Naftali Bennett. Foto The Israel Project. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons.

Stunden nach dem Messerangriff bei der Gay Pride Parade in Jerusalem, bei dem sechs Personen verwundet wurden, sagte Bildungsminister Naftali Bennett, er plane die staatliche Finanzierung für eine Gruppe, die LGBT Jugendlichen hilft, „dramatisch“ zu erhöhen.

Bennett, Mitglied der national-religiösen „Jüdisches Haus“ Partei, kündigte noch am Donnerstag Abend an, dass mehr Geld der Organisation Israel Gay Youth (IGY) zufliessen werde, berichtet die Zeitung Ynet. Über die Höhe der finanziellen Mittel machte Bennet keine Angaben.

Bennett wies zudem Ministerialbeamte an, einen Ausbildungsplan auszuarbeiten um die Hetze und Gewalt gegen Homosexuelle Gemeinschaften zu verhindern.

„Ich werde nicht zustimmen, wenn die Jugend im Staat Israel Angst hat auf die Strasse zu gehen, nur aufgrund ihrer Lebensweise. Wir werden auf diesen Angriff mit Taten und nicht nur mit Worten reagieren, das Instrumentarium stärken und vermehrt anwenden, wenn Jugendliche unter Homophobie in Schulen leiden.“

Die Polizei identifizierte Yishai Schlissel, einen ultra-orthodoxen Juden als Täter des Angriffs. Bereits vor zehn Jahren hatte er auf der damaligen Gay Pride Parade schon einmal drei Menschen mit einem Messer verletzt. „Im göttlichen Auftrag“, wie er nach seiner Verhaftung verkündete. Dafür erhielt Schlissel zwölf Jahre Haft, wurde aber vor drei Wochen vorzeitig entlassen.

Diesen Beitrag teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •