Anpfiff: dead or alive, Hauptsache seich!

0
184
Lesezeit: < 1 Minute

Mushir al-Masri, Hamas-Sprecher aus Gaza, meldet sich zu Wort. Zur Erinnerung: Im Januar 2012 besuchte er mit anderen Hamas-Leuten das Bundeshaus, flankiert vom Grünen Nationalrat Geri Müller. Nun bekräftigte er just einen Tag nachdem die drei entführten israelischen Jugendlichen tot aufgefunden worden waren im Al-Quds TV, dass weitere Entführungen von israelischen Soldaten auf der Agenda der Hamas stehen. Selbstredend sind für al-Masri alle Israeli ‚Soldaten‘. Und für ihn war die Entführung von Gilad, Naftali und Eyal eine ‚misslungene Operation‘, weil lebendige Geiseln einfach ein besseres Pfand sind, um mit Israel über die Freilassung von kriminellen und terroristischen Gefangenen zu verhandeln. Al-Masri ist zuversichtlich: „Wenn eine Operation misslingt, dann gelingt aber die nächste.“

In seinem Sinne finden sich jetzt in den Social Media überall Aufrufe zur Gewalt gegen Juden – auch bei uns in der Schweiz.

Auf die Frage, was denn der Hamas Bundeshausgast al-Masri zur Gewalt zu sagen habe, antwortete damals der Stadtammann von Baden, Geri Müller, in einem Interview (TA 22.12.2012) verniedlichend: „Da gibt es einzelne, sehr wenige in Bezug auf die Gesamtbevölkerung, die «Seich» machen.“ Aber auch für diese „wenigen“  zeigte Müller gleich Verständnis.

Diese „Seich“ ist heute zu einer realen Bedrohung geworden, wie die Kontroverse um eine pro-palästinensische Demonstration am Freitag zeigt. Die von jüdischen Kreisen in Baden geäusserten Sorgen und Bedenken zur Wahl von Geri Müller als Stadtammann sind offenbar nicht ganz unbegründet gewesen!

Interview mit Mushir al-Musri auf Al-Quds TV (1. Juli 2014)