Kundgebung "Ausschluss von Israel aus der FIFA", 29. Mai 2015, Hallenstadion, Zürich. Organisiert von BDS Zürich, BDS Schweiz, Europalestine und weiteren Organisationen. Foto ZvG

Erklärung der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft beider Basel und der Gesellschaft Schweiz-Israel Basel zur Diffamierung Israels im Umfeld des FIFA-Kongresses

Während des FIFA-Kongresses in Zürich versuchten einige sog. BDS-Gruppen vor dem Kongressgelände zu demonstrieren und Druck auf den Weltfussballverband auszuüben, den israelischen Fussballverband aus der FIFA auszuschliessen.

Mit Befremden nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut keine Gelegenheit ausgelassen wird, den Staat Israel in Misskredit zu bringen. Dadurch wird Hass gezüchtet und salonfähig gemacht. Wie so oft wird Israel dämonisiert und mit doppelten Standards gemessen: Nicht nur palästinensischen Sporttreibenden klingen Hassrufe entgegen – auch israelische Sportlerinnen und Sportler erleben immer wieder an internationalen Sportveranstaltungen, dass ihnen von fanatisierten Fans Todesdrohungen entgegen klingen. So dem israelischen Team geschehen am World Masters Judo-Turnier am vergangenen Wochenende im marokkanischen Rabat. Die jeweiligen Länder aus den jeweiligen Sportverbänden auszuschliessen kam deswegen noch niemandem in den Sinn. Wie die Wochenzeitung Tachles am letzten Freitag berichtete, hat Jibril Rajoub, der Vorsitzende des palästinensischen Fussballverbandes PFA am Mittwoch 19.Mai einen Vorschlag des Fifa-Präsidenten Sepp Blatter abgelehnt, in Zürich ein Freundschaftsspiel des guten Willens zwischen Israel und einem Team der palästinensischen Behörde durchzuführen. Rajoub hat anderer Stelle mehrfach dazu aufgefordert, jüdische Siedler umzubringen und Menschen jüdischen Glaubens mit schlimmsten verbalen Vergleichen belegt. Wird nun der PFA aufgefordert, seinen Präsidenten zur Mässigung zu bewegen?

Wir verkennen in keiner Weise die Dringlichkeit der Situation rund um Israel und die palästinensischen Autonomiegebiete. Wir rufen in diesem Zusammenhang die sogenannten BDS-Organisationen dringend dazu auf, ihre Energie in  Bestrebungen für eine offizielle Anerkennung des Staates Israels durch die palästinensischen Behörden zu stecken. Einzig dies kann den Friedensprozess weiterbringen. Es muss jedem Kenner der Lage in Israel klar sein, dass Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit von palästinensischen Fussballspielern den Ursprung in Sicherheitsfragen haben. Politik hat im Sport nichts zu suchen. Sport darf nicht für politische Zwecke missbraucht werden.

Diesen Beitrag teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •