"Al Khor Beach". Licensed under Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 via Wikimedia Commons.
Lesezeit: 2 Minuten

Während in der UNO der diplomatische Krieg um die Feindseligkeiten in Gaza weitergeht, fehlt auffälligerweise eine Diskussion über die offensichtlichste Lösung überhaupt – nämlich die Notwendigkeit, die Hamas zu entwaffnen und zu isolieren. Seit sich Israel im Jahr 2005 aus Gaza zurückzog, hat uns die Hamas in drei grosse Angriffe verwickelt. Über 14‘800 Raketen sind von dieser Organisation und ihren Proxies auf Israel abgefeuert worden.

Die Entdeckung von Dutzenden von Tunnels, die – gefüllt mit Sprengstoff, Beruhigungsmitteln und Handschellen – vor den Toren israelischer Gemeinden enden, sollten Beweis genug sein, um jeden zu überzeugen, dass die Hamas nicht daran interessiert ist, in Gaza Ruhe einkehren zu lassen oder an der Seite Israels in Frieden leben zu wollen.

In den vergangen Jahren haben die Scheichs von Katar hunderte Millionen Dollar nach Gaza gepumpt. An jedem Tunnel und an jeder Rakete der Hamas könnte eigentlich auch ein Schild angebracht sein mit der Aufschrift: „Ermöglicht durch eine gütige Spende des Emirs von Katar.“

Katar hat Al Qaida nahestehenden Gruppen in Syrien mit finanzieller Unterstützung und leichten Waffen ausgestattet, zudem dient das Land als Basis für die Anführer der Muslimbruderschaft und der Taliban. In der Tat ist Katar eine Art Club Med für Terroristen. Es beherbergt führende Islamisten wie den spirituellen Führer der weltweiten Muslimbruderschaft, Scheich Yusuf al-Qaradawi, und Abdul Rahman Omeir al-Naimi, der von den USA als „Terrorfinanzier“ für Al Qaida genannt wurde. Katar finanziert auch Khaled Mashal, den Anführer der Hamas.

Mashals kompromisslose Ablehnung der Anerkennung Israels ist seit langem ein Hindernis für die Erreichung eines Friedensabkommens. Doch hinter der Hamas zieht Katar die Fäden. Es droht sogar mit der Ausschaffung Mashals, sollte die Hamas den ägyptischen Vorschlag für einen langfristigen Waffenstillstand akzeptieren; einfach, weil Doha eine Hauptrolle bei jeglichen Waffenstillstandsabkommen zwischen Hamas und Israel spielen will.

Westliche Staaten müssen erkennen, dass Katar nicht ein Teil der Lösung, sondern vielmehr ein grosser Teil des Problems ist. Katars kontinuierliche Förderung der Hamas garantiert, dass die Terrororganisation sich neu bewaffnen und den bewaffneten Konflikt mit Israel erneuern wird. Die einzige Lösung besteht daran, den letzten Hauptunterstützer der Hamas zu isolieren. Um nachhaltige Ruhe zu schaffen, bedarf es einer klaren Botschaft an Katar: Stoppt die Finanzierung der Hamas.

Abstract der Originalversion: Club Med for Terrorists by Amb. Ron Prosor © New York Times, August 24, 2014.

Ron Prosor ist israelischer UN-Botschafter in New York.

Comments are closed.