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Um eine ausgedehnte Terrorkampagne aufrechtzuerhalten, ist es zwingend notwendig einen tief sitzenden Hass zu kultivieren. Dieser Hass hallt bei Studenten mit Abschluss, Jura-Studenten, Angestellten von Telefongesellschaften mit einem stabilen und ordentlichen Gehalt, aber auch selbst im Geist von 13-jährigen Kinder wider.

Von Gerald M. Steinberg

Mehr als alles andere benötigt eine solche Kampagne jedoch Geld. Und tatsächlich wird diese Terrorindustrie, neben der palästinensischen Autonomiebehörde, von europäischen Elemente angetrieben, einschliesslich solcher mit Verbindungen zu Regierungen der Europäischen Union. Trotz ihrer erklärten Zielsetzung Frieden und Verständigung zu fördern, bieten sie dieser Terrorkampagne im Wesentlichen alles, was sie braucht – Aufstachelung, Rechtfertigung und Glorifizierung.

Aufstachelung
Imame in Moscheen und die Führer von Fatah und Hamas benutzen die alte Lüge „Al-Aqsa ist in Gefahr“, um die palästinensischen Massen aufzustacheln. Andere Organisationen tragen jedoch auch zu diesem Narrativ bei, das sich als sehr effektiv erwiesen hat. Das Alternative Information Center (AIC) zum Beispiel, das in Israel registriert ist und unter anderem von der EU finanziert wird, veröffentlichte eine Aufruf zur „Solidarität mit dem palästinensischen Volkswiderstand“, während es warnte, dass „fanatische Siedlergruppen, unterstützt von der Regierung … den [Tempelberg-] Bezirk entweihen … und dazu aufrufen die Moschee zu zerstören“. Zusätzlich zur Beschuldigung Israels, es betreibe ein kolonialistische Politik der ethnischen Säuberung, behauptete das AIC zudem Israel und „zionistische Milizen“ seien verantwortlich für die Zerstörung Hunderter Kirchen und Moscheen seit 1948.

Rechtfertigung
In einem vom Palestinian Center for Human Rights (PCHR) – einer von europäischen Regierungen finanzierten Organisation – veröffentlichten Dringlichkeitsbericht werden israelische Opfer durchweg als „Siedler“ bezeichnet, was politische „Rechtfertigung“ für die Gewalt liefern soll. Darüber hinaus macht der Bericht aus dem Angreifer das Opfer und beschuldigt die israelischen Sicherheitskräfte sie würden Verbrechen begehen. Das Foto des 13-jährigen Terroristen Ahma Saleh Manasra zeigt ihn verwundet und blutend. Er wurde zum Aushängeschild palästinensischer Propaganda, ähnlich dem des Mohammed Al-Durah während der Zweiten Intifada, um Israel als Kindermörder darzustellen. Während die Videoaufnahmen, die seinen Terroranschlag dokumentieren, sowie Augenzeugenberichte komplett ignoriert werden, schreibt das PCHR in seinem Bericht, dass Ahmad auf dem Weg war eine Taube zu kaufen, als er angegriffen wurde. Und als würde diese Behauptung noch nicht ausreichen, um den Professionalismus und die Ziele der Organisation zu einem absoluten Witz zu machen: Es gibt in dieser Gegend noch nicht einmal Geschäfte, in denen man Tauben kaufen kann.

Glorifizierung
Die palästinensische Anwaltskammer (PBA) gewährte dem Terroristen Mohannad Halabi „postum“ ein Ehrendiplom. Am Beginn der aktuellen Terrorwelle ermordete Halabi, ein Jurastudent, in Jerusalem zwei Zivilisten und verletzte eine Mutter und ihr Kleinkind. Selbst ein rechtlich verankertes Gremium wie die PBA benutzt Propaganda um Mörder zu verherrlichen und erhält gleichzeitig Gelder von der EU. Die Summen sind kaum zu fassen: Die PBA erhielt einen Teil einer €21 Millionen-Beihilfe, die im August 2013 ausgezahlt wurden, nachdem sie Berichten zufolge im Verlauf der drei Jahre davor einen ähnlichen Zuschuss von €35 Millionen erhielt. Von 2011 bis 2013 gab die EU rund €1,5 Millionen direkt an die PBA, um „den Professionalismus der palästinensischen Rechtsanwälte zu steigern“.

Europäische Symbole und Bilder von Repräsentanten Europas in Jerusalem zieren jede Seite des Internetauftritts der PBA. Die PBA hat bereits seit einiger Zeit aktiv zu Terrorismus ermutigt und gewalttätige Proteste gegen israelische Sicherheitskräfte, Hungerstreiks in Solidarität zu Sicherheitshäftlingen und Aktivitäten, die auf die „Befreiung palästinensischer Häftlinge“ zielen, mit organisiert. Unterdessen schliesst ihr „strategischer Plan“ für die Jahre 2015 bis 2017, der „mit dem Direktor für Zuschüssen der EU“ aufgestellt wurde, die Eingabe internationaler Klagen gegen Israel als eines ihrer Ziele ein.

Beschwerden sollten an Europa gerichtet werden, das – absichtlich oder nicht – palästinensische Hetze nährt. Ohne diese Gelder würden die Palästinenser bezüglich ihrer Delegitimierung- und Hasspropaganda, eingeschränkter sein. Es würde weniger Blut vergossen und die Atmosphäre würde gelassener werden. Trotz vieler Treffen und Diskussionen mit Repräsentanten Europas bleibt die Frage weiter: Wie können unsere europäischen Freunde derart viel Geld an die überweisen, die jüdisches Blut vergiessen und den Boden für den nächsten Mord bereiten?

Gerald M. Steinberg ist Professor für Politikwissenschaft an der Bar-Ilan Universität und Leiter von NGO Monitor, einem Forschungszentrum mit Sitz in Jerusalem. In Englisch zuerst erschienen bei Israel HaYom. Deutsche Übersetzung via Heplev.