die Palästinenser eine Nuklearwaffe hätten, sie diese „heute morgen“ gegen Israel eingesetzt haben würden.

  1. Mahmoud al-Habbash, ein Berater von Abbas und ein Oberster Scharia-Richter, bezeichnete Israel als „Projekt Satans“.

„Der Konflikt hier in Palästina zwischen uns und der verbrecherischen Besatzung und ihren verbrecherischen Führern ist eine weitere Manifestation unserer Prüfungen“, sagte al-Habbash am 23. Oktober während einer Sendung in einem offiziellen TV-Sender der PA. „Dies ist ein Konflikt zwischen zwei Wesen, Gut und Böse, zwischen zwei Projekten: Allahs Projekt  gegen Satans Projekt, ein Projekt, das mit Allah verbunden ist, das sein wahrer und guter Wille ist, und ein Projekt, das mit Unterdrückung und Satanismus, mit Satanismus und Feindseligkeit, Besatzung und Barbarei verbunden ist“.

Al-Habbash wurde 2009 von Abbas ernannt. Anfang dieses Jahres sagte er, dass die Klagemauer Teil der al-Aqsa-Moschee sei und das „Nicht-Muslime kein Recht auf sie hätten“. 2014 erklärte er vor einer Zuhörerschaft aus PA-Funktionären, zu denen auch Abbas zählte, dass junge Dschihadisten, die nach Syrien gehen, um zu kämpfen, ihre Aufmerksamkeit lieber auf Jerusalem richten sollten. Abbas spendete seinen Bemerkungen Beifall.

  1. Hashtags und Bilder, die zu Mord aufrufen, verbreiteten sich auf palästinensischen sozialen Medien wie Lauffeuer.

Nach Berichten, die vom Middle East Media Research Institute und der New York Times im vergangenen Monat veröffentlicht wurden, sind palästinensische soziale Medien voll mit Hashtags wie „Vergifte das Messer, bevor du zustichst“ und „Abschlachten von Juden“ sowie brutalen Bildern und Anleitungen, die zu weiteren Terroranschläge gegen Juden aufrufen. „Eine geschmacklose Karikatur, die auf Facebook und der Website des offiziellen palästinensischen Fernsehsenders die Runde machte, bevor sie am späten Dienstag wieder verschwand, zeigt einen israelischen Soldaten als Affe in Gesellschaft eines Schweines über einem blutenden Jugendlichen“, schrieb die Times. „Eine andere zeigt in Nahaufnahme ein furchterregendes Messer und trägt die Überschrift: ‚Das ist nicht schwierig. Zur nächsten Küche und geh im Namen Gottes‘.“

  1. Brutale Lieder wie „Stich zu, stich zu“ und „Überfahre, überfahre den Siedler“ wurden Hits.

Im Oktober berichtete die New York Times über einige der „nationalistischen“ Musiktitel, die den palästinensischen Äther beherrschen.

„Erstich den Zionisten und sage, Gott ist gross“, textet einer, ein Verweis auf die Flut von Messerattacken seit dem 1.  Oktober. „Lasst die Messer eure Feinde erstechen“, textet ein anderer. Ein dritter Titel heisst „Setz‘ die Intifada fort“ und wird von einer Warnung auf YouTube begleitet – das Video zeigt die palästinensische Frau, die in einem Busbahnhof in Afula ein Messer zückte und von israelischen Soldaten umgeben war, die ihre Gewehre auf sie richteten.

„Leistet Widerstand und tragt eure Waffen“, fordert das Lied auf. „Begrüsse es, ein Märtyrer zu sein“.

  1. Abbas bezeichnete vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ganz Israel als besetztes palästinensisches Gebiet.

„Herr Präsident, meine Damen und Herren, haben Sie sich nicht Gedanken darüber gemacht, wie lange diese sich hinziehende israelische Besatzung unseres Landes dauern wird?“, fragte Abbas am 28. Oktober in Genf. „Nach 67 Jahren [d. h. Gründung Israels], wie lange? Glauben Sie, dass sie andauern kann und dass sie dem palästinensischen Volk nützt?“

Danach sprach Abbas von „heiligen Stätten, die seit sieben Jahrzehnten alle zwei Sekunden wieder und wieder geschändet werden, und zwar unter einer Besatzung, die nicht zu töten, zu foltern, zu plündern und zu inhaftieren aufhört“.

