Gaza Demonstration, Bern 2009. Foto GSOA

Während israelis­che Zivilis­ten durch palästi­nen­sis­che Ter­ror­is­ten abgeschlachtet wer­den, wird auch die Wahrheit über den israelisch-palästinensischen Kon­flikt von einer Kam­pagne von bösar­ti­gen Lügen abgeschlachtet. Hier sind 10 der schädlich­sten Mythen über die aktuellen Angriffe:

Von Ron Der­mer

Erstens: Israel ver­sucht, den Sta­tus Quo auf dem Tem­pel­berg zu ändern.

Falsch. Israel hält sich streng­stens an den Sta­tus Quo auf dem Tem­pel­berg. Im ver­gan­genen Jahr haben rund 3,5 Mil­lio­nen Mus­lime den Tem­pel­berg besucht, neben rund 200’000 Chris­ten und 12’000 Juden. Nur Mus­lime dür­fen auf dem Berg beten und Nicht-Muslime dür­fen ihn nur zu bes­timmten Zeiten besuchen, die nicht geän­dert haben. Obwohl der Tem­pel­berg für das Juden­tum die heilig­ste Stätte ist — wo Salomon vor 3000 Jahren seinen Tem­pel baute — wird Israel keine Änderung des Sta­tus Quo zulassen. Diejeni­gen, die ver­suchen, den Sta­tus Quo zu ändern, sind die Palästi­nenser, die mit Gewalt ver­suchen, Juden und Chris­ten von einem Besuch einer Stätte abzuhal­ten, die für alle drei Glauben­srich­tun­gen heilig ist.

Zweit­ens: Israel sucht, die Al-Aksa-Moschee zu zerstören.

Falsch: Seit der Wiedervere­ini­gung Jerusalems im Jahre 1967 hat Israel ener­gisch die heili­gen Stät­ten aller Reli­gio­nen geschützt, ein­schliesslich der Al-Aksa. Im Nahen Osten, wo mil­i­tante Islamis­ten Kirchen, Syn­a­gogen, Weltkul­turerbe, wie auch andere Moscheen entwei­hen und zer­stören, ist Israel der einzige Garant für Jerusalems heilige Stät­ten. Palästi­nenser haben die Ver­bre­itung des “Al-Aksa ist in Gefahr”-Mythos min­destens seit 1929 propagiert, als die palästi­nen­sis­che Ikone, der Gross­mufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, ihn benutzte, um zum Mas­saker an Juden in Hebron und ander­swo zu inspiri­eren. Fast ein Jahrhun­dert später bleibt die Moschee unberührt, aber die Lüge besteht weiter.

Drit­tens: Eine jüng­ster Anstieg des Sied­lungs­baus hat die aktuelle Welle der Gewalt verursacht.

Falsch. Der jährliche Bau von Sied­lun­gen ist in den let­zten 15 Jahren zurück­ge­gan­gen. Unter Pre­mier­min­is­ter Ehud Barak (2000), wur­den 5’000 neue Wohnein­heiten in den Sied­lun­gen gebaut; unter Min­is­ter­präsi­dent Ariel Sharon (2001–05) durch­schnit­tlich 1’881; unter Min­is­ter­präsi­dent Ehud Olmert (2005–08) 1’774. Alle drei wur­den als Friedenss­tifter gefeiert. Was ist unter Min­is­ter­präsi­dent Ben­jamin Netan­jahu (2009–15)? Nur 1’554. Was für ein Anstieg.

Viertens: Präsi­dent Abbas sagt, Israel hätte den unschuldigen Palästi­nenser Ahmed Manasra “exekutiert”.

Falsch: Man­asra ist weder unschuldig noch tot. Er stach auf einen 13-jährigen jüdis­chen Jun­gen ein, der auf seinem Fahrrad fuhr. Man­asra ist bere­its aus dem­sel­ben Spi­tal ent­lassen wor­den, in dem auch sein Opfer weit­er­hin mit seinem Leben kämpft.

Fün­ftens: Israel setzt exzes­sive Gewalt ein im Umgang mit den ter­ror­is­tis­chen Angriffen.

