“Krieg war noch nie die Wahl des Staates Israel. Unsere Wahl ist heute wie schon immer, der Weg des Friedens” Ron Prosor, israelischer Botschafter an der UNO

Heute Morgen um 11 Uhr werden in ganz Israel zwei Minuten lang die Sirenen zum stillen Gedenken an die gefallenen Soldaten und Opfer des Terrors seit der Gründung Israels ertönen. Frauen, Männer und Kinder unterbrechen ihre Beschäftigung, und stehen während dieser Minute still. Gestern Abend an der Klagemauer, heute am Soldatenfriedhof auf dem Herzlberg. Im ganzen Land finden Gedenkfeiern in Erinnerung und zur Würdigung der seit Staatsgründung gefallenen und ermordeten Soldaten und Zivilisten statt . Mit den 116 neuen Opfern des letzten Jahres, steigt die Gesamtzahl der Opfer seit der Staatsgründung Israels auf 23’320 Menschen.

Der israelische Verteidigungsminister Mosche Jaalon, schrieb folgende Worte auf der Seite des Ministeriums, auf welcher virtuelle Kerzen gezündet werden können:

“Am Tag des Gedenkens verneigt sich die Nation, wie eine einzige Familie, und vereint sich mit den Erinnerungen an die gefallenen Soldaten aller Kriege Israels, als moralische Verpflichtung an jene, die uns in ihrem Tod zum Leben aufforderten, damit wir ihrer würdig sind “.

Der israelische Abgeordnete der UNO, Ron Prosor, würdigte die Erinnerung an die gefallenen Soldaten, in dem er während einer Sitzung des UN Sicherheitsrates die israelische Nationalhymne “Hatikva” auf Hebräisch vorlas.

Solange noch im Herzen
eine jüdische Seele wohnt
und nach Osten hin, vorwärts,
ein Auge nach Zion blickt,

solange ist unsere Hoffnung nicht verloren,
die Hoffnung, zweitausend Jahre alt,
zu sein ein freies Volk, in unserem Land,
im Lande Zion und in Jerusalem!

Von 553 Soldaten, darunter Oron Shaul, der im letzten Sommer in Gaza getötet wurde – bleibt der Ort des Grabes unbekannt. Gemäss Verteidigungsministerium gibt es heute ein Total an 9753 Familien, die im Krieg oder Terrorakt ein Familienmitglied verloren haben, es gibt 4958 Witwen und 2949 Waisen unter 30 Jahre alt.

Auch den drei Teenagern – Naftali Fraenkel (16), Gilad Shaer (16), and Eyal Yifrah (19) – welche am 12. Juni entführt und nur kurz danach im Auto vermutlich gleich erschossen wurden, wird am heutigen Jom Hazikarion gedacht.

„Lied in Erinnerung an die drei Jugendlichen, von David De’or mit Ilan Kenan 6 Monate nach der Entführung geschrieben. Gesungen sowohl von den Komponisten als auch von den Sängern David Broza, Jishai Maribo, Jonathan Razel und Avraham Fried, und mit Freunden und Familien der Ermordeten. Ein Lied, ein Gebet, zur Erinnerung, und als Ausdruck der Hoffnung auf bessere Zeiten. „

Der Gedenktag der gefallenen Soldaten und der Terroropfer ist in Israel ein besonders ernster und feierlicher Tag. Die vielschichtige Bedeutung des Tages ist mit verschiedenen Elementen verbunden:

Mit dem Bewusstsein, dass Israels Bestehen vom Einsatz der Soldaten abhängig ist; dass die gefallenen Soldaten ihr Leben für jenes ihrer Familien und ihres Volkes opferten; dass mit Gewissheit nächstes Jahr neue Opfer zu beweinen sein werden.Dazu kommt, dass durch den hohen Stellenwert von Kindern und Familie überhaupt der Verlust eines jungen Sohnes, der als Soldat sein Leben für die Existenz des Staates aufgegeben hat, in der breiten Gesellschaft als Tragödie betrachtet wird und die Nation in diesem Aspekt vereint: Jeder gefallene Soldat wird von jedermann und jedefrau als eigenes Kind, und somit als persönlicher Verlust, empfunden.

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2 KOMMENTARE

  1. Nun, ich habe mich in dieser Sache geirrt und Herr Schuerch, der Kultus-Beauftrage der Or Chadasch hat mich bereits wie folgt abgekanzelt:

    „Mr Scheiner: wieder einmal mehr scheinen Sie in Sachen Info nicht auf dem neuesten Stand zu sein!

    Selbstverständlich feiert die JLG den Jom Haazmaut, wie in den letzten Jahren, zusammen mit der ICZ (im Gemeindehaus Lavaterstrasse) Ich bin – so nebenbei bemerkt – Mitglied bei beiden Gemeinden!

    Bevor Sie ausfällig werden, informieren Sie sich doch zukünftig etwas genauer!

    DSch“

    Dass die ILG zusammen mit der ICZ feiert wundert mich eigentlich nicht. So wies Haefeli, so isch’s Deckeli.

    Die JLG ist bekanntermassen eine Brutstätte von anti-zionistischen Aktivitäten und Hort der JVJP.CH und dem bigotten“ Jom Ijun“. Mitglieder vom JLG haben u.a. auch den verlogenen Goldstonereport verteidigt und unterstützen aktiv den berüchtigten BDS.

  2. Warum werden weder Jom Hazikaron noch Jom haAzmaut in der Jüdischen Liberalen Gemeinde „Or Chadasch“ gefeiert“. Sind sie gleichgültig gegenüber Israel oder sind sie inzwischen Gegner von Israel und Zionismus?

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