Rabbi Haim (Howie) Rothman. Foto UJA Federation of Greater Toronto

Fast ein Jahr nachdem palästinensische Terroristen vier Betende und einen Polizisten in einer Synagoge in Jerusalem töteten, verstarb am Samstag Rabbi Haim (Howie) Yehiel Rothman, der beim Angriff schwer verletzt wurde, an seinen Verletzungen.

Rothman lag seit November 2014 im Koma, als zwei palästinensische Terroristen mit einer Pistole, Äxten und Fleischerbeilen bewaffnet, die Bnei Torah Synagoge in Har Nof stürmten und betende Juden attackierten. Rothman, 55, erlitt dabei eine Reihe von Schlägen auf den Kopf von einer Axt.

Der in Toronto geborene Rothman, der vor 30 Jahren nach Israel ausgewandert war, hinterlässt eine Frau, 10 Kinder und 3 Enkelkinder. Rothman wurde am Samstag Abend im Har HaMenchot-Givat Shaul Friedhof in Jerusalem beerdigt. Hunderte von Menschen schlossen sich dem Trauerzug zum Friedhof an.

„Er war einer der ganz besonderen Menschen in unserer Gemeinde. Er hatte immer ein Lächeln auf seinem Gesicht,“ sagte ein Mitglied der Bnei Torah Synagoge gegenüber der israelischen Tageszeitung Yisrael Hayom.

Unter den weiteren Opfern des Attentates vom November 2014 waren der amerikanisch-israelische Rabbi Mosche Twersky, Sohn von Harvard-Professor Rabbi Isadore Twersky, Rabbi Calman Levine und Rabbi Aryeh Kopinsky. Auch getötet wurde der britisch-israelische Rabbi Avraham Shmuel Goldberg.

Die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) übernahm die Verantwortung für das Attentat und pries ihn als „eine Form des Widerstands, der verstärkt werden sollte“, und man müsse „gemeinsam Widerstand gegen die Besatzung“ leisten. Der Hamas-Sprecher Muschir al-Masri nannte die Tat einen „heroischen Akt“und sprach von einer „natürlichen Reaktion“. Die Tat sei die Rache für die „Hinrichtung“ eines arabischen Busfahrers, der einige Tage zuvor in einem Omnibus erhängt aufgefunden worden war.

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