Die Erwähnung von 67 Jahren oder sieben Jahrzehnten zeigt, dass Abbas über die Zeit der Gründung Israels 1948 sprach, anstatt über 1967, als Israel die Kontrolle über das Westjordanland übernahm.

  1. Die offizielle Zeitung der PA druckte einen Gastkommentar, in dem behauptet wird, dass Israel hinter den Terroranschlägen in Paris steckt.

Der am 15. November, zwei Tage nach den tödlichen Anschlägen in Frankreich in al-Hayat al-Jadida veröffentlichte Gastkommentar sprach davon, dass die Suche nach den Terroristen auf „den letzten Ort, den die Krakenarme des Mossad erreichen, ausgedehnt werden müsse … Es ist eindeutig, dass sein ‚Mossad‘, Beirut und Paris niederbrennen wird, um [Ministerpräsident Benjamin] Netanjahus Ziele zu erreichen. Er, der den Herr des Weissen Hauses herausforderte, verbirgt in seiner Seele genug Böses, um die Welt zu verbrennen.“

Einen Tag zuvor veröffentlichte die offizielle Facebook-Seite der Fatah ein Bild, in dem Israel mit ISIS gleichgesetzt wird.

Unehrenhafte Erwähnung: UNRWA-Mitarbeiter verbreiten antisemitische Grafiken in den sozialen Medien.

Obwohl das Hilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA), das für palästinensische Flüchtlinge zuständige VN-Gremium, eine internationale und keine palästinensische Institution ist, wurden UNRWA-Angestellte wiederholt dabei ertappt, dass sie soziale Medien benutzten, um zur Gewalt gegen Israel aufzuwiegeln. Berichte von UN Watch , eine die VN beobachtende NGO und des Bloggers „Elder of Ziyon“ entlarvten letzten Monat Mitarbeiter, die brutale Grafiken und Hashtags verbreiteten und Palästinenser dazu aufriefen, die „zionistischen Hunde zu erstechen.“

In einer ersten Reaktion auf die Berichte nannte sie der UNRWA-Sprecher Chris Gunness „haltlos“ und griff die Glaubwürdigkeit von UN Watch an. Erst nach viel Druck untersuchte UNRWA die Vorwürfe und suspendierte schliesslich eine Reihe von Mitarbeitern aufgrund der Hetze.

In Englisch zuerst erschienen bei The Tower.

1 KOMMENTAR

  1. Der Zusammenhang zwischen der Autonomiebehörde, den verschiedenen palästinensischen Terrororganisationen, digitalen Netzwerken und der Flut von Attentaten ist eindeutig und belegt.
    Straßen und öffentliche Plätze werden nach Mördern benannt, Mörder werden zu Helden erhoben und es werden Gelder gezahlt.

    Gerade auch die Attentate durch ganz junge Palästinenser sollten als Auftragsmorde verstanden und geahndet werden – warum nur die Mörder bestrafen? – warum nicht auch deren Familien und die Auftraggeber?
    Welche Organisation versorgt die Familien der Mörder mit Blutgeld? – Konto der Organisationen und auch die Privatkonten ihrer Mitglieder sperren, auflösen und die Guthaben durch den Staat verwerten lassen!
    Konten bei arabischen Banken? – kein Problem, solange die Stromzufuhr in die Palästinenser-Dörfer sperren, bis die angemessenen Strafzahlungen komplett eingegangen sind.
    Wie setzt man so etwas legal und praktisch um?
    Ein maximales Stromkontingent für die zu versorgenden palästinensischen Dörfer bestimmen und bei jedem gerichtlich bestätigten Auftragsmord einen bestimmten Satz Energieleistung als Ersatz für nicht beizutreibende Strafgelder abziehen.
    Und: Nein! – es kann kein zusätzlicher Strom über das zugestandene Stromkontingent gekauft werden, auch nicht mit allem Geld der Welt.

    Keine Duldung von Auftragsmorden!

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