Foto Maj. Arye Sharuz Shalicar / Facebook
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Zum zweiten Mal im Laufe der letzten 10 Tage wurden gestern Nacht mindestens 2 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert.

Sirenen ertönten in den israelischen Städten Ashkelon und Netivot im Süden des Landes, welche zusammen insgesamt fast 150.000 Einwohner haben. Die israelische Luftwaffe griff daraufhin drei Ziele im Gazastreifen an, die mit der Hamas identifiziert wurden. Dies sei die israelische Antwort auf das Raketenfeuer auf den Süden Israels wenige Stunden zuvor gewesen, so der Militärsprecher Peter Lerner am Donnerstagmorgen. Eine der Terrormiliz Islamischer Staat nahestehende Gruppierung übernahm die Verantwortung für den Raketenbeschuss.

Die Raketenangriffe hätten keine Menschen verletzt, teilte das israelische Militär am Mittwochabend mit. Sirenen hätten die Bewohner vor den Geschossen gewarnt. „Als die Sirenen an diesem Abend in Israel heulten, waren die Leben von mehr als 150 000 Israelis in Gefahr“, sagte Lerner.

Islamischer Staat involviert
Für die Raketenattacken am Mittwoch übernahm eine dem Islamischen Staat nahestehende salafistische Gruppierung die Verantwortung. Die Gruppe hatte sich schon in der vergangenen Woche für einen ähnlichen Beschuss verantwortlich gezeigt.

Laut Angaben der Terroristen war der Angriff, die Rache für die Tötung eines ihrer Mitglieder durch Hamas. Die IS-Sympathisanten hatten der Hamas eine 48-Stunden Frist gesetzt, um Razzien gegen sie zu stoppen und in den vergangenen Monaten festgenommene IS-Unterstützer freizulassen.

IS-Sympathisanten Kundgebung in Gaza. Foto Screenshot Youtube
IS-Sympathisanten Kundgebung in Gaza. Foto Screenshot Youtube

Die Salafisten werfen der Hamas vor, zu weich gegenüber Israel zu agieren und es nicht geschafft zu haben, die Sharia durchzusetzen. Es ist unbekannt, wie viele IS-Unterstützer in Gaza sind und ob diese Verbindungen zur Islamistischen Terrormiliz im Irak und Syrien haben.