Papst Franziskus begrüsst den palästinensischen Führer Mahmoud Abbas im Vatikan, 16. Mai 2015. Foto Screenshot des Fernsehsenders RT

Ein bilaterales Abkommen zwischen Palästina und dem Vatikan wurde heute Freitag unterzeichnet.

In einem Dokument, das Details zum Status der katholischen Kirche in Palästina regelt, nennt der Vatikan nach einer früheren Ankündigung zum ersten Mal Palästina ausdrücklich „einen Staat“. Unterzeichnet wurde der Vertag von dem vatikanischen Aussenminister, Erzbischof Paul Richard Gallagher, und für Palästina von dessen Aussenminister Riad Al-Malki. Das am Freitag unterzeichnete Abkommen regelt die Rechte der katholischen Kirche in den Palästinensergebieten, wie der Vatikan bekanntgab. Die Verhandlungen wurden nach 15 Jahren abgeschlossen.

Laut Radio Vatikan sprach Al-Mailiki am Freitag bei der Unterzeichnungsfeier im Vatikan von einem historischen Schritt. „Das wäre nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung und das persönliche Engagement des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas und ohne den Segen Seiner Heiligkeit Papst Franziskus für unsere Bemühungen in dieser Angelegenheit.“

Al-Mailiki betonte vor allem die erstmalige ausdrückliche Anerkennung des Staates in einem Dokument mit dem Vatikan. Es sei ein Zeichen der „Anerkennung der Menschenrechte des palästinenischen Volkes, seines Rechtes auf Selbstbestimmung, auf Freiheit und Würde in einem eigenen unabhängigen Staat, ohne die Fesseln der Besetzung.“

Das israelische Aussenministerium bedauerte die Entscheidung. Übereilte Schritte würden der Chance auf ein Friedensabkommen mit den Palästinensern schaden. Israel werde das Abkommen und dessen Auswirkungen auf die künftige Zusammenarbeit des Landes mit dem Vatikan prüfen, zitierte das Newsportal Ynetnews das Aussenministerium.

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