Islamischer Staat. Foto Twitter
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Laut der im Nahen Osten tätigen Hilfsorganisation „Christian Freedom International“ (CFI) werden Christen in ihren ehemaligen Kirchen, die vom Islamischen Staat erobert wurden, solange gefoltert, bis sie ihrem Glauben abschwören und zum Islam übertreten.

Gemäss einem Bericht von CFI werden Christen derzeit in 105 der weltweit 196 Länder verfolgt. Die geographische Fläche erstrecke sich von Nord- und Westafrika, in den Nahen Osten, durch Asien und bis runter nach Indonesien.

Ein Grossteil der Verfolgung sei heute in den Händen von Islamisten. CFI-Präsident Jim Jacobson beschreibt die Situation im Irak, wo Terroristen des Islamischen Staates systematisch das Christentum ausrotten, Männer, Frauen und Kinder kreuzigen und Kirchen zerstören.

„Schergen des Islamischen Staates im Irak machen christliche Kirchen zu Folterkammern, wo sie Christen zwingen, entweder zum Islam zu konvertieren oder zu sterben“, sagt er. „Zusätzlich zerstört der Islamische Staate die historischen Relikte, der ehemals christlichen Orte und schmuggelt diese zu westlichen Sammlern um terroristische Aktivitäten finanzieren zu können. Diese Gräueltaten müssen aufhören.“

In Kenia gab es zahlreiche Beispiele von Christen, die herausgegriffen und brutal ermordet wurden. Im letzten Dezember haben somalische Islamisten von al-Shabab, 36 Menschen erschossen und enthauptet; die meisten von ihnen waren junge Bergarbeiter in einem örtlichen Steinbruch. Muslimische Bergleute, die an ihrer Seite gearbeitet haben, wurden verschont.

Der Angriff fand weniger als zwei Wochen nach einem ähnlichen Vorfall statt, bei dem Bus-Passagiere gebeten wurden, ein islamisches Glaubensbekenntnis vor al-Shabab-Terroristen zu rezitieren. Diejenigen, die das Bekenntnis nicht rezitieren konnten, wurden für Nicht-Muslime gehalten und erschossen.

Anfang diesen Jahres ist in Pakistan ein christlicher Jugendlicher gestorben, nachdem er von zwei muslimischen Jugendlichen in Brand gesetzt wurde, weil er ein Christ war. Nouman Masih wurde mit Verbrennungen an 55 Prozent seines Körpers ins Krankenhaus gebracht. Anfänglich dachten die Ärzte, dass er überleben würde. Er war in der Lage zu sprechen und sagte zu Reportern: „Ich habe ihnen gesagt, dass ich Christ bin. Sie begannen, mich zu schlagen. Als ich versuchte wegzurennen, sind mir beide Jungen durch die Strasse gefolgt und dann warfen sie Kerosin auf mich und steckten mich in Brand.“ Trauriger Weise erlag Masih später seinen Verletzungen da das Krankenhaus für Behandlungen von Verbrennungen nicht genügend ausgestattet war.

Das internationale und überkonfessionelle Hilfswerk Open Doors, das sich in über 50 Ländern der Welt für Christen einsetzt, hat einen Weltverfolgungsindex veröffentlicht, der Hintergründe aufzeigt und die gefährdetsten Länder angibt.