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Teheran unterhält britischen Angaben zufolge ein „aktives Netzwerk für Atomaufträge“ mit zwei iranischen Firmen. Das geht aus einem vertraulichen Bericht hervor, den Experten dem für die Sanktionen gegen den Iran zuständigen UN-Gremium übermittelten, wie zwei Diplomaten am Donnerstag bestätigten.

Demnach sprach Grossbritannien die Warnung am 20. April aus. Erwähnt wurden konkret „Irans Firma für Zentrifugentechnologie“ und die „Kalay Electric Company“. Beide Unternehmen stehen auf der US-Sanktionsliste, gegen Kalay Electric wurden zudem UN-Strafmassnahmen verhängt.

US-Aussenamtssprecherin Marie Harf sagte vor Reportern, Washington sei besorgt über die iranischen Aufträge. Der Iran äusserte sich zunächst nicht zu dem UN-Bericht. Teheran beharrt darauf, dass sein Nuklearprogramm allein zivilen Zwecken diene.

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland streben bis zum 30. Juni ein endgültiges Abkommen im Atomstreit mit Teheran an. Ziel ist es, den Iran am Bau von Atomwaffen zu hindern. Teheran will die Streichung der Wirtschaftssanktionen erreichen.

Das in Washington ansässige Institut für Forschung und Internationale Sicherheit beschrieb die Teheraner Firma Kalay Electric als Irans wichtigste Anlaufstelle für Zentrifugenforschung und Entwicklung in den späten 1990er Jahren und Anfang der Nullerjahre, ehe das Land den Betrieb 2002 in die Anlage in Natans verlegte. Demnach wurde das Unternehmen privat geführt, bis es von der iranischen Atomenergiebehörde aufgekauft wurde.

Quelle: www.welt.de