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Während die oberste Führungsriege des Iran in Wien die Atomgespräche mit der 5+1 Gruppe weiterführt und bis zum 24. November eine Einigung in der iranischen Urananreicherung erreicht werden soll, halten iranische Militärs zuhause in Teheran fest die Stellung und geben ihre Pläne im Kampf gegen Israel zum besten.

Gemäss Brigadegeneral Mohammed Reza Naqdi, Kommandant der iranischen Basij-Einheiten*, seien Millionen von Iraner bereit für einen Einsatz in Gaza, so berichtet Al-Manar unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars. In Gaza sollen sie den Palästinensern im Kampf gegen das zionistische Regime helfen.

Das sagte er bereits früher, betonte aber, dass „es keinen Grund gibt, Truppen nach Gaza zu entsenden, weil die palästinensische Jugend hinreichen, um die Israelis zu bekämpfen.“

Kurz bevor am Dienstag die Atomgespräche wiederaufgenommen wurden, elaborierte er die iranischen Pläne für das Westjordanland: Auch das Westjordanland sei wie Gaza zu bewaffnen, um sich gegen israelische Angriffe zu verteidigen: „Die wichtigste Aufgabe ist, dass sie die erforderliche Ausbildung und Fähigkeiten erlernen müssen; da Gaza heute seine eigene Verteidigungsindustrie hat und auf eigenen Füssen steht, müssen wir versuchen, den gleichen Plan auch im Westjordanland umzusetzen, so Gott will.“

Neben Ayatollah Ali Khameni unterstreichen nun auch andere iranische Funktionäre die Notwendigkeit, die Palästinenser im Westjordanland zu bewaffnen. Das wäre ein weiterer Schritt zum Untergang Israels.

Dass das keine leeren Worthülsen sind, geht aus einem Bericht von Al Monitor vom vergangenen Jahr hervor. Recherchen zufolge habe die Terrorbewegung Volksfront zur Befreiung Palästinas PFLP einen neuen Sponsor gefunden – der Iran. Das Regime in Teheran „hat seine finanzielle und militärische Unterstützung [der PFLP] wieder aufgenommen, um seine Allianz mit den palästinensischen Widerstandseinheiten zu stärken und sich selbst nicht darauf zu begrenzen, nur islamistische Bewegungen wie die Hamas und den Islamischen Jihad zu unterstützen“, so der Investigationsbericht auf Al Monitor. Die PFLP war erst jüngst wieder aktiv, es wird angenommen, dass der Anschlag auf die Synagoge in Jerusalem, bei dem 5 Menschen getötet wurden, von der PFLP durchgeführt wurde.

Der Iran will das Westjordanland unbedingt bewaffnen , aber das Atomprogramm ausschliesslich für zivile Zwecke nutzen? Wer auf Kampf um jeden Preis setzt, kennt keine Grenzen.

*Basij Einheit ist eine paramilitärische Organisation, die unter den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) operiert. Sie rekrutiert sich aus Freiwilligen.

1 KOMMENTAR

  1. Die Islamische Republik will Nuklearwaffen herstellen um Israel zu vernichten. Oder, der Iran will Israel vernichten und will deshalb Nuklearwaffen herstellen. So oder so, davon werden die Ayatollas im Iran nicht abrücken. Sie haben doch die Unterstützung von Lady Ashton von der EU, die Israel und Juden hasst.
    Warum? Aus einem religiös-ideologischem Grund. Eine iranische Schiitensekte will das Erscheinen des islamischen Heilands, dem 12. Imam, mit einer Katastrophe erzwingen. Dazu ist die Vernichtung von Israel gerade gut genug.
    Die EU und die USA zucken die Schultern. Israel und Juden sind damit nicht einverstanden. Das gibt neue Konflikte. Zum Beispiel die Anerkennung des Staates der palästinensischen Araber durch die EU.

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