Eröffnung des Feldlazaretts in Kathmandu. Foto Gadi Yampel / IDF
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Ein 260 Mitglieder starkes Katastrophenteam der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) wurde nach dem Erdbeben nach Nepal entsandt. Dem Team gehören auch 40 medizinische Kräfte an, deren Mission es ist, Leben zu retten.

Der Aufbau eines Feldlazaretts bei Kathmandu hatte oberste Priorität für das Team. Am Abend des 29. April wurde das Feldlazarett eröffnet. Bis zum Ende des Tages wurden bereits 98 Patienten behandelt.

„Das Team hat die modernste Technologie mitgebracht, die es gibt”, erklärt Oberstleutnant Asi Hempel, Arzt im medizinischen Korps der IDF. „Das Feldlazarett ist mit allem ausgestattet: mit Möglichkeiten zur Röntgenuntersuchung, mit Operationssälen, die 24 Stunden am Tag benutzt werden können, mit Laboren und vielem mehr.“ Das Feldlazarett kann rund 200 Patienten pro Tag aufnehmen und versorgen. „Israels beste Spezialisten für traumatische Verletzungen gehören dem medizinischen Team in Nepal an“, sagt Oberstleutnant Hempel.

Im Einsatz in Kathmandu. Foto Gadi Yampel / IDF
Im Einsatz in Kathmandu. Foto Gadi Yampel / IDF

Digitale medizinische Akte
Das IDF hat viel Erfahrung durch vorherige humanitäre Missionen und hat deswegen eine einzigartige Technologie für das Feldlazarett entwickelt. „Wir haben zusammen mit der C4I-Einheit des IDF den Weg bereitet für ein hochmodernes System, dass es uns ermöglicht, im Lazarett eine digitale medizinische Akte für jeden Patienten anzulegen. Der Prozess ist sehr einfach“, so Oberstleutnant Hempel. „Jeder Patient, der beim Feldlazarett ankommt, wird von einem medizinischen Assistenten empfangen, der ein Foto von ihm macht und ihm einen individuellen Barcode gibt. Dieser Barcode wir an jeder Station, die der Patient durchläuft, gescannt. Dadurch kann der Arzt jede medizinische Information und alle Behandlungen einsehen, die der Patient erhalten hat. Dieses System hilft uns dabei, sicherzustellen, dass keine Station im Feldlazarett mit Patienten überfüllt ist. Eine erstklassige Behandlung hat Priorität.“

Einer der Ärzte, die sich der humanitären Mission des IDF angeschlossen haben, ist Dr. Shree Krishna Kashichwa, der in Nepal geboren wurde und die letzten fünf Jahre zur Weiterbildung in Israel verbracht hat. Viele seiner Angehörigen haben im Erdbeben ihre Häuser verloren. „Israel leistet wunderbare Arbeitet und ich möchte mich im Namen der Nepalesen bedanken“, erklärte er.

Via (IDF/MFA/embassies.gov.il)