Falsch: Gewalt einzuset­zen, um einen Angriff mit einer Schuss­waffe, einem Messer, Hacke­beil oder einem axtschwin­gen­den Ter­ror­is­ten ist legit­ime Notwehr. Israelis­che Polizeibeamte unter­liegen stren­gen Regeln bezüglich des Ein­satzes von tödlicher Gewalt, die nur in lebens­bedrohlichen Sit­u­a­tio­nen einge­setzt wer­den darf. Wie würde die amerikanis­che Öffentlichkeit erwarten, dass ihre Beamten auf einen Ter­ror­is­ten reagieren, der auf Pas­san­ten und auch auf Polizeibeamte einsticht?

Sech­stens: Die aktuelle Gewalt ist das Resul­tat der Stag­na­tion des Frieden­sprozesses.

Falsch: Israel erlebte den schlimm­sten Ter­ror in seiner Geschichte, wenn der Frieden­sprozess auf seinem Höhep­unkt war. Der Grund für den palästi­nen­sis­chen Ter­ror­is­mus ist weder Fortschritt noch Stag­na­tion des Frieden­sprozesses, son­dern der Wun­sch der Ter­ror­is­ten, Israel zu zerstören.

Siebtens: Präsi­dent Abbas ist eine mod­er­ate Stimme.

Falsch: Abbas sagte am 16. Sep­tem­ber, dass er “jeden Tropfen Blut, der in Jerusalem ver­schüt­tet wird, begrüsst.” Abbas hat nicht ein einziges der 30 Ter­ro­rat­ten­tate auf Israelis in den let­zten Monaten verurteilt. Er und seine Fatah-Bewegung benutzen weit­er­hin das Web und den Äther, um die Palästi­nenser zu noch mehr Gewalt aufzustacheln.

Acht­ens: Inter­na­tionale Mass­nah­men sind erforder­lich, um den Sta­tus Quo auf dem Tem­pel­berg durchzusetzen.

Falsch. Israel setzt den Sta­tus Quo durch. Die inter­na­tionale Gemein­schaft kann am effek­tivsten helfen, indem sie die Wahrheit sagt und das bewährte Engage­ment Israels auf die Aufrechter­hal­tung des Sta­tus Quo bekräftigt. Sie kann auch helfen, indem sie Abbas zur Rechen­schaft zieht über seine ver­lo­gene Rhetorik über den Tempelberg.

Neun­tens: Der Grund, warum der Kon­flikt und die Gewalt fortbeste­hen, ist, weil die Palästi­nenser keinen Staat haben.

Falsch: Die Palästi­nenser haben sich wieder­holt geweigert, einen Nation­al­staat für sich selbst zu akzep­tieren, wenn es die Akzep­tanz eines Nation­al­staates des jüdis­chen Volkes nebe­nan bedeutet. Im Jahre 1937 wiesen die Palästi­nenser den Bericht der Peel-Kommission, der zwei Staaten für zwei Völker wollte; 1947 wiesen sie den UNO-Teilungsplan zurück, der das gle­iche tat. Im Jahr 2000 in Camp David und auch im Jahr 2008 lehn­ten die Palästi­nenser neue Vorschläge ab, die einen palästi­nen­sis­chen Staat geschaf­fen hät­ten. Die Palästi­nenser lehn­ten Frieden vor und nach der Grün­dung Israels ab, bevor Israel 1967 die Kon­trolle über die Gebi­ete gewann und auch nach­dem Israel Gaza geräumt hatte im Jahr 2005. Die Palästi­nenser waren immer mehr besorgt um die Zer­störung des jüdis­chen Staates als mit der Schaf­fung eines eige­nen Staates. Der Kern des Kon­flikts bleibt die hart­näck­ige Weigerung der Palästi­nenser, den Nation­al­staat des jüdis­chen Volkes anzuerken­nen, in welchen Gren­zen auch immer.

Zehn­tens: Palästi­nen­sis­cher Ter­ror­is­mus ist die Kon­se­quenz palästi­nen­sis­cher Frustration.

Falsch: Palästi­nen­sis­cher Ter­ror­is­mus ist das Pro­dukt der Hetze, die in aufeinan­der fol­gen­den Gen­er­a­tio­nen eine Kul­tur des Has­ses und der Gewalt geschärft hat. Die grösste Ent­täuschung der Ter­ror­is­ten ist, dass sie dabei ver­sagt haben, Israel zu zer­stören. Sie wer­den weit­er­hin frus­tri­ert werden.

Ron Der­mer ist der israelis­che Botschafter in den Vere­inigten Staaten. Übersetzung Daniel Heiniger.

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