Israel-Solidaritätskundgebung in Genf

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Rund 1.000 Teilnehmer aus einem Dutzend Ländern, darunter Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, den Niederlanden und der Schweiz, versammelten sich am Montag Nachmittag in Genf, um ihre Unterstützung für den Staat Israel zum Ausdruck bringen.

Während der gleichen Zeit hielt der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen eine Debatte über Israel und die Untersuchungskommission zum Bericht des Gaza-Konfliktes von 2014.

Mitglieder und Anhänger von mehr als 80 NGOs, darunter viele Juden und Christen, reisten nach Genf, um ihre Unterstützung für den jüdischen Staat auszudrücken und die UNO zu motivieren, Israel fair zu behandeln.

In seiner Rede an der Kundgebung, sagte Robert Singer, CEO des World Jewish Congress (WJC): „Der Grund, warum wir heute hier sind ist, den Vereinten Nationen zu sagen, dass sie sich ändern müssen. Die Obsession mit Israel muss überwunden werden. Diese Besessenheit ist destruktiv und verhindert eine wirksame Menschenrechtspolitik, die so dringend benötigt wird.“

Besatzungsmacht ist nicht Israel
Singer bestand darauf, dass Israel ein Recht hat, sich gegen die Hamas zu verteidigen. „Gaza ist immer noch ein besetztes Gebiet, aber die Besatzungsmacht ist nicht Israel. Es ist die Terrorbewegung die Hamas genannt wird.“

Robert Singer sagte weiter: „Ich bin vom Ton des Menschenrechtsrates zur Zeit enttäuscht. Dieser unterstellt Israel keine Verantwortlichkeit von seiner Armee zu verlangen. Ich weiss, dass unsere Soldaten ihr Leben aufs Spiel setzen, um unsere Gemeinschaft zu beschützen, und dass sie um unschuldige palästinensische Leben zu retten, lebenswichtige Missionen abbrechen, wenn nicht am Kampf beteiligte Palästinenser in Gefahr sind.“

An der Demonstration kamen auch Israelis zu Wort, die in Siedlungen an der Grenze zum Gazastreifen wohnen.  Sie wollten ihre Zeugenaussage abgeben bezüglich den Aussagen im Bericht der Untersuchungskommission, nach welchen die aus dem Gazastreifen ausgegrabenen Tunnel, ausschliesslich zum Angriff auf „legitime militärische Ziele“ gebraucht worden waren. Im Bericht des Untersuchungsausschusses stand, dass sie nicht in der Lage gewesen seien, den Grund für die Erstellung der Hamas von Tunnel in israelisches Staatsgebiet – in der Nähe von Kibbuzim und Dörfern, nahe dem Gazastreifen – nachzuvollziehen.

Die offizielle israelische Reaktion auf den Bericht war eine Absage an ihre Legitimität sowie jene des Menschenrechtsrates, welches den Bericht verlangt hatte. Begründet wurde dies von Israel damit, dass der Rat eine eindeutig anti-israelische Haltung habe und in den letzten Jahren Israel viel mehr Diskussionen gewidmet hatte als alle anderen Ländern der Welt, bei welchen erwiesenermassen eine Basis zur Anklage der Menschenrechtsverletzungen vorliegt. Trotzdem war es ein kleiner Trost, dass im Gegensatz zu früheren Berichten dieser Art, die Untersuchungskommission dieses Mal auch die Hamas der Kriegsverbrechen anklagte.

Weitere Redner an der Kundgebung waren unter anderem Col. Richard Kemp, ehemaliger Kommandeur der britischen Truppen in Afghanistan, Dr. Gregory Laffite von der Europäischen Koalition für Israel, Anne Arfi von den jüdischen Gemeinden der Schweiz, der italienische Journalist Giuliano Ferrara, und Israels Botschafter in der Schweiz, Yigal Caspi.